Krafttraining senkt biologisches Alter – Experte schafft 5 Jahre weniger
12.05.2026 - 06:27:38 | boerse-global.de
Dr. Felix Bertram reduzierte sein biologisches Alter von 74 auf 69 Jahre. Seine Methode: Drei Stunden Sport pro Woche, kombiniert aus Kraft- und Ausdauertraining. Der Mediziner und Autor des Buchs „Hacking Age“ (2025) setzt damit auf einen Trend, der die Fitness-Welt 2026 prägt: weg von reinem Ausdauersport, hin zu gezieltem Muskelerhalt und funktioneller Beweglichkeit.
Ab 50 verliert der Körper jedes Jahr Muskelmasse – die wenigsten wissen, was das wirklich bedeutet. Ein Experte erklärt, wie Sie mit nur 6 einfachen Übungen zuhause gegensteuern können. Alle Übungen kostenlos als PDF herunterladen
Warum Muskeln der SchlĂĽssel zur Langlebigkeit sind
Die Longevity-Forschung rückt das Krafttraining ins Zentrum. Bertrams Erfolgsrezept klingt simpel: wöchentlich drei Stunden Sport, ergänzt durch drei bis fünf Gramm Kreatin täglich. Schon 7.000 Schritte pro Tag senken das Sterberisiko um rund 40 Prozent.
Die Zeitschrift Stern betont im Mai 2026: Trainingsziele müssen zur Lebensphase passen. Wer über 20 ist, baut Kraft und Ausdauer auf. Ab 50 geht es um den Erhalt dieser Ressourcen. Ein altersgerechtes Training verzögert die physiologischen Abbauprozesse.
Motivation als größte Hürde – Studie liefert überraschende Ergebnisse
Die Universität Göteborg untersuchte 43 Patienten mit rheumatischen Erkrankungen. Sie absolvierten ein zwölfwöchiges Programm aus HIIT und Kraftübungen. Das Ergebnis: Zwölf Monate später waren die Teilnehmer täglich fünf Minuten länger intensiv aktiv als die Kontrollgruppe.
Besonders beeindruckend: Die Wahrscheinlichkeit, weiterhin Kraftübungen zu machen, lag bei den Probanden 23-mal höher als in der Vergleichsgruppe. Ein intensiv betreuter Einstieg kann also dauerhafte Verhaltensänderungen bewirken.
Training fĂĽr Gehirn und Gelenke
Der Neuropsychologe Jens Foell erklärt: Das Gehirn bleibt bis ins hohe Alter formbar. Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung. Zusammen mit ausgewogener Ernährung und geistigen Herausforderungen ergibt sich eine der drei Grundregeln für geistige Fitness. Hochwertiger Schlaf und Alkoholverzicht runden das Bild ab.
Sharon Stone zeigt mit 68, wie funktionelle Übungen im Alltag funktionieren: 15 Minuten täglich mit Kniebeugen, Beinheben, Dehnübungen und Yoga. Dazu kommt gelenkschonendes Wassertraining.
Prof. Sven Ostermeier von der Gelenk-Klinik Gundelfingen warnt: Kniescheiben-Arthrose macht sich oft durch Geräusche beim Treppensteigen bemerkbar. Konservative Maßnahmen wie gezielter Muskelaufbau, Dehnung und Gewichtskontrolle stehen im Vordergrund – ähnlich wie bei Schulterarthrose.
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Bewegung in den Alltag integrieren
Prof. Christine Joisten, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin, rät von zu starren Zielen ab. Schon wenige Minuten Bewegung täglich fördern die Gesundheit. Soziale Bindungen in Sportvereinen bieten zusätzliche Motivation.
Physiotherapeut Holger Jobst betont: Regelmäßige Bewegung im Alter sichert Alltagskompetenzen. Training von Gleichgewicht, Koordination und Beweglichkeit ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben länger.
Joan Eichner aus den USA beweist es mit 100 Jahren: Dreimal wöchentlich Aquafitness, viel Gemüse, wenig Fleisch – und gelegentlich Wein und Schokolade.
Der Ausblick: Prävention statt Ästhetik
Die Fitness-Trends 2026 zeigen eine klare Abkehr von rein ästhetischen Zielen. Funktionale und präventive Ausrichtung dominieren. Die LVR-Klinik für Orthopädie in Viersen-Süchteln präsentierte am 10. Mai robotisch-gestützte Operationsverfahren – doch die konservative Prävention durch Kraftaufbau bleibt das primäre Ziel.
Vorträge wie der von Dr. Gabriela Fornade am 20. Mai in Rottenburg zum Thema Mobilität im Alter unterstreichen den Informationsbedarf. Die wissenschaftliche Datenlage ist eindeutig: Gezieltes Kraft- und Funktionstraining stärkt nicht nur Muskeln, sondern verjüngt durch hormonelle und neuronale Prozesse den gesamten Organismus.
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