KI-Robotik-Förderung: Projektskizzen noch bis 22. Juli einreichbar
27.06.2026 - 22:34:08 | boerse-global.de
Gleichzeitig fordern Hochschulen Milliarden für europäische Forschungsprogramme.
Talente aus aller Welt
Die Attraktivität des Forschungsstandorts Deutschland wächst. Laut einem aktuellen Regierungsbericht stieg die Zahl ausländischer Wissenschaftler an außeruniversitären Einrichtungen von 5.619 im Jahr 2008 auf 16.625 im Jahr 2022. Das ist eine Verdreifachung.
Um diesen Trend zu verstetigen, startet die „Global Mind Initiative Germany“. Sie soll gezielt internationale Spitzenforscher nach Deutschland locken. Die Initiative ist Teil einer neuen Strategie, die der Bundestag bereits im Januar 2026 debattierte.
Geopolitische Neuausrichtung
Die internationale Zusammenarbeit unterliegt einem fundamentalen Wandel. Als Reaktion auf den Ukraine-Krieg fror Deutschland alle Forschungskooperationen mit Russland ein. Im Umgang mit China gilt seit Juli 2023 die China-Strategie: Peking ist zugleich Partner, Wettbewerber und systemischer Rivale.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte am 25. Juni 2026 vor Humboldt-Stipendiaten in Berlin die Rolle der Wissenschaftsdiplomatie. Sie könne Brücken bauen, wo andere Kanäle blockiert seien. Steinmeier warnte vor nationaler Abschottung und hob die Freiheit der Wissenschaft als unverzichtbare Grundlage hervor.
Milliarden für Europas Forschung
Auf europäischer Ebene wächst der Druck auf die Finanzplanung ab 2028. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) forderte gemeinsam mit Verbänden aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Polen und Spanien eine deutliche Aufstockung der EU-Mittel.
HRK-Präsident Walter Rosenthal betont: Die EU müsse ihre Innovationskraft massiv stärken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Verbände unterstützen die Forderung des EU-Parlaments nach 220 Milliarden Euro für das nächste Forschungsrahmenprogramm (FP10). Für das Mobilitätsprogramm Erasmus+ sind 60 Milliarden Euro im Gespräch. Ein zentraler Punkt: die langfristige Absicherung Europäischer Hochschulallianzen.
Die verstärkte Förderung von KI-Systemen in der Forschung bringt auch komplexe rechtliche Anforderungen durch den EU AI Act mit sich. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle neuen Pflichten, Fristen und Risikoklassen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
KI und Robotik: Förderung bis Juli
Konkret wird die Strategie durch spezifische Förderprogramme. Ein Schwerpunkt liegt auf Künstlicher Intelligenz und Robotik. Gemeinsam mit Japan und europäischen Partnern startete ein Programm für KI-gestützte Robotik. Forschungseinrichtungen können bis zu 180.000 Euro pro Projekt erhalten. Projektskizzen sind noch bis zum 22. Juli 2026 einreichbar.
Weitere aktuelle Förderungen betreffen:
- Die FOREST-Partnerschaft (Laufzeit bis Juni 2031)
- M-ERA.NET III für Batteriematerialien (bis Mitte 2027)
- Transatlantische Zusammenarbeit über die Trans-Atlantic Platform
- ZIM-Kooperationen mit Frankreich, Taiwan, Schweden und Vietnam
Wer im Rahmen internationaler Förderprogramme KI-Systeme entwickelt oder einsetzt, muss die neuen gesetzlichen Regeln der EU-KI-Verordnung zwingend beachten. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche Systeme als Hochrisiko gelten und was Unternehmen jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act sichern
Duale Ausbildung als Exportschlager
Neben der Spitzenforschung rückt auch die berufliche Bildung in den Fokus. Eine Analyse vom Juni 2026 zeigt: Mit deutscher Unterstützung haben sich duale Ausbildungsstrukturen in Costa Rica etabliert. Experten prüfen nun die langfristige Nachhaltigkeit solcher Transferprojekte.
Auch mit afrikanischen Staaten läuft die Zusammenarbeit. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg etwa arbeitet mit Partnern in Ghana und Kenia zusammen. Ziel ist es, Bildungsstandards global zu harmonisieren und gemeinsame Forschungsinteressen zu verfolgen.
