Schulen, LehrkrÀfte

KI in Schulen: 88 Prozent LehrkrÀfte nutzen es, 53 Prozent ohne Schulung

27.06.2026 - 09:41:48 | boerse-global.de

Fehlende Qualifikationen und KI-Kompetenz belasten PÀdagogen. Neue Studien und Programme zeigen Wege zur BewÀltigung der Krise auf.

Bildungssektor im Wandel: FachkrÀftemangel und KI-Herausforderungen
Schulen - Erwachsene PĂ€dagogen in einem modernen Klassenzimmer, die an einem Weiterbildungsseminar teilnehmen und Technologie nutzen. 27.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Ohne Nachqualifizierung und KI-Kompetenz drohen viele PĂ€dagogen den Anschluss zu verlieren.

HeilpÀdagogik: 163 Ungelernte im Kanton Schwyz

Besonders drastisch zeigt sich der Mangel in der Sonder- und HeilpĂ€dagogik. Im Kanton Schwyz arbeiteten Anfang 2026 insgesamt 163 Personen ohne entsprechende Ausbildung als HeilpĂ€dagogen. Der Kantonsrat reagierte Ende Juni 2026 und ĂŒberwies ein Postulat zur Förderung der Weiterbildung.

Die Regierung will die UnterstĂŒtzung primĂ€r auf bereits ausgebildete LehrkrĂ€fte konzentrieren. Die RealitĂ€t sieht anders aus: Drei Viertel der Teilnehmer an Weiterbildungsprogrammen sind ĂŒber 30 Jahre alt. Der Trend zur spĂ€teren Spezialisierung ist unĂŒbersehbar.

Auch im Ruhrgebiet tut sich was. Das Lehramtsstipendium Ruhr fördert derzeit 210 Studierende. Ende Juni 2026 startete ein neuer Jahrgang mit 70 Stipendiaten. Finanziert wird die Initiative unter anderem von der RAG-Stiftung mit ĂŒber 3 Millionen Euro. Das Programm soll im kommenden Jahr um weitere 70 PlĂ€tze wachsen.

KI im Klassenzimmer: Alle nutzen es, kaum einer kann es

Die Diskrepanz zwischen Nutzung und Ausbildung ist eklatant. Laut dem Microsoft AI in Education Report greifen bereits 92 Prozent der SchĂŒler und Bildungsexperten auf KI zurĂŒck, bei den LehrkrĂ€ften sind es 88 Prozent. Doch 53 Prozent der PĂ€dagogen und 77 Prozent der SchĂŒler haben nie eine formale Schulung erhalten.

Immerhin 58 Prozent der Schulen befinden sich in der EinfĂŒhrungs- oder Ausbauphase von KI-Infrastrukturen. Gleichzeitig Ă€ußern 42 Prozent der LehrkrĂ€fte Bedenken zur akademischen IntegritĂ€t. FĂŒr das dritte Quartal 2026 sind neue Lernagenten und digitale NotizbĂŒcher angekĂŒndigt.

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WĂ€hrend KI-Infrastrukturen an Schulen wachsen, fehlt vielen PĂ€dagogen noch das praktische Wissen fĂŒr die Anwendung im Alltag. Dieser kostenlose PDF-Report liefert einfache Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitungen und fertige Prompts, um KI-Tools ohne Vorkenntnisse effektiv zu nutzen. Urlaub planen, Sprachen lernen, Zeit sparen: So erledigt ChatGPT Ihre Alltagsaufgaben in Sekunden

Fachleute betonen: Entscheidend sind KI-Kompetenz und prĂ€zise Prompts. Nur so bleibt die Technologie ein Werkzeug fĂŒr KreativitĂ€t, ohne das eigenstĂ€ndige Denken zu ersetzen.

Lehre als Karrierefaktor: Was die Teaching Cultures Survey 2025 zeigt

Die Lehrkultur wird an Hochschulen zum entscheidenden Karrierefaktor. Die Studie „Teaching Cultures Survey 2025" unter Leitung von Dr. Ruth Graham befragte 12.071 Wissenschaftler von 17 UniversitĂ€ten. Ergebnis: FĂŒnf Hebel sind entscheidend – engagierte FĂŒhrung, strukturierte MitarbeitergesprĂ€che, klare Bewertungskriterien, gezielte EntwicklungsansĂ€tze und die VerknĂŒpfung von Lehre und Forschung.

FĂŒr den Weg nach draußen gibt es spezielle Programme. Die Leibniz UniversitĂ€t Hannover startet am 6. November 2026 einen neuen Durchgang von „Promotion plus+". Bewerbungsschluss ist der 15. August 2026. Das Programm bereitet in mehreren Gruppen auf Karrieren außerhalb der UniversitĂ€t vor.

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Die klassische akademische Lehre bleibt aber stabil. Die UniversitĂ€t Hamburg sucht etwa wissenschaftliche Mitarbeiter fĂŒr Internationale Beziehungen ab Oktober 2026.

Zertifikate und GehÀlter: Was Weiterbildung kostet

Die Weiterbildungslandschaft wird immer feiner gestaffelt. Die Formate im Überblick:

  • Certificate of Advanced Studies (CAS): 10 ECTS-Punkte, 5.000 bis 12.000 CHF, Dauer bis zu einem Jahr
  • Diploma of Advanced Studies (DAS): 30 ECTS-Punkte, 15.000 bis 30.000 CHF
  • Master of Advanced Studies (MAS): 60 ECTS-Punkte, 20.000 bis 30.000 CHF
  • MBA/EMBA: 30.000 bis 80.000 CHF

FĂŒrs Netzwerken empfehlen Experten weiterhin PrĂ€senzunterricht. Ein Blick auf den Arbeitsmarkt in Passau zeigt: Bei 71 offenen Stellen im Bildungssektor liegt das Durchschnittsgehalt bei 3.819 Euro im Monat. Spezialisierte Rollen wie Digital Consultants können deutlich mehr verdienen.

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