Knieschmerzen: 17,3% der Frauen leiden – pflanzliche Helfer im Test
08.06.2026 - 02:49:45 | boerse-global.de
Das zeigt die aktuelle DEGS-Studie. Chronische Beschwerden am Bewegungsapparat gehören damit zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen in Deutschland.
Ob Knie, Schulter oder Finger – wenn Gelenkschmerzen den Alltag bestimmen, suchen viele Betroffene nach einer schnellen, natürlichen Lösung ohne Nebenwirkungen. In diesem kostenlosen Guide zeigt eine Schmerzexpertin, wie Sie mit einem einfachen 3-Finger-Trick aus der Akupressur gezielt für Entlastung sorgen können. 101 Druckpunkte gegen Arthrose-Schmerzen jetzt kostenlos entdecken
Während die Schulmedizin oft auf MRT und Operationen setzt, gewinnen pflanzliche Heilmittel und ganzheitliche Konzepte an Bedeutung. Die Palette reicht von Kurkuma bis zur ayurvedischen Basti-Therapie.
Warum Gelenke schmerzen
Die Ursachen sind vielfältig. Degenerative Prozesse wie Arthrose führen zu fortschreitendem Knorpelabbau. Hinzu kommen Fehlbelastungen, Überlastung und Übergewicht. Bei Rückenschmerzen spielen Muskelverspannungen und Fehlhaltungen eine zentrale Rolle.
Chronische Schmerzzustände können über die lokale Beeinträchtigung hinausgehen. Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang mit Bluthochdruck hin. Warnsignale wie Fieber oder Schüttelfrost in Kombination mit Schmerzen gelten als dringender Grund für eine ärztliche Abklärung.
Pflanzliche Helfer im Test
Viele Heilpflanzen wirken entzündungshemmend oder durchblutungsfördernd. Kurkuma – oft mit schwarzem Pfeffer kombiniert – soll Entzündungen bei Arthrose lindern. Auch Ingwer findet Anwendung bei Knochenleiden wie Osteoporose.
Äußerlich kommt Beinwell als Salbe zum Einsatz. Traditionelle Mittel umfassen Ringelblumen-Tinkturen, Kohlblätter-Umschläge oder Meerrettich-Honig-Auflagen. Rosskastanie wird bei rheumatischen Beschwerden genutzt.
Die Universität Würzburg kürte bereits 2013 die Große Kapuzinerkresse zur Arzneipflanze des Jahres. Sie enthält antibiotisch wirkende Senföle. Zur Stärkung der Knochensubstanz setzt die Naturheilkunde auf Mohn oder Ackerschachtelhalm als Kalziumquelle.
Bewegung statt Schonung
Moderne Konzepte wie die Beka-Methode kombinieren Ernährung, Bewegung und Stressmanagement. Eine Omega-3-reiche Kost mit viel Obst und Gemüse soll degenerative Gelenkerkrankungen positiv beeinflussen. Ergänzend kommen Nährstoffe wie Glucosamin, Chondroitin, Vitamin D und MSM zum Einsatz.
Neben der richtigen Ernährung ist gezielte Bewegung der wichtigste Faktor, um Muskelschwund zu stoppen und die Gelenke stabil zu halten. Dieser Ratgeber eines renommierten Orthopäden stellt 6 einfache Übungen vor, die Sie ohne Fitnessstudio bequem zuhause durchführen können. Kostenlosen PDF-Ratgeber für Heimtraining ab 50 anfordern
Bei akuten Beschwerden gilt die PECH-Regel: Pause, Eis, Compression, Hochlagern. Langfristig empfehlen Ärzte moderate Bewegung. Schwimmen, Radfahren oder Yoga schonen die Gelenke und fördern die Beweglichkeit.
Im Ayurveda hilft die Basti-Therapie gegen Gelenksteifheit und Rückenschmerzen. Dabei handelt es sich um medikamentöse Einläufe unter ärztlicher Aufsicht, die Vata-Störungen regulieren sollen.
Krankenkassen zahlen mit
Die Akzeptanz von Naturheilverfahren wächst. Die AOK Sachsen-Anhalt erstattet seit April 2015 anteilig Kosten für Phytotherapie, Akupunktur oder Hydrotherapie – allerdings nur bei Ärzten mit entsprechender Zusatzqualifikation. Der jährliche Zuschuss ist auf Festbeträge begrenzt.
International zeigt sich ein klarer Trend zur Integration traditioneller Medizin. Das vietnamesische Gesundheitsministerium schlug im Juni vor, die Liste erstattungsfähiger traditioneller Arzneimittel deutlich zu erweitern. 2024 machten diese nur 5,42 Prozent der Arzneimittelkosten aus. Die Regierung strebt bis 2025 einen Anteil von 20 Prozent an, bis 2030 sogar 30 Prozent. Ziel ist der verstärkte Einsatz in Prävention und Rehabilitation.
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