Deutschlands, Handynetze

Deutschlands Handynetze werden besser

05.12.2024 - 11:19:32

Kein gutes Handynetz? So eine bittere Erkenntnis dĂŒrften die Deutschen inzwischen seltener haben als frĂŒher. Denn die Handynetze decken inzwischen mehr FlĂ€che ab. Ein Anbieter hat dabei die Nase vorn.

  • Glasfaserkabel liegen auf einer Baustelle. - Foto: Sina Schuldt/dpa

    Sina Schuldt/dpa

  • Ein Mobilfunkmast mit 4G/LTE-Antennen (lĂ€nglich) und 5G-Antennen (quadratisch) steht auf einem Dach eines Wohnhauses. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa

    Wolf von Dewitz/dpa

Glasfaserkabel liegen auf einer Baustelle. - Foto: Sina Schuldt/dpaEin Mobilfunkmast mit 4G/LTE-Antennen (lÀnglich) und 5G-Antennen (quadratisch) steht auf einem Dach eines Wohnhauses. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa

Deutschlands Telekommunikationsanbieter kommen bei ihrem Handynetz-Ausbau voran. Wie aus einer von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Statistik hervorgeht, haben alle vier Netzbetreiber in den vergangenen Monaten Fortschritte gemacht. Die Antennen der Telekom erreichten den Angaben zufolge im Oktober 83,1 Prozent der FlÀche Deutschlands mit dem Funkstandard 5G und damit 1,2 Prozentpunkte mehr als im Juli. Im schlechteren Standard 4G deckt die Telekom sogar 91,8 Prozent der FlÀche ab.

Die Konkurrenten schneiden der Statistik zufolge deutlich schlechter ab, kommen aber ebenfalls voran: Das MĂŒnchner Unternehmen O2 TelefĂłnica legte bei 5G um 2,9 Prozentpunkte auf 71,6 Prozent zu und verdrĂ€ngte mit einem bemerkenswert hohen Ausbautempo Vodafone von Platz 2. Der Wettbewerber aus DĂŒsseldorf kam auf eine 5G-FlĂ€chenabdeckung von 70,7 Prozent (plus 0,8 Prozentpunkte). 

Der vierte deutsche Netzbetreiber ist 1&1, der als Neueinsteiger derzeit sein eigenes Netz aufbaut und mit seinen Antennen im Oktober nur 0,5 Prozent der FlÀche Deutschlands erreicht (plus 0,1 Prozentpunkt). Die meisten Kunden von 1&1 werden mit dem O2-Netz verbunden, ein noch kleiner Teil von ihnen mit dem Vodafone-Netz. Im Herbst 2025 sollen alle 1&1-Kunden dort, wo ihr Vertragspartner keine eigenen Antennen hat, das Vodafone-Netz nutzen - die Partnerschaft zwischen 1&1 und O2 ist dann Geschichte.

Fortschritte auch beim Festnetz

Beim Festnetz-Ausbau wurden ebenfalls Fortschritte vermeldet, Glasfaser und damit die bestmögliche Internet-Technologie war Mitte 2024 an 36,8 Prozent der deutschen Haushalte verfĂŒgbar, in der ersten JahreshĂ€lfte war dieser Anteil um 3,5 Prozentpunkte gestiegen. Glasfaser bietet eine besonders stabile und schnelle Übertragung.

Beim Konkurrenzprodukt Fernsehkabel-Internet sind zwar ebenfalls Downloadraten von einem Gigabit pro Sekunde möglich, diese Technologie ist aber schwankungsanfĂ€lliger. Internet ĂŒber die dĂŒnnen Telefonleitungen (VDSL) und damit eine weitere Alternative zu Glasfaser gilt perspektivisch als Auslaufprodukt.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing wertete die Fortschritte beim Mobilfunk und Festnetz positiv. Man wolle das Ausbautempo erhöhen, sagte der frĂŒhere FDP-Politiker.

@ dpa.de