KI-Betrug, Deepfakes

KI-Betrug explodiert: Deepfakes erzielen 54% Klickrate

26.06.2026 - 23:47:34 | boerse-global.de

Google entkoppelt Suchverlauf von personalisierten Diensten. Neue Einstellungen erlauben KI-Training mit Medien-Daten. Deepfake-Betrug steigt rasant.

Google trennt Suchverlauf von KI-Training: Neue Privatsphäre-Regeln
KI-Betrug - Eine Hand hält ein Android-Smartphone mit einem digitalen Overlay aus Datenströmen und Schloss-Symbolen, das verdecktes Tracking und Datenschutz darstellt. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Änderungen betreffen Milliarden Nutzer weltweit.

Neue Einstellungen für Web- und App-Aktivitäten

Google hat die Privatsphäre-Struktur grundlegend überarbeitet. Wer die allgemeinen Web- und App-Aktivitäten aktiviert hat, bekommt künftig automatisch eine Untereinstellung zugeschaltet: Medien wie Bilder, Audio-Dateien und Videos dürfen dann für das Training von KI-Modellen und zur Verbesserung der Systemsicherheit genutzt werden.

Die bestehenden Löschfristen für Nutzerdaten bleiben von den Änderungen unberührt.

Monitoring-Apps für Android 14 bis 16

Parallel zu Googles Privatsphäre-Offensive wächst der Markt für Überwachungssoftware. Für die aktuellen Android-Versionen 14 bis 16 gibt es spezialisierte Tools wie KidLogger 15. Die Anbieter unterscheiden zwischen sichtbaren Versionen für jüngere Nutzer und verdeckten Varianten, die auf dem Gerät unsichtbar operieren.

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Ein kritischer Punkt: Für den vollen Funktionsumfang müssen Nutzer oft Sicherheitsmechanismen wie Google Play Protect manuell deaktivieren. Ältere Android-Versionen bis zur Generation 13 werden weiterhin mit klassischen Pro-Versionen bedient.

Der Mythos vom Mikrofon-Tracking

Meta wehrt sich gegen Vorwürfe, die Mikrofone von Smartphones für Werbezwecke zu nutzen. Branchenexperten bestätigen: Die hohe Präzision moderner Werbung kommt nicht vom Abhören von Gesprächen.

Die wahren Quellen sind Verhaltensdaten – Standortinformationen, Interaktionen in Apps und Tracking-Pixel auf Drittseiten.

KI-Betrug explodiert

Die Bedrohungslage für Verbraucher verschärft sich dramatisch. KI-gestützte Deepfake-Angriffe erzielen Klickraten von 54 Prozent – deutlich mehr als klassische Phishing-Versuche. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Deepfake-Fälle um rund 680 Prozent.

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Banken haften bei Betrug

Trotz der neuen Gefahrenlage bleibt die Rechtslage für Verbraucher günstig. Banken müssen Schäden aus nicht autorisierten Zahlungsvorgängen erstatten – es sei denn, dem Kunden wird grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen.

Mit den neuen Regulierungen PSD3 und PSR, die Ende 2026 in Kraft treten sollen, wird eine weitere Verschärfung der Haftungsregeln zugunsten der Bankkunden erwartet.

Shadow AI: Die stille Gefahr im Unternehmen

Im betrieblichen Umfeld warnt die IT-Sicherheitsbranche vor unkontrollierter KI-Nutzung durch Mitarbeiter. Das Schlagwort heißt Shadow AI: Vertrauliche Informationen landen per Copy-Paste in externen KI-Chatbots – oft unbemerkt von der IT-Abteilung.

Herkömmliche Lösungen zur Vermeidung von Datenabfluss stoßen hier an ihre Grenzen. Unternehmen brauchen zunehmend Transparenz über Browseraktivitäten, um sensible Geschäftsdaten zu schützen.

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