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KI-Blase-Warnung: Man Group und Burry sehen Dotcom-Parallelen

29.05.2026 - 19:39:58 | boerse-global.de

FĂĽhrende Finanzakteure wie Man Group und Michael Burry sehen Parallelen zur Dotcom-Krise. Milliardenprojekte ohne Rendite und hohe Marktkonzentration befeuern die Skepsis.

KI-Blase-Warnung: Man Group und Burry sehen Dotcom-Parallelen - Foto: ĂĽber boerse-global.de
KI-Blase-Warnung: Man Group und Burry sehen Dotcom-Parallelen - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Führende Finanzinstitute und Investoren sehen gefährliche Parallelen zur Dotcom-Blase der Jahrtausendwende.

Hedgefonds ziehen historische Vergleiche

Man Group, der weltweit größte börsennotierte Hedgefonds, warnte am 29. Mai 2026 vor einer sich aufbauenden KI-Blase. Die Technologie sei zwar bedeutend, doch das aktuelle Investitionsvolumen könne zu massiven Verlusten führen. Die Finanzierung wachse schneller als der tatsächliche wirtschaftliche Nutzen, so das Unternehmen. Investoren müssten dringend zwischen echter Gewinnerzielung und reiner Narrativ-Strategie unterscheiden.

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Auch Michael Burry, bekannt durch seine Wetten gegen den Immobilienmarkt vor 2008, sieht beunruhigende Parallelen. Am 28. Mai 2026 identifizierte er sechs Indikatoren, die exakt die Monate vor dem Börsencrash 2000 spiegeln. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (CAPE) liegt bei 40, Technologieaktien machen 32 Prozent des S&P 500 aus. Hedgefonds halten derzeit 33 Prozent ihrer Portfolios in Tech-Werten, während die Kreditaufnahme auf Margin Rekordniveau erreicht hat.

Milliardenprojekte ohne Rendite

Die Erfolgsquote interner KI-Initiativen gibt zudem Anlass zur Skepsis. Gartner prognostiziert in einem Bericht vom Mai 2026, dass mindestens 50 Prozent aller generativen KI- und maßgeschneiderten Modellprojekte ihre Ziele verfehlen oder ihr Budget sprengen werden. Viele Unternehmen würden ihre Eigenentwicklungen aufgrund exorbitanter Kosten und Komplexität aufgeben. Keine der 30 erfassten KI-Technologien habe bislang das Stadium konstanter Produktivität erreicht – domänenspezifische Modelle seien noch zwei bis fünf Jahre von der Marktreife entfernt.

Mark Cuban äußerte sich in einem Podcast ähnlich kritisch. Firmen wie OpenAI, das im März 2026 bei einer Bewertung von 852 Milliarden Euro 122 Milliarden Euro einsammelte, könnten ihre Investitionen möglicherweise nie zurückverdienen. KI-Unternehmen steckten in einem Teufelskreis permanenter Kapitalbeschaffung, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Die Realität holt die Konzerne ein: Uber hatte sein gesamtes KI-Budget für 2026 bereits nach vier Monaten aufgebraucht. Auch Microsoft und Starbucks hinterfragen ihre Ausgaben, da die Kosten für KI-Token exponentiell steigen, während der Return on Investment unklar bleibt. Einige Unternehmen drosseln bereits die Nutzung, um die Eskalation der Kosten zu bremsen.

Marktkonzentration und IPO-Risiken

Die Konzentration an der Börse bereitet Analysten Kopfzerbrechen. Sieben Technologieaktien machen inzwischen mehr als ein Drittel des S&P 500 aus. KI-bezogene Unternehmen stellen fast die Hälfte der gesamten Marktkapitalisierung. Besonders spektakulär: Der Philadelphia Semiconductor Index stieg 2026 um 75 Prozent. Nvidia überschritt die Fünf-Billionen-Euro-Marke, Intel und AMD legten um 230 beziehungsweise 107 Prozent zu.

Burry warnte am 27. Mai 2026 zudem vor den geplanten Börsengängen von SpaceX, OpenAI und Anthropic. Diese drei Mega-IPOs könnten dem Markt mehr Kapital entziehen als die gesamte Welle von 446 Börsengängen im Jahr 2000 – die damals rund 108 Milliarden Euro einbrachte.

Inflationäre Effekte der KI-Welle

Die makroökonomischen Daten des Frühjahrs 2026 deuten auf zunehmenden Druck hin. BlackRock erklärte am 28. Mai 2026, dass die massiven KI-Investitionen von Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta – insgesamt rund 800 Milliarden Euro – die Inflation anheizen und Kapitalkosten in die Höhe treiben. Die Märkte preisen daher eher Zinserhöhungen als Zinssenkungen ein.

Die US-Verbraucherdaten vom April 2026 zeigen einen Rückgang der Realeinkommen um 0,4 Prozent – den dritten Monat in Folge. Während das Wirtschaftswachstum durch KI-Bauprojekte und Ölgewinne getragen wird, schrumpften Nicht-KI-Investitionen um drei Prozent. Finanzanalyst Ed Dowd warnte am 29. Mai 2026, dass die reale Wirtschaft schwächelt. Szenarien, in denen die KI-Blase bei hoher Inflation platzt, seien realistisch – und die US-Notenbank werde die Zinsen wohl kaum vor Juni 2027 senken. International zeichnet sich ebenfalls ein düsteres Bild: Chinas Wachstum schrumpfte im ersten Quartal 2026 um acht Prozent.

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