Kiwi, Verstopfung

Kiwi gegen Verstopfung: UCLA-Studie belegt 92% Erfolg in zehn Tagen

22.06.2026 - 09:39:41 | boerse-global.de

Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Zwei Gold-Kiwis täglich steigern bei 92 Prozent der Teilnehmer die Darmregelmäßigkeit innerhalb von zehn Tagen.

UCLA-Studie: Gold-Kiwis verbessern Darmgesundheit deutlich
Kiwi - Eine Stillleben-Anordnung von frischen Kiwis, Birnen, Äpfeln, Papayas und Drachenfrüchten auf einer Holzoberfläche. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Studie der UCLA – und Gastroenterologen bestätigen den Effekt.

Kiwi schlägt Pflaumensaft

Der Gastroenterologe Dr. Saurabh Sethi empfiehlt Kiwis als effektives Mittel gegen Verstopfung. Zwei Früchte liefern rund vier Gramm Ballaststoffe und reduzieren zudem Blähungen. Besonders die Gold-Kiwi scheint zu wirken: Ein Exemplar enthält bis zu sieben Gramm Ballaststoffe.

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In einer UCLA-Studie verbesserten 92 Prozent der Patienten mit Gold-Kiwi ihre Darmregelmäßigkeit innerhalb von zehn Tagen. In der Vergleichsgruppe mit Pflaumensaft waren es nur 48 Prozent.

Was Birnen und Äpfel können

Eine mittelgroße Birne liefert rund sechs Gramm Ballaststoffe. Hinzu kommt Sorbit – ein Zuckeralkohol, der Wasser im Darm bindet und den Stuhl aufweicht. Äpfel enthalten etwa vier Gramm Ballaststoffe, vor allem Pektin. Dieser lösliche Ballaststoff unterstützt die Verdauung.

Die Papaya bringt Enzyme mit, die gemeinsam mit den Ballaststoffen den Verdauungsprozess beschleunigen. Auch die Drachenfrucht wird wegen ihres hohen Ballaststoff- und Vitamin-C-Gehalts empfohlen.

Pflaumen bleiben bewährt

Die Proktologin Dr. Carmen Fong bezeichnet Pflaumen als natürliches Abführmittel. Die Wirkung beruht auf der Kombination von Fasern und spezifischen Inhaltsstoffen.

Bei Bananen kommt es auf den Reifegrad an. Reife Bananen helfen bei Verstopfung und Blähungen. Grüne, unreife Bananen sind für diesen Zweck ungeeignet.

Professor Hiroyuki Kobayashi von der Juntendo-Universität unterscheidet zwischen wasserlöslichen Ballaststoffen (etwa in Okra oder Süßkartoffeln), die den Stuhl weich halten, und unlöslichen Fasern, die die Darmbewegung anregen.

Vorsicht bei Babys und Reizdarm

Für Säuglinge gelten spezielle Regeln. Die AWMF S3-Leitlinie von 2022 empfiehlt den Beikoststart frühestens ab dem fünften Monat. Leicht verdauliche Obstsorten für den Getreide-Obst-Brei sind Äpfel, Birnen, Nektarinen, Pfirsiche und Pflaumen. Schwerer verdauliche Sorten wie Zitrusfrüchte, Beeren oder Kiwis sollten später eingeführt werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät, Tiefkühlbeeren vor dem Verzehr durchzukochen.

Bei Reizdarmpatienten ist Vorsicht geboten. Die Low-FODMAP-Diät der Monash University lindert bei vielen Betroffenen Symptome wie Blähungen. Doch bei etwa jedem fünften Patienten verschlimmern Ballaststoffe die Beschwerden zunächst. Empfohlen wird eine schrittweise Wiedereinführung verträglicher Sorten wie Kiwi oder Erdbeeren.

Mehr als nur Obst

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Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Sauerkraut oder Kefir stärken durch Probiotika die Darmflora. Bei Blähungen oder Sodbrennen hilft traditionell geröstetes Reiswasser – es adsorbiert Gase und Toxine physikalisch.

Das King’s College London wies im Juni 2022 nach: Eine ballaststoffreiche Ernährung fördert nicht nur die Verdauung. In Kombination mit anderen Maßnahmen hat sie positive Effekte auf Blutdruck und Fettabbau.

Bei chronischen Beschwerden oder Verdacht auf Fruktosemalabsorption empfehlen Experten eine ärztliche Abklärung mittels H2-Atemtest oder Gentest.

de | wissenschaft | 69601191 |