KI-Deepfakes: Frau verliert Million Euro durch Moderator-Video
07.07.2026 - 08:34:29 | boerse-global.de
In Sachsen verlor eine Frau ĂŒber eine Million Euro durch ein KI-generiertes Deepfake-Video. Die TĂ€ter hatten die IdentitĂ€t eines bekannten Fernsehmoderators missbraucht. Der Betrug begann bereits im April, aufgeflogen ist er erst im Juli, als der Kontakt zu den angeblichen Brokern abrupt endete.
Schockanrufe mit immer höheren Summen
Auch die klassische Telefonmasche erreicht neue Dimensionen. Anfang Juli wurde eine 87-JĂ€hrige in Heidelberg Opfer eines Betrugs. Der Anrufer gab sich als Arzt aus und behauptete, ihr Sohn brauche dringend ein Medikament gegen Krebs â Kosten: 135.000 Euro. Die Seniorin ĂŒbergab die Summe an einen Unbekannten.
In San Vittore hatte die Polizei mehr GlĂŒck: Ende Juni konnten Beamte einen 50-jĂ€hrigen Geldkurier festnehmen. Ein 82-jĂ€hriger Mann war misstrauisch geworden und hatte die Behörden alarmiert.
Quishing: Die neue Gefahr an Parkautomaten
Ob manipulierte QR-Codes oder gefĂ€lschte Links auf MarktplĂ€tzen â Cyberkriminelle finden immer neue Wege, um an Ihre sensiblen Daten zu gelangen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Android-Smartphone in nur 5 Schritten effektiv vor Hackern und Viren absichern. 5 SchutzmaĂnahmen jetzt kostenlos entdecken
Neben Telefon und Video setzen BetrĂŒger zunehmend auf manipulierte QR-Codes. Die Masche heiĂt âQuishingâ. Die TĂ€ter kleben gefĂ€lschte Codes an Parkautomaten oder LadesĂ€ulen â wer sie scannt, landet auf einer fingierten Webseite.
Auf Online-MarktplĂ€tzen wie Kleinanzeigen lauern Phishing-Links, die zu unberechtigten Abbuchungen fĂŒhren. Ein Fachanwalt fĂŒr Bankrecht erklĂ€rt: Finanzinstitute lehnen ErstattungsantrĂ€ge oft mit Verweis auf mangelnde Sorgfalt ab. Bei besonders professionell gestalteten Maschen bestehen jedoch durchaus AnsprĂŒche.
eBay drohen Millionenstrafen
Parallel geraten Plattformbetreiber unter Druck. Die Bundesnetzagentur wirft eBay VerstöĂe gegen das EU-Digitalgesetz vor. Konkret geht es um ein mangelhaftes Meldeverfahren fĂŒr rechtswidrige Inhalte und unzureichende Nachverfolgbarkeit von HĂ€ndlern. Bei bestĂ€tigten VerstöĂen drohen BuĂgelder von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Apple schaltet KI-Schutzfunktion
In Deutschland werden pro Quartal rund 4,7 Millionen Online-Konten gehackt, oft weil Passwörter trotz moderner Schutzsysteme leichtes Spiel fĂŒr BetrĂŒger bieten. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie mit der neuen Passkey-Technologie Ihre Konten bei WhatsApp, Amazon und Co. endlich unknackbar machen. Kostenlosen Passkey-Ratgeber herunterladen
Als Reaktion auf die steigenden Fallzahlen hat Apple auf der WWDC 2026 âTrust Insightsâ vorgestellt. Das KI-System erkennt Social-Engineering-Betrug durch Analyse von Interaktionsmustern und Metadaten â ohne die Inhalte der Kommunikation zu erfassen. Die Funktion kommt mit iOS 27 im September und warnt dann vor verdĂ€chtigen Transaktionen oder KontoĂ€nderungen.
Die Polizei rÀt zu erhöhter Wachsamkeit. Besonders bei SMS von angeblichen Banken oder Kreditkarteninstituten ist Vorsicht geboten. Ein Fall aus Donauwörth zeigt die Gefahr: Ein Mann verlor 6.000 Euro durch eine gefÀlschte Kurznachricht. Experten empfehlen: Bei geringsten Zweifeln sofort abbrechen und die offiziellen KanÀle nutzen.
