Konsolen-Preisschock, Xbox

Konsolen-Preisschock: Xbox Series X kostet jetzt 750 Euro

Veröffentlicht: 04.07.2026 um 14:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft und Apple erhöhen Preise für Konsolen und Computer drastisch. Grund sind explodierende Speicherchipkosten und KI-bedingte Halbleiterengpässe.

Preisschock bei Xbox und Apple: Chippreise treiben Kosten
Nahaufnahme einer Xbox Series X vor unscharfen Elektronikkomponenten, die Technik und Kostensteigerung symbolisieren. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Microsoft und Apple haben am 2. Juli 2026 die Preise für ihre Konsolen und Computer deutlich angehoben – in einigen Fällen um bis zu 150 Euro. Grund sind explodierende Kosten für Speicherchips und anhaltende Engpässe bei Halbleitern, die zunehmend von der Künstlichen Intelligenz beansprucht werden.

Xbox-Konsolen: Bis zu 150 Euro teurer

Die neuen Preise für Microsofts Xbox-Reihe treten bis zum 1. August 2026 in Kraft. Die Xbox Series S mit 512 Gigabyte Speicher kostet künftig 499,99 Euro, die 1-Terabyte-Version schlägt mit 599 Euro zu Buche. Noch deutlicher fällt der Sprung bei der Xbox Series X aus: Die digitale Edition kostet 749,99 Euro, das Modell mit Laufwerk sogar 799,99 Euro. Die 2-Terabyte-Variante der Series X wurde komplett eingestellt.

Die Preiswelle rollt global. In SĂĽdkorea etwa steigen die Kosten fĂĽr die Nintendo Switch 2 ab September um 17 Prozent auf umgerechnet rund 491 Euro. Auch Sonys PlayStation 5 Pro erreicht dort inzwischen einen Preis von umgerechnet knapp 840 Euro.

Speicherpreise explodieren – Lieferketten unter Druck

Hinter den Preissprüngen steckt eine massive Verteuerung essenzieller Komponenten. Microsoft zufolge haben sich die Kosten für Speicher und Arbeitsspeicher bereits um das 2,5-Fache erhöht – und sollen bis Herbst 2027 noch einmal doppelt so teuer werden.

Die Marktdaten fĂĽr das erste Quartal 2026 zeichnen ein dramatisches Bild: Die Preise fĂĽr DRAM-Chips stiegen im Quartalsvergleich um 90 bis 95 Prozent. NAND-Flash-Speicher verteuert sich seit 18 Monaten ununterbrochen, allein im Juni um 8,72 Prozent. Der anhaltende Halbleitermangel, der vor allem durch die Verlagerung der Produktion auf KI-Chips verursacht wird, soll mindestens bis 2030 andauern.

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Verluste pro verkaufter Konsole – der digitale Wandel als Ausweg

Branchenberichten zufolge verliert Microsoft derzeit bis zu 200 Euro pro verkaufter Xbox Series X|S. Das klassische Geschäftsmodell – Hardware mit Verlust verkaufen, um über Spieleverkäufe Gewinne zu erzielen – gerät zunehmend unter Druck. Der Grund: Spiele wie Fortnite oder Roblox sind kostenlos spielbar und senken die durchschnittlichen Ausgaben der Nutzer nach dem Konsolenkauf drastisch.

Die Reaktion der Hersteller ist klar: Beide Konzerne drosseln die Auslieferungen und setzen verstärkt auf digitale Ökosysteme. Microsoft testet derzeit ein System, mit dem sich physische Xbox-Spiele in digitale Lizenzen umwandeln lassen. Die nächste Konsolengeneration mit dem Codenamen Helix soll dem Vernehmen nach ohne internes Laufwerk auskommen – ein externes USB-Laufwerk wäre aber möglich. Sony wiederum plant, die Produktion physischer Discs für neue PlayStation-Spiele bis Januar 2028 einzustellen.

Apple zieht nach – MacBooks und iPads bis zu 25 Prozent teurer

Auch Apple erhöhte am 2. Juli die Preise. Die gesamte MacBook- und iPad-Reihe verteuerte sich um 15 bis 25 Prozent. Das MacBook Air kostet nun 1.299 Euro, das MacBook Pro startet bei 1.999 Euro.

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Microsoft passte zudem seine Abo-Dienste an. Xbox Game Pass Ultimate kostet jetzt 19,99 Euro pro Monat, der PC-Tarif 11,99 Euro. Ein neuer Standard-Tarif wurde eingeführt, während der günstigste Konsolen-Tarif für 10,99 Euro künftig keine Day-one-Veröffentlichungen mehr enthält.

Um den Umstieg auf neue Hardware zu erleichtern, verlängerte Microsoft den kostenpflichtigen Sicherheitssupport für Windows 10 bis Oktober 2027 – ein Zugeständnis an Kunden, die sich die teuren Neugeräte derzeit nicht leisten können oder wollen.

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