USA, Computer

Musks X scheitert mit Klage gegen abtrünnige Werbekunden

27.03.2026 - 02:31:22 | dpa.de

Kann man Werbekunden verklagen, weil sie keine Anzeigen mehr schalten wollen? Elon Musk versuchte es - und musste eine Niederlage einstecken.

Die Klage von Elon Musks Online-Plattform X gegen abtrünnige Werbekunden wurde abgeschmettert. (Archivbild) - Bild: Matt Rourke/AP/dpa
Die Klage von Elon Musks Online-Plattform X gegen abtrünnige Werbekunden wurde abgeschmettert. (Archivbild) - Bild: Matt Rourke/AP/dpa

Elon Musks Online-Plattform X ist mit einer Klage gegen mehrere große Werbekunden gescheitert, die Anzeigen vom Twitter-Nachfolgedienst abzogen. Unter anderem habe X den Vorwurf unfairen Wettbewerbs nicht belegen können, entschied eine Richterin in Texas und wies die Klage ab. 

Musks Plattform war im August 2024 vor Gericht gezogen. Ihre Vorwürfe richteten sich gegen bekannte Unternehmen wie den Konsumgüter-Riesen Unilever, den Lebensmittel-Konzern Mars und den Spielzeughersteller Lego sowie gegen eine Vereinigung von Werbetreibenden. 

Die Firmen hatten ihre Werbeaktivitäten bei Twitter und später X reduziert oder ganz eingestellt - aus Sorge, dass nach der von Musk verfügten Lockerung der Regeln für Inhalte ihre Anzeigen in rufschädigendem Kontext neben extremistischen Beiträgen auftauchen könnten.

Anzeigenerlöse halbiert 

Musk beklagte mehrfach, dass sich infolge der Abwanderung großer und kleiner Werbekunden nach der Übernahme von Twitter im Oktober 2022 durch ihn die Anzeigenerlöse in etwa halbiert hätten.

X sprach in der Klage von einem koordinierten Boykott und einem Verstoß gegen Wettbewerbsrecht. Dutzende Mitglieder einer internationalen Organisation von Werbekunden hätten sich abgesprochen, um X mehrere Milliarden US-Dollar vorzuenthalten. Die Klage nahm insbesondere eine Brancheninitiative ins Visier, die Anforderungen an Werbeplattformen aufstellte.

Später brachte Musk die Plattform X in seine KI-Firma xAI ein, die dann wiederum vom ebenfalls von ihm geführten Weltraumunternehmen SpaceX übernommen wurde. Damit ist X für den Fortbestand nicht mehr allein auf das eigene Geschäft oder Geldspritzen direkt von Musk angewiesen.

de | wissenschaft | 69000527 |

Weitere Meldungen

Anthropic sperrt Top-KI-Modell nach Regierungs-Anordnung. Vieles ist noch unklar. So etwas gab es noch nicht: Der OpenAI-Rivale Anthropic muss den Zugang zu seinem besten KI-Modell plötzlich blockieren, weil die US-Regierung ein Sicherheitsrisiko befürchtet. (Wissenschaft, 13.06.2026 - 08:49) weiterlesen...

Anthropic stoppt neues KI-Modell wegen Sicherheitsbedenken Das US-Unternehmen Anthropic hat sein neues KI-Modell vorläufig vom Markt genommen. (Ausland, 13.06.2026 - 07:27) weiterlesen...

US-Regierung gibt Warner-Übernahme durch Paramount frei. durch Paramount ist ein Mega-Deal, der nicht nur Hollywood nachhaltig umkrempeln könnte. Die Regierung hält den Deal für unbedenklich - Kritiker gehen vom Gegenteil aus. Die Übernahme von Warner Bros. (Wissenschaft, 13.06.2026 - 02:24) weiterlesen...

Ex-Krypto-König Bankman-Fried scheitert mit Berufungsantrag. Mit einem Einspruch gegen seine Verurteilung als Betrüger blitzt er nun vor Gericht ab. Einst wurde Sam Bankman-Fried als Finanzgenie und Galionsfigur einer Zukunftswelt des Digitalgelds gefeiert. (Wissenschaft, 13.06.2026 - 00:30) weiterlesen...

SpaceX-Börsendebüt macht Musk zum Billionär. Beim Handelsdebüt gibt es ein Kursplus. Die Weltraumfirma von Tech-Unternehmer Elon Musk schreibt Geschichte mit einem Rekord-Börsengang, der reichste Mensch der Welt wird zum ersten Billionär. (Wissenschaft, 12.06.2026 - 18:37) weiterlesen...

SpaceX-Aktie startet mit Kursplus von elf Prozent. Beim Handelsdebüt gibt es ein moderates Plus. Die Weltraumfirma von Tech-Unternehmer Elon Musk schreibt Geschichte mit einem Rekord-Börsengang, der reichste Mensch der Welt wird zum ersten Billionär. (Wissenschaft, 12.06.2026 - 17:55) weiterlesen...