Koffein, Milligramm

Koffein: 400 Milligramm täglich unbedenklich, drei Tassen schützen vor Parkinson

24.06.2026 - 01:01:44 | boerse-global.de

Moderater Kaffeegenuss senkt Risiken für Parkinson und Diabetes. Deutsche trinken immer mehr, Politik streitet über Energy-Drinks.

Kaffee-Konsum: Gesundheitsvorteile und aktuelle Trends
Koffein - Eine dampfende Tasse Kaffee auf einem Holztisch, im Hintergrund unscharf wissenschaftliche Notizen und ein Stethoskop. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das entspricht etwa vier bis fünf Tassen Filterkaffee, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Schwangere sollten die Menge halbieren – maximal 200 Milligramm.

Kaffee senkt das Risiko für Parkinson und Diabetes

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Moderater Konsum von bis zu drei Tassen täglich schützt nachweislich vor Krankheiten. Studien zeigen positive Effekte auf Parkinson, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch Vorsicht: Ab 500 Milligramm Koffein drohen Vergiftungssymptome. Zwischen fünf und zehn Gramm gelten als lebensbedrohlich.

Vorsicht bei Medikamenten

Kaffee beeinflusst die Wirkung von Arzneimitteln. Polyphenole und Gerbstoffe können die Aufnahme von Wirkstoffen stören. Bei Schilddrüsenmedikamenten wie Levothyroxin und Bisphosphonaten empfehlen Experten eine Pause von 30 bis 60 Minuten. Für Eisenpräparate gilt: mindestens ein bis zwei Stunden Abstand.

Entwarnung beim Flüssigkeitshaushalt

Kaffee zählt zur täglichen Flüssigkeitsbilanz, bestätigt Chefarzt Jörg Latus vom RBK Stuttgart. Der alte Mythos, Kaffee entziehe dem Körper Wasser, ist widerlegt. Bei normaler Aktivität reichen 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit täglich – bei Sport bis zu sechs Liter.

Deutsche trinken immer mehr Kaffee

Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg 2020 um 1,5 Prozent auf 168 Liter jährlich. Während der Außer-Haus-Konsum um 30.000 Tonnen einbrach, legte der Heimkonsum um 38.000 Tonnen zu. Filterkaffee dominiert mit 50 Prozent Marktanteil, gefolgt von ganzen Bohnen (37 Prozent). Jeder dritte Haushalt besitzt einen Kaffeevollautomaten.

Politik streitet über Energy-Drinks

Die SPD fordert ein Verkaufsverbot von Energy-Drinks an Jugendliche unter 16 Jahren – die Union lehnt ab. In Lettland, Polen und Rumänien gilt ein Verbot bis 18, in Estland und Norwegen bis 16, in Tschechien bis 15 Jahren.

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Ernährungsleitlinien auf dem Prüfstand

Fachleute fordern eine Überarbeitung der Ernährungsempfehlungen. Ernährungswissenschaftler Sven-David Müller kritisiert die jahrelange Fokussierung auf fettarme Kost. Laut Harvard University habe die drastische Fettreduktion zugunsten raffinierter Kohlenhydrate das Risiko für Fettleber und Diabetes sogar erhöht.

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