Lasertherapie, Unbehagen

Lasertherapie bei Kindern: Unbehagen sinkt von 43,8 auf 6,3 Prozent

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 14:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bei 65,6 Prozent der Teilnehmenden war die Ă€ußere Laseranwendung beliebter; Unbehagen trat dabei seltener auf als bei der Behandlung im Mund.

Lasertherapie von außen wird bei jungen Krebspatienten hĂ€ufiger bevorzugt
Ein helles, steriles Krankenzimmer in ruhiger, natĂŒrlicher Lichtstimmung ohne Personen. Illustration mit AI erstellt.

Die Behandlung von Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter geht hĂ€ufig mit schweren Nebenwirkungen einher. Eine der schmerzhaftesten Begleiterscheinungen intensiver Chemotherapien ist die EntzĂŒndung der Mundschleimhaut. Eine wissenschaftliche Untersuchung liefert nun detaillierte Einblicke, wie eine gezielte Lasertherapie von außen das Wohlbefinden junger Patientinnen und Patienten wĂ€hrend der Krebstherapie verbessern kann.

Belastende Nebenwirkung der Chemotherapie

Die sogenannte orale Mukositis stellt in der pĂ€diatrischen Onkologie eine erhebliche Belastung dar. Die schmerzhafte SchleimhautentzĂŒndung tritt bei 50 bis 80 Prozent der pĂ€diatrischen Krebspatienten auf.

Typischerweise manifestieren sich die Beschwerden 3 bis 10 Tage nach der Verabreichung der Chemotherapie und können ĂŒber einen Zeitraum von bis zu 3 Wochen anhalten. Neben starken Schmerzen fĂŒhrt dies bei Betroffenen hĂ€ufig zu Problemen bei der Nahrungsaufnahme und kann den gesamten Behandlungsverlauf erschweren.

Studiendesign mit Crossover-Vergleich

Wie das Fachportal scienmag.com in einem Bericht vom 08.10.2026 darlegte, untersuchte eine Forschungsgruppe aus Brasilien die Wirksamkeit der Photobiomodulation bei Kindern und Jugendlichen. Die Untersuchung entstand in Kooperation zwischen der Federal University of ParanĂĄ und dem Erasto Gaertner Hospital in Curitiba und erschien in der Fachzeitschrift Supportive Care in Cancer (DOI 10.1007/s00520-026-11227-3).

An der Untersuchung nahmen 32 Kinder und Jugendliche im Alter von bis zu 18 Jahren teil, die aufgrund von LeukÀmie, Lymphomen oder Osteosarkomen mit Hochdosis-Methotrexat behandelt wurden. Bei der Erhebung lag der Anteil fehlender Daten bei 15,6 Prozent.

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Wenn die Mundschleimhaut nach der Chemotherapie brennt, verweigern viele Kinder die Nahrung — und jede Behandlungssitzung wird zur Belastung. Eine Studie an 32 jungen Patientinnen und Patienten zeigt: Wird der Laser von außen statt im Mundraum angewendet, sinkt das Unbehagen von 43,8 auf 6,3 Prozent, und fast zwei Drittel der Kinder bevorzugten diese sanftere Variante. Unser kostenloser Report fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Ihnen eine Checkliste fĂŒr das nĂ€chste GesprĂ€ch mit dem Behandlungsteam an die Hand. Kostenlosen Eltern-Report jetzt anfordern

Im Rahmen eines Crossover-Designs verglichen die Forschenden die direkte intraorale Laseranwendung im Mundraum mit einer extraoralen Bestrahlung von außen. Die Teilnehmenden erhielten dabei einen Median von 4 Sitzungen pro Behandlungszyklus.

Signifikante Unterschiede bei Akzeptanz und Unbehagen

Die Analyse verdeutlicht, dass die extraorale Anwendung der Photobiomodulation eine wirksame Methode darstellt, um schmerzhafte entzĂŒndliche Nebenwirkungen bei Kindern unter Chemotherapie zu lindern. Bei 50 Prozent der Kinder trat eine orale Mukositis auf, wobei sich zwischen den beiden Anwendungsmethoden kein signifikanter Unterschied bezĂŒglich der HĂ€ufigkeit zeigte.

Deutliche Abweichungen ergaben sich jedoch beim Komfort der Behandlung. Ein GefĂŒhl des Unbehagens wĂ€hrend der Anwendung wurde bei der intraoralen Methode von 43,8 Prozent der Behandelten beschrieben, wĂ€hrend dies bei der extraoralen Bestrahlung nur auf 6,3 Prozent zutraf.

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Dieser Unterschied erwies sich im McNemar-Test mit einem Wert von p=0,001 als statistisch signifikant. Entsprechend eindeutig fiel die persönliche PrÀferenz der jungen Patientinnen und Patienten aus: 65,6 Prozent bevorzugten die weniger invasive extraorale Anwendung.

Hinsichtlich der wahrgenommenen Schmerzlinderung zeigte sich ein differenziertes Bild. Eine bessere Schmerzlinderung wurde von 34,4 Prozent der Befragten bei der intraoralen Bestrahlung angegeben, wĂ€hrend 12,5 Prozent die extraorale Variante in diesem Aspekt als ĂŒberlegen bewerteten. Dennoch bietet die Ă€ußere Anwendung durch die deutlich verringerte Belastung wĂ€hrend der Sitzungen eine schonendere Option fĂŒr die pĂ€diatrische Versorgung.

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