Kreuzbandrisse, Frauen

Kreuzbandrisse: Frauen im Profifußball fĂŒnfmal hĂ€ufiger betroffen

03.07.2026 - 03:49:53 | boerse-global.de

Studie belegt: Spielerinnen erleiden bis zu fĂŒnfmal hĂ€ufiger Kreuzbandrisse. Anatomie und Hormone als Risikofaktoren identifiziert.

Kreuzbandrisse im Frauenfußball: Biologische Ursachen und PrĂ€vention
Kreuzbandrisse - Nahaufnahme des Knies einer Fußballspielerin, die eine Kniebandage trĂ€gt, mit verschwommenem Hintergrund eines medizinischen Behandlungsraums. 03.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die medizinische Forschung zeigt: Anatomische und hormonelle Unterschiede machen den Unterschied.

Die biologische Ursache

Kniechirurg Dr. Christian Lörke von der Vitos OrthopĂ€dischen Klinik Kassel erklĂ€rt die HintergrĂŒnde. Ein breiteres Becken fĂŒhrt bei vielen Spielerinnen zu einer X-Bein-Stellung. Hinzu kommt eine schwĂ€chere Beugemuskulatur. Und das Hormon Östrogen beeinflusst die ElastizitĂ€t der BĂ€nder – und damit die StabilitĂ€t des Kniegelenks.

Die Folge: Die physischen Anforderungen im Profisport treffen auf eine völlig andere biologische Grundlage als bei MÀnnern.

Die Zahlen der Saison 2025/26

Eine Untersuchung aus dem deutschen Profifußball untermauert die These. In der Saison 2025/26 traten Kreuzbandrisse bei Frauen viermal hĂ€ufiger auf. Allein in der Bundesliga fielen 16 Spielerinnen wegen dieser schweren Knieverletzung langfristig aus.

FĂŒr die Vereine bedeutet das nicht nur sportliche SchwĂ€chung. Die wirtschaftliche Belastung und Planungsunsicherheit sind enorm.

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Wenn Talente ausfallen

Wie empfindlich die Personalplanung sein kann, zeigt der Hamburger SV. Offensivtalent Lotta Wrede verlĂ€ngerte trotz Interesse von Top-Klubs wie dem FC Barcelona ihren Vertrag. Jetzt fĂ€llt sie mit einer Fußverletzung aus – und verpasst sogar die U19-Europameisterschaft.

Andere Vereine reagieren mit erfahrenen NeuzugĂ€ngen. Der VfB Stuttgart verpflichtete fĂŒr die kommende Saison die italienische NationaltorhĂŒterin Laura Giuliani. Sie soll die Defensive stabilisieren.

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PrÀvention als Wettbewerbsvorteil

Angesichts der HĂ€ufung schwerer Verletzungen setzen Clubs verstĂ€rkt auf PrĂ€vention. Gezieltes Beinachsentraining soll die anatomischen Nachteile ausgleichen. Programme wie „stop-x“ verbessern die muskulĂ€re Stabilisierung – und senken das Risiko von Kreuzbandrissen proaktiv.

FĂŒr die Vereine wird das zum strategischen Faktor. Wer seine LeistungstrĂ€gerinnen lĂ€nger fit hĂ€lt, spart nicht nur medizinische Folgekosten. Er sichert sich auch sportliche Vorteile.

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