KI-Forschung: 300.000 Euro für psychologische Sprachmodelle
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 02:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Bereich der psychologischen Forschung markiert die Entwicklung spezialisierter Sprachmodelle einen neuen Schwerpunkt. Ende Juli 2026 übergab Minister Clemens Hoch einen Förderbescheid über 300.000 Euro an das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID). Die Mittel fließen in das Projekt Psy-AI, das die Erstellung eines Künstliche-Intelligenz-Modells auf Basis von Large Language Models (LLMs) zum Ziel hat.
Der technologische Ansatz des Projekts beruht auf dem Training mit spezifischen psychologischen Forschungsdaten. Diese Datengrundlage soll es dem Modell ermöglichen, menschliches Verhalten präziser vorherzusagen. Ein zentraler Aspekt der Initiative ist die Transparenz: Die Ergebnisse von Psy-AI werden nach den Prinzipien von Open Science der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Forschung zu kognitiven Karten und neuen Wirkstoffen
Parallel zur verhaltensorientierten Modellierung am ZPID präsentierten Wissenschaftler der TU Graz am 28. Juli 2026 Fortschritte bei der Nachbildung kognitiver Prozesse. In der Fachzeitschrift Nature Machine Intelligence wurde das Modell GCML vorgestellt, das kognitive Karten, stochastische Berechnungen und kompositionelle Kodierung nutzt. Ziel dieser Entwicklung ist ein besonders energieeffizientes Planen der KI-Systeme. In Testreihen wurde das Modell bereits erfolgreich in den Bereichen Navigation, abstrakte Raumdarstellung sowie beim Zusammenbau von Silhouetten erprobt.
Forscher der Soonchunhyang University und der Ewha Womans University identifizierten das Darmbakterium Veillonella ratti MHL0042, das einen anti-inflammatorischen Metaboliten produziert. Im Tiermodell für Multiple Sklerose reduziert dieser Stoff nachweislich Neuroinflammationen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche natürlichen Ansätze die MS-Forschung revolutionieren könnten. Jetzt Report anfordern
Die Anwendung von KI-Modellen erstreckt sich zudem auf die pharmazeutische Forschung, wie aktuelle Publikationen der Universität Münster vom 28. Juli 2026 belegen. Im Fachjournal npj Antimicrobials and Resistance stellten Forscher das Modell AmpGPT2 vor. Dieses wurde mit der Datenbank COMPASS trainiert, die Informationen zu über 75.000 antimikrobiellen Peptiden umfasst. Mithilfe der KI konnten bereits neue Wirkstoffkandidaten generiert werden, die eine Wirksamkeit gegen die Erreger Klebsiella pneumoniae und Pseudomonas aeruginosa aufweisen.
Ethik in der Anwendung und neurobiologische Erkenntnisse
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Neben der technischen Leistungsfähigkeit rückt die verantwortungsvolle Implementierung von KI-Systemen in den Fokus der Wissenschaft. Die Universität Bielefeld gab am 28. Juli 2026 den Abschluss des Forschungsprojekts SAIL bekannt, das nach einer Laufzeit von fast vier Jahren beendet wurde. Das Projekt konzentrierte sich auf den ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz und entwickelte praktische Lösungen für verschiedene gesellschaftliche Bereiche. Dazu gehören unter anderem intelligentere Stromnetze, Systeme zur Unterstützung in der Pflege sowie Sicherheitskonzepte für Gesundheits-Apps.
Einen weiteren Beitrag zur Verknüpfung von Biologie und computergestützter Analyse lieferten Forscher der Soonchunhyang University und der Ewha Womans University Mitte Juli 2026. In einer Studie identifizierten sie das Darmbakterium Veillonella ratti MHL0042, welches einen speziellen anti-inflammatorischen Metaboliten produziert. Im Tiermodell für Multiple Sklerose konnten durch diesen Stoff Neuroinflammationen reduziert werden. Während diese Ergebnisse neue Wege für die Behandlung neurologischer Erkrankungen aufzeigen könnten, stehen klinische Studien zur Wirksamkeit am Menschen zum jetzigen Zeitpunkt noch aus.
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