KI-Phishing, Angriffe

KI-Phishing: 86 Prozent der Angriffe nutzen künstliche Intelligenz

23.06.2026 - 23:36:02 | boerse-global.de

EU-Parlament einigt sich auf digitalen Euro mit Offline-Funktion. Banken rüsten auf, während KI-gesteuerte Cyberangriffe zunehmen.

Digitaler Euro: EU-Parlament ebnet Weg für Bargeld-Ersatz
KI-Phishing - A glowing, stylized digital euro symbol over a blurred modern bank lobby, representing digital banking and financial innovation. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

EU-Parlament: Digitale Währung als Bargeld-Ersatz

Der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments (ECON) hat sich am heutigen Dienstag auf eine Position zur Einführung des digitalen Euro geeinigt. Das geplante digitale Zahlungsmittel soll als vollwertiger Ersatz für Bargeld fungieren – inklusive Offline-Nutzung ohne Internetverbindung und hoher Anonymitätsstandards.

Die Kernpunkte des Vorschlags: Privatpersonen sollen künftig zwischen 500 und 1.000 Euro digital halten können, eine Grenze, die alle zwei Jahre überprüft wird. Unternehmen dürfen den digitalen Euro maximal 24 Stunden besitzen. Verzinst wird die digitale Währung nicht, für Verbraucher bleibt sie gebührenfrei. Nach einer zweijährigen Einführungsphase könnte der offizielle Start Anfang 2029 erfolgen.

Anzeige

Während die EU den digitalen Euro vorbereitet, wächst bei vielen Sparern die Sorge vor gläsernen Konten und staatlicher Kontrolle. Dieser kostenlose Report enthüllt die Pläne hinter dem EU-Vermögensregister und liefert einen konkreten 5-Schritte-Plan zum Schutz Ihres Ersparten. Was Brüssel über Ihr Vermögen wissen will – und wie Sie sich schützen können

Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), betonte am heutigen Dienstag die Notwendigkeit, den digitalen Euro in bestehende Systeme wie Girocard und Sepa-Sofortüberweisungen zu integrieren. Er unterstütze zwar das Ziel europäischer Souveränität, warnte jedoch vor Schäden für etablierte Zahlungsverfahren.

Banken rüsten auf: Digitale Wallets und integrierte Plattformen

Während die Politik den Rahmen absteckt, treiben die Geldhäuser die Digitalisierung mit Hochdruck voran. Gleich mehrere Institute kündigten in dieser Woche umfassende Modernisierungen an.

Die belgische KBC bringt im Sommer 2026 die „Kate Wallet" auf den Markt. Die in der KBC-Mobile-App integrierte digitale Brieftasche unterstützt kontaktloses Bezahlen und eine Multi-Währungsfunktion für bis zu 29 Fremdwährungen mit Echtzeit-Wechselkursen. Parallel dazu hat die Bank eine eigene Abteilung für digitale Vermögenswerte geschaffen.

In den USA schloss PNC Bank am Montag die Übernahme von rund 780.000 FirstBank-Kunden in Colorado und Arizona ab – ein weiterer Schritt zur Konsolidierung digitaler Bankdienstleistungen.

Ajman Bank startete am Dienstag eine neue digitale Firmenwebsite mit verbesserten Funktionen für Privat-, Mittelstands- und Firmenkunden. OM Bank wiederum brachte am Montag eine Plattform auf den Markt, die Banking, Versicherungen, Sparen und Investments für jüngere Zielgruppen bündelt – inklusive Sofortausstellung virtueller Karten bei Kontoeröffnung.

Cyber-Bedrohung wächst: KI-gesteuerte Angriffe auf dem Vormarsch

Die rasante Digitalisierung hat jedoch eine Schattenseite: die zunehmende Bedrohung durch Cyberkriminalität. Aktuelle Berichte vom Montag zeigen, dass 86 Prozent aller Phishing-Angriffe mittlerweile künstliche Intelligenz nutzen. Die Erfolgsquote dieser KI-gestützten Angriffe liegt bei alarmierenden 54 Prozent – im Vergleich zu nur 12 Prozent bei herkömmlichen Methoden. Die weltweiten Schäden durch solche Aktivitäten beliefen sich 2024 auf rund 850 Milliarden Euro.

Anzeige

Ob Online-Banking oder digitale Wallets – auf keinem anderen Gerät speichern wir so viele sensible Finanzdaten wie auf dem Smartphone. Dieser gratis PDF-Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, mit denen Sie Ihr Android-Gerät sofort wirksam gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern. So sichern Sie Ihr Android-Smartphone in wenigen Minuten gegen Hacker ab – kostenlos

Besonders betroffen: ältere Menschen. In Deutschland meldeten Mitte Juni mehrere Bürger massive Verluste durch digitalen Bankbetrug. Ein 66-Jähriger aus Gera verlor 70.000 Euro, ein 92-Jähriger aus Wuppertal einen sechsstelligen Betrag.

Banken und Polizei schlagen Alarm

Die Sparkasse Vorderpfalz und die Polizei in Altrip veranstalten am Donnerstag eine gemeinsame Informationsveranstaltung für Senioren. Ziel: Aufklärung über gängige Betrugsmaschen wie Phishing und sogenannte „Schockanrufe".

Google reagiert ebenfalls: Der Konzern führt für Android-Geräte eine „Fake Call Detection"-Funktion ein, die potenzielle Betrugsanrufe identifizieren soll.

Rechtsexperten weisen darauf hin, dass Banken bei unautorisierten Zahlungen grundsätzlich haften – es sei denn, dem Kunden kann grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden. Ein schwacher Trost für die Betroffenen, deren Ersparnisse oft unwiederbringlich verloren sind.

de | wissenschaft | 69614149 |