Küchenschwamm-Gefahr, BfR

Küchenschwamm-Gefahr: BfR warnt vor unsichtbarer Keimbelastung

30.06.2026 - 18:09:27 | boerse-global.de

Das BfR warnt: Weder Aussehen noch Geruch von Küchenschwämmen geben verlässliche Auskunft über deren Keimbelastung. Thermische Reinigung oder Austausch wird empfohlen.

BfR-Studie: Küchenschwämme sind trotz Sauberkeit keimbelastet
Küchenschwamm-Gefahr - Ein leicht feuchter Küchenschwamm auf einer sauberen Arbeitsfläche, subtil beleuchtet, um Hygiene und verborgene Keime zu symbolisieren. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt: Optik und Geruch von Küchenschwämmen täuschen massiv über deren Keimbelastung hinweg. Weder ein schmieriger Film noch unangenehmer Geruch sind verlässliche Indikatoren für Sauberkeit.

Wenn der Schwamm zur Gefahr wird

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Schwämme können massiv mit Erregern wie E. coli oder Salmonellen kontaminiert sein – ohne sichtbare Anzeichen. Bereits leichter Druck reicht aus, um Keime auf Arbeitsflächen oder Geschirr zu übertragen.

Diese Kreuzkontaminationen passieren meist unbemerkt. Reinigungsutensilien werden so zu Vektoren für Krankheitserreger in der Küche.

So werden Schwämme wirklich sauber

Eine thermische Behandlung kann die Keimzahl senken: Das BfR empfiehlt, den Schwamm mindestens zwei Minuten in Wasser über 70 Grad Celsius einzulegen.

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Wer seinen Küchenschwamm nach Gefühl beurteilt, riskiert unbemerkte Keimübertragung. Die BfR-Studie zeigt: Weder Geruch noch Aussehen sind zuverlässig. Mit unserer Checkliste wissen Sie genau, wann Reinigen reicht und wann Tausch Pflicht ist – plus die besten Alternativen für Ihre Küche. Hygiene-Leitfaden jetzt kostenlos anfordern

Trotz Reinigungsmöglichkeiten raten Experten zum sofortigen Austausch, wenn der Schwamm mit rohem Fleisch oder Fleischsäften in Kontakt kam. Für Haushalte mit Risikogruppen – Kinder, Senioren oder kranke Personen – empfehlen Fachleute einen besonders häufigen Tausch.

Die bessere Alternative

Eine Studie aus dem Jahr 2021 zeigt: Spülbürsten sind hygienisch vorteilhafter. Sie trocknen schneller ab und erschweren so das Bakterienwachstum. Auch Mikrofasertücher sind eine Alternative – sofern sie regelmäßig bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden.

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Jährlich landen 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – oft wegen falscher Lagerung oder Kreuzkontamination. Dabei beginnt Hygiene am Schwamm. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie mit einfachen Methoden Keimherde vermeiden und gleichzeitig Lebensmittelabfälle reduzieren. Lebensmittel-Hygiene-Guide jetzt sichern

Der Zusammenhang zwischen Küchenhygiene und Lebensmittelverschwendung ist eng. Laut der Koordinierungsstelle „Zu gut für die Tonne!“ fallen in Deutschland jährlich rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. 58 Prozent davon entstehen in Privathaushalten. Fachgerechter Umgang mit Lebensmitteln hilft, diese Menge zu reduzieren.

Experten wie Ulrich Mayr vom Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee raten übrigens davon ab, Obst mit Natron zu waschen. Die Methode entfernt Pestizide nicht vollständig und kann den Vitamin-C-Gehalt reduzieren. Kaltes Wasser reicht meist aus.

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