Krypto-Betrug: S$15 Millionen Schaden durch gefÀlschte Job-Angebote
Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 17:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In einer gemeinsamen aktuellen Warnung haben die Singapore Police Force (SPF) und die Cyber Security Agency of Singapore (CSA) auf eine raffinierte Betrugsmasche hingewiesen, die gezielt technische FachkrÀfte ins Visier nimmt. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden belÀuft sich der durch diese Kampagne verursachte Schaden auf S$15 Millionen, was etwa US$11,8 Millionen entspricht.
In weiteren Berichten im Zusammenhang mit der behördlichen Warnung wurde die Schadenssumme sogar auf S$15,1 Millionen beziffert. Die TÀter nutzen dabei eine Kombination aus Social Engineering und hochentwickelter Schadsoftware, um KryptowÀhrungen zu entwenden.
Gezielte TĂ€uschung ĂŒber Karrierenetzwerke
Der Betrug beginnt laut SPF und CSA ĂŒblicherweise auf der Plattform LinkedIn. Dort geben sich die Angreifer als Personalvermittler aus und kontaktieren potenzielle Opfer mit vermeintlich attraktiven Jobangeboten. Um ihre IdentitĂ€t zu untermauern, verwenden die Kriminellen gefĂ€lschte Internet-Domains und manipulierte E-Mail-Adressen, die den Anschein einer offiziellen Kommunikation erwecken.
Im weiteren Verlauf des Rekrutierungsprozesses laden die vermeintlichen Personalvermittler die Kandidaten zu VorstellungsgesprÀchen via Google Meet ein.
Der aktuelle Fall zeigt, dass Cyberkriminelle immer raffiniertere Wege nutzen, um Sicherheitsmechanismen wie die Multi-Faktor-Authentifizierung zu umgehen. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie, wie Sie Ihre digitalen Konten durch neue Technologien wie Passkeys effektiv vor Hackerangriffen schĂŒtzen können. Warum immer mehr Deutsche ihre Passwörter komplett abschaffen
Ein auffÀlliges Merkmal dieser GesprÀche ist nach Erkenntnissen der Ermittler, dass die Angreifer ihre Kameras wÀhrend des gesamten Interviews ausgeschaltet lassen. Dies dient offenbar dazu, die AnonymitÀt der TÀter zu wahren und gleichzeitig eine professionelle AtmosphÀre vorzutÀuschen, in der technische Details der angeblichen Stelle besprochen werden.
Malware-Infektion durch prÀparierte Coding-Assessments
Nach den ersten GesprĂ€chen werden die Betroffenen dazu aufgefordert, eine technische Bewertung durchzufĂŒhren, wie sie in der IT-Branche ĂŒblich ist. Die Opfer werden hierzu auf eine Webseite geleitet, die eine Plattform fĂŒr Coding-Tests imitiert.
In Wirklichkeit dient diese Seite jedoch dazu, Malware auf die Computer der Bewerber zu schleusen. Sobald die Opfer mit der vermeintlichen Aufgabe beginnen, wird im Hintergrund die Schadsoftware heruntergeladen und installiert.
Wer beruflich oder privat viel im Internet kommuniziert, sollte die psychologischen Manipulationstaktiken moderner Angreifer genau kennen. Dieser Gratis-Report enthĂŒllt die aktuellen Methoden der Cyberkriminellen und zeigt Ihnen, wie Sie Betrugsversuche frĂŒhzeitig entlarven. Diese 7 psychologischen Schwachstellen nutzen Hacker gnadenlos aus
Die technische Analyse der Behörden zeigt, dass diese Malware ĂŒber weitreichende FĂ€higkeiten verfĂŒgt. Sie ist in der Lage, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) zu umgehen, die eigentlich als zusĂ€tzliche Sicherheitsebene fĂŒr sensible Konten dienen soll.
Durch den Diebstahl von Anmeldedaten erlangten die TÀter in den untersuchten FÀllen unter anderem Zugriff auf Bitbucket-Konten der Betroffenen. Das Hauptziel der Angreifer besteht jedoch im unbefugten Transfer von KryptowÀhrungen aus den digitalen Geldbörsen der Opfer.
Gemeinsame Sicherheitshinweise der Behörden
In ihrer gemeinsamen Mitteilung (Joint Advisory) betonen SPF und CSA die Notwendigkeit erhöhter Wachsamkeit bei der Jobsuche im Internet. Die Behörden raten dazu, die IdentitĂ€t von Personalvermittlern sorgfĂ€ltig zu prĂŒfen und bei unĂŒblichen Aufforderungen wĂ€hrend des Bewerbungsprozesses â insbesondere beim Herunterladen von Dateien oder dem Besuch unbekannter Test-Plattformen â Ă€uĂerste Vorsicht walten zu lassen.
Der Fall verdeutlicht, wie Kriminelle etablierte Prozesse der Tech-Branche ausnutzen, um selbst erfahrene IT-Experten zu tÀuschen und erhebliche finanzielle SchÀden zu verursachen.
