Krypto-Regulierung, CFTC

Krypto-Regulierung: CFTC reicht Regelwerk nach Senatsfiasko ein

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 06:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die CFTC legte Krypto-Regeln zur OIRA-Prüfung vor. Der Entwurf ist noch nicht bindend und durchläuft weitere Verfahrensschritte.

CFTC reicht Krypto-Regeln nach gescheitertem CLARITY Act ein
Die neoklassizistische Fassade eines Regierungsgebäudes in Washington D.C. mit massiven Steinsäulen unter einem bewölkten Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Derivateaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat am 17. September 2026 ein Regulierungsvorhaben für Krypto-Transaktionen und Krypto-Märkte bei der zuständigen Prüfstelle des Weißen Hauses eingereicht.

Der Vorstoß umfasst die beiden Regelwerke zur Regulierung von Krypto-Transaktionen und Krypto-Märkten und wurde beim Office of Information and Regulatory Affairs (OIRA) unter dem Status einer Vorabprüfung sowie der Kennung RIN 3038-AF80 registriert.

Der eingereichte Entwurf trägt laut einem Bericht der Journalistin Eleanor Terrett die Bezeichnung für eine Regulierung des Krypto-Handels und der entsprechenden Märkte.

Vorstoß nach gescheiterter Senatsabstimmung

Der regulatorische Vorstoß der CFTC erfolgte zwei Tage nach dem Scheitern des CLARITY Act (H.R. 3633) im US-Senat. Der Gesetzentwurf verfehlte am 15. September 2026 in einer Verfahrensabstimmung mit 49 zu 50 Stimmen die erforderliche Schwelle von 60 Stimmen.

Neben allen demokratischen Senatoren stimmten auch die republikanischen Senatoren Susan Collins, Josh Hawley, Jerry Moran und Thom Tillis gegen die Vorlage. Zwar reichte Senator Tillis im Anschluss einen Antrag auf Wiederaufnahme des Gesetzgebungsverfahrens ein, das Analysehaus Capital Alpha stufte die Aussichten auf eine Wiederbelebung des Gesetzes im Jahr 2026 jedoch als trüb ein.

Inhaltliche Einzelheiten zu den beiden Regelwerken der CFTC wurden bislang nicht veröffentlicht. Es handelt sich weder um einen finalen Regelentwurf noch um unmittelbar bindende Anforderungen. Der Vorschlag wird nun durch das OIRA gemäß der präsidialen Verordnung 12866 geprüft.

Diese Prüfung sieht eine Standardfrist von bis zu 90 Tagen vor, die um weitere 30 Tage verlängert werden kann. Erst nach Abschluss dieser Prüfung und möglicher Überarbeitungen geht der Entwurf zur Abstimmung an die Kommission zurück. Im Falle einer Annahme folgen eine öffentliche Kommentierungsphase und die Ausarbeitung eines finalen Entwurfs, über den die Behörde erneut abstimmen muss.

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Nach dem Scheitern des CLARITY Act im Senat hat die CFTC am 17. September ein Krypto-Regelwerk beim Weißen Haus zur Vorabprüfung eingereicht — unter der Kennung RIN 3038-AF80. Der kostenlose Report ordnet ein, welche Verfahrensschritte jetzt folgen und welche Fristen die OIRA-Prüfung vorsieht. Krypto-Regulierungs-Report jetzt anfordern

Prüfprozess und strukturelle Rahmenbedingungen

CFTC-Chef Selig hatte die Behördenmitarbeiter bereits am 20. August 2026 angewiesen, eine Marktstruktur für den Krypto-Sektor unter Rückgriff auf die bestehenden gesetzlichen Vollmachten der Behörde vorzubereiten.

Zu dem Vorhaben erklärte Selig, die Regeln stünden fest und seien bereit zur Übermittlung; die Regulierung solle im Rahmen der bestehenden Befugnisse abgeschlossen werden. Im August stellte er zudem die Einführung einer neuen Kategorie für Krypto-Märkte in Aussicht, die auf börsenfähige Handelsplattformen mit Hebel- und Margingeschäften abzielt.

Strukturell agiert die Derivateaufsicht derzeit unter besonderen Bedingungen. Selig fungiert momentan als einziger amtierender Kommissar der CFTC. Zudem verzeichnete die Behörde einen Personalabbau: Zum Ende des Fiskaljahres 2025 beschäftigte die CFTC rund 556 Mitarbeiter, nachdem es im vorherigen Jahr noch 708 Bedienstete gewesen waren.

Parallel zu den Regelungsinitiativen erließ die Aufsicht eine Stillhalteerklärung für Anbieter passiver Software sowie Erleichterungen für Krypto-Handels-Apps.

Parallele Initiativen der Wertpapieraufsicht

Auch die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde SEC treibt eigene Maßnahmen voran. SEC-Chef Atkins betonte, die Behörde werde mit oder ohne neue Gesetzgebung handeln. Die SEC gewährte am 17. September 2026 temporäre Ausnahmen für den handelsschwachen Onchain-Handel tokenisierter Wertpapiere.

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Die CFTC agiert derzeit mit nur einem amtierenden Kommissar und rund 556 Mitarbeitern zum Ende des Fiskaljahres 2025 — nach 708 im Vorjahr. Wer die Belastbarkeit des neuen Krypto-Regelwerks einschätzen will, findet im kostenlosen Report eine Einordnung der strukturellen Rahmenbedingungen und der parallelen SEC-Ausnahmen. Einordnung jetzt abrufen

Zuvor hatte Atkins eine Ausnahmeregelung für Innovationen angekündigt, die sich auf den Handel tokenisierter Aktien auf Blockchains bezieht. Bereits im August legte die SEC einen Regelentwurf für zwei neue Ausnahmetatbestände vor.

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