KI-Agenten, Code

KI-Agenten für Code: Google, Harness und Perforce starten Plattformen

Veröffentlicht: 01.07.2026 um 13:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Google, Harness und Perforce präsentieren neue KI-Plattformen zur Automatisierung von Codeprüfung und Workflows.

KI-Agenten revolutionieren die Softwareentwicklung bei Google und Harness
Menschliche Hand-Silhouette interagiert mit leuchtender holografischer Schnittstelle, überlagert mit neuronalem Netzwerk-Muster, symbolisiert KI in der Softwarebereitstellung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Tech-Giganten setzen auf autonome Helfer für die Programmierung.

Google, Harness und Perforce haben diese Woche neue Plattformen vorgestellt, die Softwareentwicklung durch KI-Agenten automatisieren. Die Systeme können eigenständig Code prüfen, Fehler beheben und komplexe Workflows steuern – ohne menschliches Eingreifen.

Harness: Autonome Worker für DevOps-Pipelines

Am 30. Juni 2026 brachte Harness seine Autonomous Worker Agents auf den Markt. Die neuen Werkzeuge sind direkt in Software-Lieferketten integriert und nutzen eine Reasoning-Engine. Sie erledigen Aufgaben, die bisher manuelle Eingriffe erforderten – etwa Code-Reviews oder die Bereinigung veralteter Feature-Flags.

Die Agenten arbeiten in abgesicherten Umgebungen mit eingeschränkten Berechtigungen und vollständigen Prüfprotokollen. Ein integriertes Kosten-Tracking sowie die Möglichkeit, mehrere Agenten zu komplexen Arbeitsabläufen zu verketten, runden das Angebot ab.

Der neue Harness Agent Marketplace bietet vorgefertigte Agenten in drei Kategorien: verwaltet, zertifiziert und Community-basiert. Sie nutzen den hauseigenen Software-Delivery-Knowledge-Graph und unterstützen verschiedene Large-Language-Model-Anbieter. Bestandskunden können die Agenten sofort nutzen.

Google: Managed Agents per API-Aufruf

Google hat seine Gemini-API um Managed Agents erweitert. Entwickler erschaffen damit autonome Agenten mit einem einzigen API-Aufruf. Die Systeme können argumentieren, externe Werkzeuge nutzen und Code in isolierten Linux-Umgebungen ausführen. Das reduziert den Aufwand für individuelle Orchestrierung drastisch.

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Bereits am 28. Juni veröffentlichte Google die Version 0.6.1 seines agents-cli. Das Kommandozeilen-Tool installiert strukturierte Skill-Dateien in Coding-Assistenten wie Claude Code und Codex. Es unterstützt den gesamten Lebenszyklus der Agenten-Entwicklung, inklusive einer fünfstufigen Evaluations-Pipeline mit dem GEPA-Algorithmus zur Prompt-Optimierung. Die lokale Entwicklung kommt ohne Google-Cloud-Konto aus und steht unter der Apache-2.0-Lizenz.

Am 1. Juli folgte ein entfernter MCP-Server (Model Context Protocol) für Googles Gemini Enterprise Agent Platform. Er erlaubt externen KI-Agenten den Zugriff auf Google-Cloud-Ressourcen – abgesichert durch spezifische Identitäts- und Zugriffsrichtlinien.

Perforce: Governance und Kostenkontrolle

Ebenfalls am 30. Juni stellte Perforce das Agentic Gateway vor. Die Plattform überwacht das Verhalten von KI-Agenten und reduziert den Verbrauch von LLM-Tokens. Das senkt die wachsenden Betriebskosten agentischer Workflows.

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Parallel veröffentlichte Perforce Werkzeuge für autonome Tests, die auf natürlicher Sprache basieren, sowie ein einheitliches Compliance-System. Es setzt Richtlinien direkt im Code durch. Die Tools sind über GitHub verfügbar.

Ökosystem wächst: Hardware und Low-Code

Die Entwicklung hin zur autonomen Softwareauslieferung wird auch von Hardware-Seite unterstützt. OpenAI und Work Louder präsentierten diese Woche das Codex Micro – ein spezialisiertes Makro-Pad für Codier-Workflows. Es erscheint am 15. Juli 2026, verfügt über 13 Tasten, einen Drehregler und einen Joystick für Shortcuts in der Codex-Umgebung.

Im Low-Code-Bereich aktualisierte Mendix am 30. Juni seine Dokumentation für das KI-Assistenz-System Maia. Es nutzt Claude Sonnet 4.6 und enthält Empfehlungs- und Generierungsfunktionen für Domänenmodelle, Workflows und Logik. Unternehmenskunden erhalten ein monatliches Kontingent von 200 kostenlosen Einheiten.

Branchenbeobachter von CGI beschreiben den Wandel in einem aktuellen Positionspapier: Die Industrie bewege sich von werkzeugunterstützter Entwicklung hin zu einem kontextorientierten Ansatz. Unternehmen müssten sich auf fünf neue Bereitstellungs-Modelle einstellen, während sie KI-Agenten über den gesamten Softwareentwicklungszyklus skalieren.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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