Krypto-Zahlungen: 700.000 HĂ€ndler auf Philippinen akzeptieren Bitcoin
24.06.2026 - 19:40:30 | boerse-global.de
Gleich mehrere Unternehmen haben heute groĂflĂ€chige Expansionen ihrer Krypto-Zahlungsdienste angekĂŒndigt â mit Fokus auf SchwellenlĂ€nder und Europa. Stablecoins und digitale Assets wandeln sich vom Spekulationsobjekt zum ernsthaften Zahlungsmittel fĂŒr den tĂ€glichen Handel.
KuCoin Pay erobert Asien, Lateinamerika und Afrika
KuCoin Pay hat seine Ăberweisungsdienste in drei strategisch wichtigen MĂ€rkten gestartet. In Bangladesch können Nutzer nun Krypto-Guthaben ĂŒber die mobilen Bezahldienste bKash und Nagad abwickeln. Mexiko setzt auf das landesweite SPEI-Bankensystem, wĂ€hrend in Sambia die Verbindung zu den Mobile-Money-Diensten von MTN und Airtel hergestellt wurde.
Die Plattform fungiert dabei als zentrale Schnittstelle: Nutzer verknĂŒpfen Stablecoins direkt mit lokalen Bank- und Mobilfunknetzen â ohne Umwege ĂŒber mehrere Anbieter.
Bereits am Montag hatte KuCoin Pay seine Integration in lateinamerikanische QR-Zahlungssysteme vertieft. In Argentinien lĂ€uft der Dienst ĂŒber das Transferencias-3.0-Netzwerk, das den Zahlungsriesen Mercado Pago einschlieĂt. In Peru sind die Systeme Yape und Plin angebunden.
âEntscheidend ist die Verbindung digitaler Assets mit etablierten lokalen Finanzsystemenâ, betonte Alicia Kao, Managing Director von KuCoin. Nur so entstehe echter Nutzen im Alltag.
Philippinen: Bitcoin-Zahlungen an 700.000 Kassen
Ein Meilenstein fĂŒr den Massenmarkt: Die Plattform Coins.ph hat Bitcoin und Ethereum in das nationale QR-Ph-Netz der Philippinen integriert. Rund 700.000 HĂ€ndler im Land akzeptieren damit ab sofort Krypto-Zahlungen.
Das System schĂŒtzt HĂ€ndler vor Kursschwankungen: Eine Echtzeit-Abrechnung wandelt die KryptowĂ€hrung noch am Point-of-Sale in LandeswĂ€hrung um. Die Expansion kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die philippinische Zentralbank (BSP) die Regulierung fĂŒr Krypto-Dienstleister verschĂ€rft.
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Neo und Triple-A: Stabile Partnerschaft fĂŒr Unternehmen
Die Blockchain-Plattform Neo hat am Mittwoch eine Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister Triple-A bekanntgegeben. Unternehmen können kĂŒnftig Stablecoin-Zahlungen akzeptieren, die automatisch in Fiat-WĂ€hrung umgewandelt werden.
Die Zahlen belegen das Potenzial: Weltweit erreichten Stablecoin-Zahlungen 2025 ein Volumen von umgerechnet rund 360 Milliarden Euro. Neo selbst hat bereits mehr als 23 Milliarden Euro an Gesamtzahlungen abgewickelt.
Blockchain.com startet in Brasilien â MiniPay bringt Krypto-Debitkarte
Blockchain.com hat heute einen institutionellen grenzĂŒberschreitenden Zahlungsdienst in Brasilien gestartet. Die Infrastruktur nutzt die Stablecoins USDC und USDT fĂŒr nahezu Echtzeit-Abwicklung bei GroĂtransaktionen. Fabrizio Spada ĂŒbernimmt als General Manager die Leitung des Brasilien-GeschĂ€fts. Weitere Expansionen in Lateinamerika sind geplant.
FĂŒr Privatnutzer gibt es ebenfalls Neues: MiniPay hat am Dienstag eine Visa-Debitkarte vorgestellt. Sie verbindet Stablecoin-Nutzer in SchwellenlĂ€ndern mit dem globalen HĂ€ndlernetz. Die Karte basiert auf Gnosis Pay und unterstĂŒtzt Apple Pay sowie Google Pay. Berechtigte Nutzer im EuropĂ€ischen Wirtschaftsraum (EWR), in Afrika, Lateinamerika und SĂŒdostasien können Stablecoins damit an ĂŒber 175 Millionen HĂ€ndlern ausgeben. MiniPay zĂ€hlt aktuell mehr als 16 Millionen aktivierte Wallets.
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Ebenfalls am Dienstag erweiterte Bitget Wallet seine Zahlungsmöglichkeiten um ĂŒber 40 Token â darunter regionale Stablecoins wie BRZ und XSGD sowie Meme-Coins wie SHIB. Die erste Phase lĂ€uft ĂŒber das Polygon-Netzwerk.
Ripple kurz vor dem Europa-Durchbruch
Die regulatorischen Weichen fĂŒr grenzĂŒberschreitende Krypto-Zahlungen stehen gĂŒnstig. Ripple hat am Dienstag eine vorlĂ€ufige Lizenz als Krypto-Dienstleister (CASP) unter der EU-weiten MiCA-Verordnung erhalten.
Die vorlĂ€ufige Genehmigung erlaubt Ripple in Kombination mit der bestehenden E-Geld-Lizenz (EMI) regulierte Krypto-Dienstleistungen in allen 30 EWR-Staaten anzubieten. Das Unternehmen wickelt derzeit ein Transaktionsvolumen von umgerechnet ĂŒber 93 Milliarden Euro ab und will seine Position im regulierten europĂ€ischen Zahlungsmarkt weiter festigen.
