Lebensmittel-ZusÀtze: Acht E-Nummern erhöhen Herzinfarkt-Risiko um 16%
23.06.2026 - 05:33:36 | boerse-global.de
Eine französische Langzeitstudie zeigt: Bestimmte LebensmittelzusÀtze stehen im Verdacht, Herz und Kreislauf zu schÀdigen. Die Forscher fordern eine Neubewertung durch die Behörden.
Die Ergebnisse der NutriNet-SantĂ©-Kohorte sind alarmierend: Rund 99,5 Prozent der 112.395 Teilnehmer nahmen regelmĂ€Ăig mindestens einen der untersuchten Konservierungsstoffe zu sich. Ăber acht Jahre dokumentierten die Wissenschaftler 5.544 Bluthochdruck-FĂ€lle und 2.450 schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Herzinfarkte oder SchlaganfĂ€lle.
Diese acht Zusatzstoffe stehen unter Verdacht
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Die Forscher des französischen Instituts Inserm identifizierten acht E-Nummern, die statistisch mit erhöhtem Blutdruck zusammenhÀngen. Dazu gehören Kaliumsorbat (E202), Kaliummetabisulfit (E224), Natriumnitrit (E250) und AscorbinsÀure (E300). Aber auch Natriumascorbat (E301), Natriumerythorbat (E316), ZitronensÀure (E330) und Rosmarinextrakt (E392) sind betroffen.
Besonders auffĂ€llig: AscorbinsĂ€ure als industrieller Zusatzstoff zeigte eine Korrelation mit mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen â anders als bei natĂŒrlichen Quellen. Auch vermeintlich harmlose Stoffe wie ZitronensĂ€ure und Rosmarinextrakt wurden mit Bluthochdruck in Verbindung gebracht.
Risiko steigt um bis zu 29 Prozent
Die im Mai 2026 im European Heart Journal veröffentlichte Analyse unterscheidet zwischen verschiedenen Kategorien. Bei hohem Konsum nicht-antioxidativer Konservierungsstoffe stieg das Bluthochdruck-Risiko um 29 Prozent, das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 16 Prozent.
Bei antioxidativen Zusatzstoffen (E300 bis E399) lag das Hypertonie-Risiko 22 Prozent höher. Die Beobachtungsstudie kann zwar keine direkte KausalitĂ€t belegen â die Hinweise auf eine belastende Wirkung fĂŒr das GefĂ€Ăsystem sind jedoch deutlich.
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Forscher fordern Neubewertung durch EFSA und FDA
Angesichts der flĂ€chendeckenden Verwendung in verarbeiteten Lebensmitteln verlangen die Wissenschaftler um Dr. Mathilde Touvier eine grundlegende Neubewertung durch die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die US-amerikanische FDA.
Der Kontext verschÀrft sich: Bereits 2026 zeigte eine Studie im British Medical Journal (BMJ) ZusammenhÀnge zwischen bestimmten Additiven und erhöhtem Krebsrisiko sowie Typ-2-Diabetes. Die aktuelle Datenlage legt nahe: Wer chronischen Erkrankungen vorbeugen will, sollte industriell verarbeitete Lebensmittel reduzieren.
