LastPass-Datenleck: Entschädigungsansprüche bis 23. Juni anmelden
20.06.2026 - 14:55:18 | boerse-global.de
Juni 2026 ihre Entschädigungsansprüche anmelden. Der Vergleich über umgerechnet rund 4,2 Millionen Euro (3 Millionen US-Dollar) wurde im Rahmen einer Sammelklage vor dem Obersten Gerichtshof von British Columbia erzielt.
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Wer Anspruch hat und was erstattet wird
Mehr als 1,1 Millionen kanadische Konten waren von dem Vorfall betroffen, bei dem Unbefugte auf die Cloud-Speicherumgebung des Passwort-Managers zugriffen. Allerdings: Bei rund 218.000 dieser Konten wurden nachweislich keine Daten abgerufen.
Betroffene können nun über die Abwicklungsfirma Concilia Services Inc. verschiedene Entschädigungen beantragen:
- Zeitaufwand: 34,01 Euro pro Stunde für bis zu fünf Stunden – maximal 170,05 Euro
- Auslagen: Bis zu 500 Euro für nachgewiesene Kosten, die vor dem 31. Mai 2023 entstanden sind
- Krypto-Verluste: Wer dokumentierte Verluste durch gestohlene Kryptowährungen nachweisen kann, erhält ebenfalls Entschädigung
Die Auszahlung erfolgt per Interac E-Transfer oder Scheck. Der Vergleich wurde am 18. Februar 2026 gerichtlich genehmigt.
Einordnung: Welle von Datenschutz-Klagen in Kanada
Der LastPass-Fall ist kein Einzelfall. Die kanadische Justiz wird derzeit mit einer Flut von Datenschutzverfahren konfrontiert:
- Erst am 17. Juni 2026 wurde eine weitere Sammelklage gegen Carnival Corporation eingereicht – ein Datenleck im April 2026 soll 8,7 Millionen Datensätze betroffen haben
- Die kanadische Regierung einigte sich kürzlich auf einen 8,7-Millionen-Euro-Vergleich für ein Datenleck bei der Steuerbehörde CRA aus dem Jahr 2020, von dem rund 47.000 Menschen betroffen waren
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Fristende am Dienstag
Die letzte Möglichkeit zur Einreichung endet am 23. Juni 2026 um 23:59 Uhr Pazifikzeit. Wer den Termin verpasst, geht leer aus. Interessant: Am selben Tag findet auch die Anhörung zur endgültigen Genehmigung eines 135-Millionen-Euro-Vergleichs gegen Google wegen Datensammlung bei Android-Geräten statt.
Der Fall zeigt: Die juristische Aufarbeitung von Datenpannen gewinnt in Kanada massiv an Fahrt – und die Fristen für Betroffene sind oft knapp bemessen.
