Küchenschwämme, BfR

Küchenschwämme: BfR warnt vor Salmonellen und E. coli

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 01:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Reinigungsroboter nutzen Hitze statt Chemie. Experten warnen vor überschätzten Hausmitteln wie Natron gegen Pestizide.

Reinigungstechnik: Roboter mit 40.000 Pa und thermischer Reinigung
Ein moderner Saugroboter reinigt einen Boden, im Hintergrund eine Ladestation mit aufsteigendem Dampf, der thermische Reinigung andeutet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Roboter mit 40.000 Pa Saugkraft, Dampfreiniger und Hausmittel: Die Reinigungstechnik entwickelt sich rasant. Experten warnen jedoch vor übertriebenen Erwartungen an Natron und Co.

Roboter setzen auf Hitze statt Chemie

Der MOVA V70 Ultra Complete markiert einen neuen Meilenstein. Mit 40.000 Pa Saugleistung und thermischer Reinigung der Wischkomponenten bei 100 °C arbeitet das Gerät komplett ohne Biozide. Die Basisstation trocknet Mopps und Bürsten anschließend mit 70 °C Heißluft – so bleibt die Keimbildung aus.

Auch günstigere Modelle ziehen nach. Der MOVA S70 Roller (unter 500 Euro) nutzt eine Wischwalze mit hohem Anpressdruck und reinigt diese ebenfalls thermisch. Zur IFA 2026 in Berlin kündigen Hersteller wie Kärcher weitere Innovationen an: ein Heißwasser-Waschsauger und kompakte Dampfreiniger für den mobilen Einsatz.

Industrie-Verfahren erobern den Haushalt

Trockeneis-Reinigung gilt als wasser- und chemiefreie Alternative für empfindliche Bereiche. Laut Dry Ice Energy reduziert das Verfahren die Reinigungszeit um bis zu 40 Prozent. Da das Trockeneis rückstandsfrei sublimiert, entfällt der Einsatz aggressiver Desinfektionsmittel – ideal für Elektronik, Lebensmittelverarbeitung oder Fitnessstudios.

In der Nischenreinigung setzen Anbieter wie Knosti auf Ultraschall. Spezielle Boxen aus Birkenholz und Schaumstoff optimieren die Wirkung der Schallwellen in einem geschützten Gehäuse, etwa bei der Schallplattenpflege.

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Das BfR warnt: Küchenschwämme können Salmonellen, E. coli und Staphylococcus aureus beherbergen. Mit den richtigen Alternativen und einer Schritt-für-Schritt-Reinigungsroutine werden Sie die Keime los. Jetzt kostenlosen Hygiene-Leitfaden anfordern

Küchenschwämme als Keimschleuder

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt: Küchenschwämme können Salmonellen, E. coli und Staphylococcus aureus beherbergen. Unter feuchten Bedingungen vermehren sich die Erreger rasant – und werden schon bei leichtem Druck auf Oberflächen übertragen.

Die Lösung: Schwämme regelmäßig austauschen oder auf Bürsten und Mikrofasertücher umsteigen. Diese lassen sich bei mindestens 60 °C in der Maschine reinigen.

Natron und Essig: Wo sie wirken – und wo nicht

Natron neutralisiert Kalk und frischt Textilien auf, indem es Waschmittelrückstände ausspült. Bei der Lebensmittelreinigung sind die Erwartungen jedoch zu hoch. Ulrich Mayr vom Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee erklärt: Gegen fettlösliche oder systemische Pestizide hilft Natron nicht. Zudem leidet der Geschmack der Früchte.

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Natron und Essig sind beliebte Hausmittel – aber gegen fettlösliche Pestizide helfen sie nicht. Erfahren Sie, welche Reinigungsmethoden wirklich wirken und wie Sie Ihre Küche ohne Chemie keimfrei halten. Reinigungs-Checkliste jetzt sichern

Laut Verbraucherzentrale und BfR sind Pestizidrückstände auf deutschem Obst meist unbedenklich. Gründliches Waschen mit kaltem Wasser reicht in der Regel aus.

Für den Außenbereich empfiehlt sich eine Mischung aus Essigessenz und Wasser. Gegen Madenbefall in der Biotonne wirkt sie gezielt – einfach auf Innenwände und Ränder sprühen.

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