KI-Allianz: Südkorea sichert sich 950-Milliarden-Deal mit Nvidia
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 00:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung hat in San Francisco eine umfassende Kooperationsvereinbarung mit den US-Technologieunternehmen OpenAI und Nvidia finalisiert. Das Gesamtvolumen der Projekte und Liefervereinbarungen beläuft sich auf 950 Milliarden US-Dollar. Ziel der Allianz ist es, die Produktion von Halbleitern massiv auszuweiten und Südkorea als zentralen Knotenpunkt in der globalen Lieferkette für Künstliche Intelligenz (KI) zu etablieren.
Im Rahmen seines Besuchs verkündete Präsident Lee die sogenannte „San Francisco AI Declaration“. Diese Strategie sieht vor, die nationale Infrastruktur für KI-Anwendungen drastisch auszubauen. Geplant ist der Aufbau von Rechenzentren mit einer Gesamtkapazität von 5 Gigawatt (GW), die mit rund 2 Millionen Grafikeinheiten (GPUs) ausgestattet werden sollen.
Umfangreiche Lieferverträge für die SK Group und Samsung
Entgegen ersten Einordnungen als reine Investitionssumme stellte der südkoreanische Politikchef Kim Yong-beom klar, dass es sich bei den 950 Milliarden US-Dollar primär um langfristige Kaufverträge handelt. Ein Großteil dieses Volumens entfällt auf die SK Group. Das Konglomerat soll Halbleiter im Wert von 750 Milliarden US-Dollar an Nvidia und weitere Partner liefern. Davon entfallen allein 500 Milliarden US-Dollar auf eine spezifische Partnerschaft zwischen dem Speicherchiphersteller SK Hynix und Nvidia.
Während globale Konzerne Milliarden in die KI-Infrastruktur investieren, müssen Unternehmen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt Ihnen kompakt die Anforderungen der neuen EU-KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Der SK-Vorsitzende Chey wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass KI-Kunden eine weitaus größere Menge an Speicherkapazität forderten, als bisher angenommen. Er deutete an, dass der prognostizierte Bedarf von Nvidia künftig noch höher ausfallen könnte. Parallel dazu unterzeichnete Samsung eine Absichtserklärung (MOU) mit dem Halbleiterhersteller Broadcom. Dieses Abkommen umfasst ein potenzielles Volumen von bis zu 200 Milliarden US-Dollar.
Ausbau der Infrastruktur und neue Forschungszentren
Die Kooperation umfasst zudem konkrete Infrastrukturprojekte auf dem koreanischen Heimatmarkt. SK Telecom plant den Bau eines Rechenzentrums mit einer Kapazität von 2 GW. Die Anlage soll mit den Vera-Rubin-Chips von Nvidia sowie HBM4-Speichertechnologie betrieben werden. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Das Internetunternehmen Naver kündigte unterdessen den Bau einer globalen „KI-Fabrik“ an. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Nvidia und der Investmentgesellschaft Brookfield realisiert und ist mit einem Volumen von 10 Milliarden US-Dollar dotiert. Nvidia-CEO Jensen Huang kündigte zudem die Einrichtung eines „AI Frontier Lab“ in Südkorea an, um die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen weiter zu vertiefen.
Die rasante Entwicklung von KI-Systemen bringt nicht nur Chancen, sondern auch neue regulatorische Pflichten für Entwickler und Anwender mit sich. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko eingestuft werden und was Sie jetzt tun müssen. Kostenlosen Report zur KI-Verordnung anfordern
Strategische Partnerschaften in der KI-Entwicklung
Präsident Lee nutzte die Reise für Einzelgespräche mit den Führungspitzen der US-Technologiebranche, darunter Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic) und Hock Tan (Broadcom). OpenAI-Chef Altman bezeichnete Südkorea dabei als eines der weltweit wichtigsten Länder für die fortschreitende KI-Entwicklung.
Neben der Hardware-Produktion wurden auch Software- und Sicherheitsaspekte adressiert. Anthropic-CEO Dario Amodei unterzeichnete eine Absichtserklärung mit dem südkoreanischen Wissenschaftsministerium zur Zusammenarbeit im Bereich der KI-Sicherheit. Zudem wurde eine Partnerschaft zwischen Samsung SDS and Anthropic sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Roboterplattform von Hyundai und Nvidia bekannt gegeben.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
