KB5095093: Microsoft behebt Speicherleck bis 500 Gigabyte
06.07.2026 - 23:31:38 | boerse-global.de
Neue Personalisierungsoptionen und erweiterte Verwaltungsfunktionen für Unternehmen stehen ab sofort zur Verfügung.
Der US-Konzern hat umfangreiche Neuerungen für das Startmenü von Windows 11 vorgestellt. Die Anpassungen, die heute im Rahmen des sogenannten K2-Plans ausgerollt werden, richten sich sowohl an Privatnutzer als auch an Unternehmen. Windows-Insider und Geschäftskunden erhalten als erste Zugriff auf die neuen Funktionen.
Mehr Kontrolle über das eigene Erscheinungsbild
Die aktuellen Änderungen legen einen starken Fokus auf Flexibilität und Privatsphäre. Teilnehmer des Windows-Insider-Programms können die Größe des Startmenüs nun manuell zwischen einer kleinen und einer großen Ansicht umschalten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Datenschutz: Microsoft hat eine Einstellung eingeführt, mit der sich der Benutzername und das Profilbild innerhalb der Menüoberfläche ausblenden lassen.
Die Aktualisierung bringt zudem unabhängige Schalter für die Sichtbarkeit von angehefteten Apps, empfohlenen Inhalten und der Liste „Alle Apps". Neu ist auch die Trennung von Dateiempfehlungen und allgemeinen Systemvorschlägen. Nutzer können dadurch präziser steuern, welche Inhalte im Interface erscheinen. Die entsprechenden Optionen finden sich im Personalisierungsbereich der Systemeinstellungen.
Unternehmen profitieren von erweiterten Verwaltungswerkzeugen
Für Organisationen und IT-Administratoren hat Microsoft in dieser Woche eine umfassend überarbeitete, modulare Version des Startmenüs bereitgestellt. Diese enthält neue Gruppenrichtlinien und Konfigurationsdienstanbieter-Einstellungen (CSP), die eine strengere Kontrolle über unternehmensweite Bereitstellungen ermöglichen.
IT-Profis können jetzt bestimmte Startmenü-Größen erzwingen und JSON-basierte, benutzerdefinierte Anordnungen für angeheftete Apps nutzen. Die neuen Verwaltungswerkzeuge bieten außerdem die Möglichkeit, die Kategorieansicht zu deaktivieren, die Anzeige von zuletzt oder häufig verwendeten Programmen zu steuern und Empfehlungen komplett auszublenden. Ziel dieser Maßnahmen ist eine einheitlichere Benutzererfahrung auf allen Unternehmensgeräten.
Das Speicherleck durch CapabilityAccessManager.db-wal kann bis zu 500 GB belegen – und führt oft zu Explorer-Abstürzen. Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung installieren Sie KB5095093 und gewinnen Speicherplatz zurück. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Behobene Stabilitäts- und Speicherprobleme
Die Erweiterung der Startmenü-Funktionen folgt auf die Veröffentlichung des kritischen Updates KB5095093 vom 23. Juni 2026. Dieser Patch behebt langjährige Zuverlässigkeitsprobleme in den Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2, die auf Aktualisierungen vom Juli 2025 zurückzuführen waren.
Laut technischer Dokumentation führte ein Timing-Fehler bei der Abhängigkeitsregistrierung häufig dazu, dass der Windows-Explorer, das Startmenü und verschiedene XAML-basierte Anwendungen abstürzten oder nicht geladen werden konnten. In manchen Fällen erschien daraufhin nur ein schwarzer Bildschirm. Microsoft hatte als temporäre Workarounds für virtuelle Desktop-Umgebungen die manuelle Paketregistrierung oder Batch-Skripte empfohlen. Das Juni-Update stellt nun die dauerhafte Lösung dar und soll bis Ende Juli 2026 alle betroffenen Nutzer erreichen.
Darüber hinaus behebt das Update KB5095093 einen schwerwiegenden Speicherfehler. Eine Systemprotokolldatei namens CapabilityAccessManager.db-wal konnte unkontrolliert anwachsen. Berichten zufolge verbrauchte die Datei zwischen 20 und 500 Gigabyte Speicherplatz. Die Lösung führt eine automatische Prüfpunkt-Setzung ein, sobald die Datei 100 Megabyte überschreitet. Damit wird verhindert, dass das Protokoll die gesamte Festplattenkapazität belegt.
Ausblick auf künftige Funktionen
Nach den Juli-2025-Updates stürzen Explorer und Startmenü ab? Das Update KB5095093 behebt den Timing-Fehler dauerhaft. Inklusive Checkliste zur Protokolldatei-Prüfung und JSON-Vorlage für die Startmenü-Verwaltung. Update-Leitfaden jetzt sichern
Für die zweite Jahreshälfte 2026 testet Microsoft weitere Verbesserungen für das jährliche Update Windows 11 Version 26H2. Zu den Funktionen, die sich derzeit in experimentellen Kanälen befinden, gehören eine optionale „Ask Copilot"-Suchleiste, eine anpassbarere Taskleiste mit Unterstützung für Größenänderung und Verschiebung sowie verbesserte Update-Steuerungen.
Die kommenden Änderungen umfassen zudem eine Administrator-Schutzfunktion, die temporären administrativen Zugriff für bestimmte Aufgaben gewährt. Auch eine modernisierte „Ausführen"-Dialogoberfläche ist in der Entwicklung.
