KI-Nutzung, Studium

KI-Nutzung Studium: 46,5 Prozent nutzen tÀglich Tools

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 01:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studierende nutzen KI immer hÀufiger, wÀhrend analoge Lerntechniken ein Comeback feiern. Ein Drittel der BeschÀftigten leidet unter Erwartungsdruck durch stÀndige Erreichbarkeit.

KI-Boom und analoge Methoden gegen digitalen Stress
Moderner, aufgerĂ€umter Arbeitsplatz mit einem Laptop, der Datenvisualisierungen zeigt, in heller, konzentrierter AtmosphĂ€re. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die digitale Arbeitswelt fordert unsere Aufmerksamkeit immer stĂ€rker – Unternehmen und Bildungseinrichtungen suchen fieberhaft nach Lösungen.

Immer mehr Menschen greifen zu technologischen Hilfsmitteln und kognitiven Trainingsmethoden, um der Informationsflut und dem damit verbundenen Stress entgegenzuwirken. Doch was hilft wirklich?

KI als ProduktivitÀtsbooster

KĂŒnstliche Intelligenz hat sich zum zentralen Werkzeug fĂŒr die individuelle ProduktivitĂ€t entwickelt. Eine Befragung des CHE Centrums fĂŒr Hochschulentwicklung fĂŒr das Wintersemester 2025/26 zeigt: Bereits 46,5 Prozent der Studierenden nutzen tĂ€glich KI-Tools – eine Verdopplung gegenĂŒber dem Vorjahr (knapp 25 Prozent). In der Wirtschaftsinformatik liegt die wöchentliche Nutzungsrate sogar bei ĂŒber 90 Prozent.

Auch im Berufsleben gewinnen KI-Assistenten an Bedeutung. Im Juli 2026 startete eine Plattform, die Koordinationsaufgaben ĂŒbernimmt. Branchenexperten zufolge beanspruchen solche TĂ€tigkeiten rund 37 Prozent der FĂŒhrungszeit. Die Systeme integrieren sich in bestehende Software und verfolgen Aufgaben sowie Status-Updates automatisch.

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Eine Sonderumfrage des Ifo-Instituts bestĂ€tigt den Trend: Über die HĂ€lfte der SoloselbststĂ€ndigen setzt 2026 auf KI – vor allem fĂŒr Recherche und Texterstellung.

Analog gegen den digitalen Tunnel

Doch nicht nur Technologie hilft. Methoden, die Konzentration durch aktives Training oder bewusste Vereinfachung fördern, erleben ein Comeback.

Eine Analyse von Nutzerdaten des Biofeedback-Systems Muse (Altersspanne: 31 bis 83 Jahre) zeigt: Die RegelmĂ€ĂŸigkeit des Gehirntrainings ist entscheidend. Ältere Nutzer mit konsequentem Training erzielten bei Aufmerksamkeitstests teilweise bessere Ergebnisse als jĂŒngere Personen mit unregelmĂ€ĂŸigen Einheiten.

Auch in der Lehre kehren klassische Methoden zurĂŒck. Holger von Jouanne-Diedrich von der TH Aschaffenburg berichtet von positiven Effekten handgeschriebener Zusammenfassungen. Das Erstellen analoger Hilfsmittel fĂŒr PrĂŒfungen fördere den Lerneffekt und die Fokussierung schon vor der eigentlichen PrĂŒfung.

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Digitaler Stress: Die Schattenseite der Vernetzung

Die stĂ€ndige technologische VerfĂŒgbarkeit hat eine Kehrseite. Laut einer Untersuchung der IU Internationalen Hochschule vom Januar 2026 fĂŒhlen sich 33 Prozent der BeschĂ€ftigten verpflichtet, auch außerhalb der Arbeitszeit erreichbar zu sein. Rund die HĂ€lfte verspĂŒrt hohen Erwartungsdruck, zeitnah auf Nachrichten zu reagieren. Bei einem Drittel fĂŒhrt das zu emotionaler Erschöpfung oder Schlafproblemen.

Experten des TÜV Rheinland und Krankenkassen warnen: Der FachkrĂ€ftemangel verschĂ€rft diese Belastung durch Arbeitsverdichtung. Als Gegenmaßnahmen empfehlen sie gesundheitsbewusste FĂŒhrungsstile, klare Erreichbarkeitserwartungen und die systematische Erfassung psychischer Belastung in GefĂ€hrdungsbeurteilungen.

Schulungen im Wandel: Kurz, hÀufig, alltagsnah

Die sinkende Konzentrationsspanne – Experten fĂŒhren sie unter anderem auf Kurzvideo-Plattformen zurĂŒck – erfordert neue Schulungskonzepte. CISO-Beraterin Anna Collard plĂ€diert fĂŒr kontextualisiertes „Just-in-Time“-Training. Statt umfangreicher jĂ€hrlicher Schulungen seien kurze, hĂ€ufige Lerneinheiten mit direktem Alltagsbezug wirksamer. Das schule die Aufmerksamkeit und erhöhe etwa die SensibilitĂ€t fĂŒr Sicherheitsrisiken wie Social Engineering.

Zur Überwindung spezifischer Barrieren am Arbeitsplatz kommen zudem spezialisierte KI-Coaches zum Einsatz. In Pflege und Logistik ermöglichen Tools mit KI-Avataren Rollenspiele und bauen Sprachbarrieren ab. Das ist vor dem Hintergrund einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) relevant: Sprachbarrieren kosten die deutsche Wirtschaft jĂ€hrlich erhebliche Summen und erschweren die Integration dringend benötigter FachkrĂ€fte.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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