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KI ohne Code: Legal PA entwickelt Vertragsanalyse-Tool mit Copilot

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 11:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Joanne Bevan entwickelte mit Microsoft 365 Copilot und SharePoint eine KI-Lösung für Leasingverträge und gewann damit den internen Innovationswettbewerb von Shoosmiths.

Legal-Sekretärin ohne Code-Kenntnisse baut KI-Tool für Anwaltskanzlei
Eine Frau arbeitet konzentriert an einem Laptop in einem modernen, lichtdurchfluteten Büro einer Anwaltskanzlei. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ohne jemals eine Programmiersprache gelernt zu haben, hat Joanne Bevan, ehemalige Legal PA bei der britischen Kanzlei Shoosmiths, ein KI-Werkzeug entwickelt, das Anwälten das Auslesen von Informationen aus Leasingverträgen erleichtert. Für ihre Eigenentwicklung gewann sie einen internen Wettbewerb der Kanzlei, bei dem als Preis wahlweise ein Auto oder eine Anzahlung für ein Haus zur Verfügung stand.

Kein Code, aber praktischer Nutzen

Bevan setzte für ihr Tool ausschließlich auf bereits vorhandene Standardsoftware: Microsoft 365 Copilot in Kombination mit SharePoint. Statt eigenen Programmcode zu schreiben, verknüpfte sie bestehende Funktionen der Plattformen so, dass sich relevante Angaben aus Leasingverträgen automatisiert abrufen lassen – eine Aufgabe, die in Kanzleien traditionell mit erheblichem manuellem Aufwand verbunden ist.

Der Wettbewerb, den Bevan für sich entschied, war offenbar als interner Anreiz konzipiert, um Mitarbeitende ohne technischen Hintergrund zur Entwicklung praxisnaher KI-Lösungen zu motivieren. Dass ausgerechnet eine Position ohne klassische IT- oder Entwicklerrolle mit einem selbst gebauten Tool überzeugte, unterstreicht, wie stark sich die Einstiegshürden für KI-gestützte Automatisierung in den vergangenen Jahren verändert haben.

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Zugänglichkeit als zentrales Signal

Der Fall wird als Beispiel dafür angeführt, wie zugänglich KI-Innovation mittlerweile auch für Beschäftigte ohne Programmierkenntnisse geworden ist. Wo früher spezialisierte Entwicklerteams nötig waren, um Abläufe in der Rechtsbranche zu automatisieren, genügen inzwischen in bestimmten Fällen bereits vorhandene Unternehmenswerkzeuge wie Microsoft 365 Copilot und SharePoint, um spürbare Effizienzgewinne zu erzielen.

Für die Rechtsbranche, in der repetitive Aufgaben wie das Durchsuchen und Auswerten von Vertragsdokumenten traditionell viel Zeit binden, deutet der Vorgang auf ein wachsendes Potenzial hin: Mitarbeitende außerhalb klassischer IT-Abteilungen könnten künftig verstärkt eigene, kleinteilige KI-Lösungen für ihren Arbeitsalltag entwickeln, ohne auf zentrale Entwicklungsressourcen angewiesen zu sein. Der Wettbewerb bei Shoosmiths liefert dafür ein konkretes Beispiel aus der Praxis.

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