KI-Arbeitsmarkt: USA starten Initiative mit einer Milliarde Euro
25.06.2026 - 22:24:11 | boerse-global.de
Eine überparteiliche Non-Profit-Organisation mit einem Budget von über einer halben Milliarde Euro will die amerikanische Arbeitswelt auf die Revolution durch künstliche Intelligenz vorbereiten. Gegründet von der ehemaligen US-Handelsministerin Gina Raimondo und dem früheren Gouverneur von Indiana, Eric Holcomb, hat RAISE US bereits Zusagen von mehr als 500 Millionen Euro von großen Technologie- und Finanzkonzernen erhalten. Das Ziel: eine Milliarde Euro.
Der Start kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Branchenexperten prognostizieren tiefgreifende Veränderungen für den Arbeitsmarkt. Die Unternehmensberatung BCG rechnet damit, dass rund die Hälfte aller Jobs in den USA durch KI grundlegend umgestaltet wird. Besonders alarmierend: Bis zu 25 Millionen Stellen könnten innerhalb der nächsten fünf Jahre wegfallen. Die Investmentbank Goldman Sachs schätzt zudem, dass rund ein Viertel der aktuellen Arbeitsstunden automatisiert werden könnte.
Bündnis der Giganten
Raimondo übernimmt die Rolle der Geschäftsführerin, Holcomb wird Co-Vorsitzender. Das Bündnis kann auf eine beeindruckende Liste von Unternehmenspartnern bauen. Zu den Gründungspartnern zählen Amazon, Microsoft, Anthropic und die OpenAI Foundation.
Die Bank of America fungiert als Hauptsponsor für Ausbildungsprogramme im Bereich fortschrittliche Fertigung. Weitere namhafte Unterstützer sind IBM, Eli Lilly, General Motors, Cisco, Mastercard, UPS, AMD und Blackstone. Zum operativen Geschäftsführer und Präsidenten wurde Eric Beane ernannt.
Prominenter Beirat
Ein hochkarätig besetzter Beirat begleitet das Projekt. Darunter finden sich Persönlichkeiten aus beiden politischen Lagern und der Wirtschaft: der frühere republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan, der Finanzinvestor Stephen Schwarzman und die Gewerkschaftsführerin Liz Shuler. Auch Laurene Powell Jobs, die Witwe von Steve Jobs, der Bildungsunternehmer Sal Khan sowie mehrere namhafte Ökonomen sind mit an Bord.
Wer die Auswirkungen der US-Milliarden-Initiative auf den eigenen Arbeitsmarkt einordnen will, findet in diesem kostenlosen Report die wichtigsten Strategie-Hebel – von der Identifikation gefährdeter Stellen bis zum Aufbau interner Umschulungsprogramme. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern
Pilotprojekte in vier Bundesstaaten
Die Initiative startet zunächst in vier Bundesstaaten: Arkansas, Connecticut, Maryland und Utah. Dort werden verschiedene Ansätze getestet, um Arbeitnehmer zu unterstützen, deren Tätigkeiten durch KI verändert oder verdrängt werden.
Geplant sind unter anderem:
- Eine KI-gestützte Karriereplattform in Arkansas
- Ein Freiwilligendienst-Programm in Maryland
- Ein Startup-Accelerator speziell für freigesetzte Arbeitskräfte
- Weiterbildungsprämien und KI-Karrierecoaching
- Finanzielle Sicherungsmechanismen wie Lohnversicherung und Kurzarbeitergeld
Unabhängige Forschung als Fundament
Bis zu 25 Millionen Jobs könnten in fünf Jahren durch KI wegfallen – und die Hälfte aller Tätigkeiten wird grundlegend umgestaltet. Bevor Ihre Belegschaft von der Welle erfasst wird, brauchen Sie einen klaren Fahrplan für Qualifizierung und Umschichtung. Dieser Leitfaden liefert konkrete Checklisten und erfolgreiche Modelle aus den USA. KI-Umschulungs-Fahrplan jetzt sichern
Um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen objektiv zu bewerten, hat RAISE US eine Partnerschaft mit dem „Workforce Development Policy Lab“ der Brown University geschlossen. Das Labor wird die verschiedenen Pilotprogramme analysieren und ermitteln, welche Strategien sich für einen landesweiten Einsatz eignen.
Ein entscheidendes Detail: Die Forschungseinheit wird nicht aus den Mitteln der beteiligten Unternehmen finanziert. Diese Trennung soll sicherstellen, dass die Ergebnisse unabhängig und objektiv sind – ein wichtiger Punkt, denn es geht um nichts Geringeres als die Frage, wie sich die Gesellschaft auf die fortschreitende Integration von KI in Industrie und Dienstleistung vorbereiten kann.
