Krafttraining, Kombination

Krafttraining: Kombination mit Ausdauer senkt Sterberisiko um 45%

11.06.2026 - 05:10:01 | boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt: RegelmĂ€ĂŸiges Krafttraining reduziert das Sterberisiko um bis zu 13 Prozent. Die Kombination mit Ausdauersport verstĂ€rkt den positiven Effekt deutlich.

Krafttraining senkt Sterberisiko: Neue Studien belegen Effekt
Krafttraining - Ein Ă€lterer Mann trainiert mit einer Hantel in einem Fitnessstudio, um Kraft und Beweglichkeit zu verbessern. 11.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das belegen gleich mehrere aktuelle Studien. Besonders im Alter zahlt sich Krafttraining aus – und die Kombination mit Ausdauersport bringt den grĂ¶ĂŸten Effekt.

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Griffkraft als Gesundheitsindikator

Forscher werteten Daten von ĂŒber 5.400 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren aus. Ihr Ergebnis: Eine höhere Griffkraft senkt das Sterberisiko um zwölf Prozent. Der Effekt ist unabhĂ€ngig von der allgemeinen körperlichen AktivitĂ€t. Die Studie erschien im Fachjournal JAMA Network Open.

Experten empfehlen Àlteren Menschen daher mindestens zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche. Das bestÀtigt eine Langzeitbeobachtung im British Journal of Sports Medicine. Rund 150.000 Probanden zeigten: 90 bis 119 Minuten Krafttraining pro Woche senken das Sterberisiko um 13 Prozent.

Noch besser wird es in Kombination. Wer zusÀtzlich Ausdauersport treibt, kann sein Risiko um bis zu 45 Prozent reduzieren.

Dehnen vor dem Training – ja oder nein?

Die Vorbereitung aufs Krafttraining ist nicht trivial. Prof. Dr. Jan Wilke von der UniversitĂ€t Bayreuth warnt: Statisches Dehnen unmittelbar vor dem Sport senkt die Maximalkraft. Vor Verletzungen schĂŒtzt es zudem nicht zwangslĂ€ufig.

Dynamisches Dehnen vor dem Training ist oft sinnvoller. Nach der Belastung verhindert Dehnen ĂŒbrigens keinen Muskelkater. Wer Fehlhaltungen korrigieren will, sollte laut Wilke eher die Muskulatur krĂ€ftigen – etwa im RĂŒcken – statt endlos zu dehnen.

Regeneration ist kein Luxus

Trainer Ángel LĂłpez betont: TĂ€gliches Training kann kontraproduktiv sein. Muskeln brauchen fĂŒr ihr Wachstum – Fachleute nennen das Hypertrophie – Regenerationszeiten. Ein Training bis zum vollstĂ€ndigen Muskelversagen erhöht die ErmĂŒdung massiv.

Die Lösung: progressive Steigerungen und der Einsatz von Maschinen. Das hilft, Überlastungen zu vermeiden und langfristig Fortschritte zu erzielen.

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Trends: Reformer-Pilates und Kreatin

Im funktionellen Training gewinnt Reformer-Pilates an Bedeutung. Der Trend aus den USA nutzt GerĂ€te mit FederwiderstĂ€nden fĂŒr kontrollierte Bewegungen. Experte Jorge Lobo empfiehlt eine Kombination aus Pilates und klassischem Krafttraining – zwei- bis dreimal pro Woche.

FĂŒr den Muskelaufbau rĂŒckt ein Supplement in den Fokus: Kreatin-Monohydrat. Die International Society of Sports Nutrition (ISSN) stuft es als eines der wirksamsten Mittel zur Kraftsteigerung ein. Neuere Studien deuten auf positive Effekte auf die geistige LeistungsfĂ€higkeit bei Schlafmangel oder Stress hin.

Mögliche Nebenwirkungen: Wassereinlagerungen und bei zu hoher Dosierung Magenbeschwerden.

Krafttraining fĂŒr alle

Ab Mitte Juni bietet die ARD Mediathek neue Folgen von Tele-Gym an. Der Fokus liegt auf Kraft und StabilitĂ€t zur Förderung der MobilitĂ€t. Gleichzeitig zeigen Praxisberichte aus Landshut und Duisburg: Parkour oder Trampolin-Fitness-Events erweitern das Spektrum des Kraft- und Koordinationstrainings fĂŒr breite Bevölkerungsschichten.

de | wissenschaft | 69518330 |