KI-Entlassungen, US-CEOs

KI-Entlassungen: 99% der US-CEOs planen Personalabbau

30.05.2026 - 13:30:11 | boerse-global.de

Mercer-Umfrage zeigt: Fast alle US-Firmenchefs erwarten KI-bedingte Entlassungen. Viele Manager fĂŒrchten um ihre eigenen Positionen.

KI-Entlassungen: 99% der US-CEOs planen Personalabbau - Foto: ĂŒber boerse-global.de
KI-Entlassungen: 99% der US-CEOs planen Personalabbau - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Das zeigt eine Mercer-Umfrage unter 1.000 FĂŒhrungskrĂ€ften vom Mai 2026. Besonders brisant: Viele Chefs sitzen selbst auf einem Schleudersitz.

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Personalabbau: Die Zahlen im Detail

67 Prozent der Befragten planen KĂŒrzungen von ein bis zehn Prozent. 32 Prozent rechnen sogar mit einem Wegfall von 11 bis 20 Prozent der Stellen. Der Anteil der Arbeit ohne KI-UnterstĂŒtzung soll von aktuell 50 auf 35 Prozent sinken.

Die Verunsicherung in der Belegschaft wĂ€chst parallel. 40 Prozent der Angestellten fĂŒrchten um ihren Job – 2024 waren es nur 28 Prozent. 62 Prozent erwarten unterschĂ€tzte psychologische Folgen durch die neuen Arbeitsbedingungen.

Nvidia-CEO: „KI als Ausrede fĂŒr Entlassungen“

Nvidia-Chef Jensen Huang kritisierte Ende Mai FĂŒhrungskrĂ€fte scharf. Sie nutzten KI als BegrĂŒndung fĂŒr Entlassungen, obwohl die Technologie erst seit rund sechs Monaten breit verfĂŒgbar sei. Er mahnte einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Kommunikation an.

Auch OpenAI und Anthropic rudern zurĂŒck. Sam Altman und Dario Amodei nahmen frĂŒhere Prognosen einer Job-Apokalypse teilweise zurĂŒck. Altman rĂ€umte ein, sich in der Geschwindigkeit der Jobverluste geirrt zu haben. Stattdessen sehe man KI zunehmend als ProduktivitĂ€tsverstĂ€rker.

Forschung von Zoho stĂŒtzt diese Sicht: Die ProduktivitĂ€tssteigerung liegt bei 20 bis 25 Prozent – fĂŒr flĂ€chendeckende Massenentlassungen reicht das nicht.

Die Kostenfalle: 84 Prozent der Firmen mit Margenverlust

Die KI-Implementierung wird zum finanziellen Risiko. 84 Prozent der Unternehmen verbuchen MargenrĂŒckgĂ€nge von ĂŒber sechs Prozent durch die Technologie-Ausgaben. Rund 80 Prozent der Organisationen verfehlten ihre KI-Kostenprognosen um mehr als ein Viertel.

Der Druck aufs Management steigt: 78 Prozent von 900 befragten CEOs weltweit sehen ihre Position gefÀhrdet, falls bis Ende 2026 keine messbaren Gewinne durch KI-Investitionen kommen. In Deutschland verzögern sich 58 Prozent der Initiativen wegen regulatorischer Unsicherheiten.

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Hinzu kommt das Problem der Schatten-KI: 96 Prozent der FĂŒhrungskrĂ€fte gehen davon aus, dass in ihren Unternehmen nicht genehmigte KI-Tools im Einsatz sind.

Aufgaben statt Berufe: Was KI wirklich ersetzt

KI ĂŒbernimmt Aufgabenanteile, nicht zwingend ganze Stellen. Radiologen verbringen nur 36,4 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Bildauswertung – genau das kann KI unterstĂŒtzen. In der Tech-Branche stieg die Zahl der Softwareentwickler-Stellen 2026 auf ĂŒber 67.000, den höchsten Stand seit drei Jahren.

Deutsche BeschĂ€ftigte sehen das gelassen: 29 Prozent halten ihre Vorgesetzten durch KI fĂŒr ersetzbar. Nur knapp jeder vierte Arbeitnehmer sieht sich selbst in dieser Position.

BA-Chefin Andrea Nahles sieht KI als grĂ¶ĂŸten Hebel fĂŒr ProduktivitĂ€t und Chance fĂŒr ArbeitszeitverkĂŒrzung bei gleicher Leistung. Der Anteil deutscher Unternehmen, die KI nutzen, stieg von 5 Prozent (2023) auf 25 Prozent.

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