Kimi Work: Moonshot AI startet Desktop-Agent mit 300er-Schwarm
13.06.2026 - 01:13:22 | boerse-global.de
Moonshot AI bringt mit Kimi Work einen intelligenten Desktop-Assistenten für Wissensarbeiter – und fordert damit die Konkurrenz heraus.
Der chinesische KI-Entwickler Moonshot AI hat am heutigen Samstag seine neue Desktop-Software Kimi Work vorgestellt. Das Tool richtet sich an Berufstätige, die täglich mit komplexen Arbeitsabläufen kämpfen. Verfügbar für macOS und Windows, vereint die Anwendung autonome Browsersteuerung, lokale Dateiverwaltung und ein massives Parallelverarbeitungssystem, das hunderte von Unter-Agenten koordinieren kann.
Technische Basis: Ein Modell mit einer Billion Parametern
Anzeige: Sie möchten wissen, wie Sie den 300er-Agent-Schwarm von Kimi Work für Ihre täglichen Abläufe nutzen? Dieser Leitfaden zeigt Ihnen in drei Schritten, wie Sie Ihre erste Automatisierung aufsetzen – inklusive Aufgaben-Checkliste und Sicherheitstipps. Praxis-Leitfaden jetzt kostenlos anfordern
Im Herzen von Kimi Work arbeitet das Modell Kimi K2.6 – eine Mixture-of-Experts-Architektur, die bereits am 20. April 2026 veröffentlicht wurde. Das System umfasst rund eine Billion Parameter, von denen während der Verarbeitung 32 Milliarden aktiv sind. Ein Kontextfenster von 256.000 Tokens sorgt dafür, dass auch umfangreiche Dokumente und lange Gesprächsverläufe verarbeitet werden können.
Das Herzstück der Software nennt sich „Agent Swarm“ – ein Schwarm intelligenter Einheiten. Bis zu 300 Unter-Agenten lassen sich gleichzeitig starten. Sie zerlegen komplexe Arbeitsabläufe in kleinere Aufgaben und führen Sequenzen von bis zu 4.000 koordinierten Schritten aus.
Bei einer Vorführung dieser Fähigkeit setzte Moonshot AI den Schwarm ein, um die Ergebnisse aller 104 Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 vorherzusagen. Das Ergebnis: Deutschland wurde als potenzieller Sieger identifiziert.
Sicherheit und lokale Kontrolle
Ein entscheidender Punkt für Unternehmen: Der Agent arbeitet beim Dateizugriff und bei der Python-Ausführung lokal. Die eigentliche Modell-Inferenz des K2.6 kann jedoch über Cloud-APIs laufen. Eine Funktion namens „Ask before acting“ verlangt vor wichtigen System- oder Browseraktionen die ausdrückliche Bestätigung durch den Nutzer.
Integrierte Werkzeuge fĂĽr den Arbeitsalltag
Kimi Work bringt mehrere spezialisierte Module mit:
- WebBridge: Ein autonomer Browser-Agent, der ĂĽber das Chrome DevTools Protocol (CDP) direkt auf Webseiten zugreift.
- Cron-Engine: Ein rund um die Uhr laufender Planer fĂĽr wiederkehrende Aufgaben und langlaufende Prozesse.
- Finanzintegration: Nativer Zugriff auf Marktdaten für chinesische A-Aktien, Hongkong-Aktien und US-Aktien – ohne externe APIs.
- Office-Generierung: Automatische Erstellung formatierter PowerPoint-Präsentationen und Excel-Tabellen auf Basis verarbeiteter Daten.
Neues Codemodell: K2.7-Code
Parallel zum Desktop-Agenten veröffentlichte Moonshot AI heute auch Kimi K2.7-Code – ein quelloffenes Codierungsmodell unter einer modifizierten MIT-Lizenz. In internen Benchmarks zeigt es deutliche Verbesserungen gegenüber K2.6: 21,8 Prozent mehr Leistung auf dem Kimi Code Bench v2 und 31,5 Prozent auf dem MLS Bench Lite.
Preise: Von 19 bis 199 Euro im Monat
Moonshot AI hat Kimi Work in vier Abonnement-Stufen unterteilt, die sich nach der Intensität des Agent-Swarms richten:
- Moderato: 19 Euro pro Monat
- Allegretto: 39 Euro pro Monat – eingeschränkte Schwarm-Funktionen
- Allegro: 99 Euro pro Monat – volle 300-Agenten-Fähigkeit
- Vivace: 199 Euro pro Monat – maximale Schwarm-Konfiguration
Anzeige: Wiederkehrende Aufgaben fressen wertvolle Zeit? Mit dem Agent-Schwarm von Kimi Work lassen sich bis zu 300 Unter-Agenten parallel starten. Der Leitfaden erklärt, wie Sie komplexe Workflows in automatische Sequenzen zerlegen – und das ohne Cloud-Abhängigkeit. Automatisierungs-Guide jetzt sichern
Milliardenschwere Expansion
Der Launch folgt auf eine Phase rasanten Wachstums. Lag die Bewertung von Moonshot AI Ende 2025 noch bei 4,3 Milliarden Dollar, stieg sie im Mai 2026 auf 20 Milliarden Dollar. Branchenberichten zufolge sucht das Unternehmen derzeit weitere zwei Milliarden Dollar, um eine Bewertung von 30 Milliarden Dollar zu erreichen.
Mit Kimi Work tritt Moonshot AI in direkte Konkurrenz zu anderen fortschrittlichen Denk- und Agentensystemen. Erst gestern hatte Perplexity seine Deep-Research-Funktionen aktualisiert – mit einem System, das Forschungsaufgaben auf mehr als 20 verschiedene Spitzenmodelle verteilt.
