Leichtathletik-EM, Birmingham

Leichtathletik-EM Birmingham: 1.600 Athleten kämpfen um 50 Medaillen

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 18:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Leichtathletik-EM in Birmingham startet mit über 1.600 Athleten, neuen Wettbewerben und deutschen Medaillenhoffnungen. Duplantis jagt den Rekord.

Leichtathletik-EM in Birmingham: Rekorde, neue Wettbewerbe und deutsche Medaillenhoffnungen
Nahaufnahme einer modernen Leichtathletik-Bahn in einem beleuchteten Stadion bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Erstmals in der Geschichte steigen die Freiluft-Europameisterschaften im Vereinigten Königreich. Das Alexander Stadium in Birmingham ist Schauplatz einer Rekordveranstaltung: Mehr als 1.600 Athletinnen und Athleten aus 49 Nationen kämpfen um 50 Medaillenentscheidungen. 9.000 freiwillige Helfer unterstützen den Ablauf, 36 Fernsehsender übertragen weltweit.

Neue Staffel-Premiere und reformierte Gehwettbewerbe

Der Kontinentalverband European Athletics wagt in Birmingham strukturelle Experimente. Erstmals steht eine 100-Meter-Mixed-Staffel auf dem Programm, bei der Männer und Frauen gemeinsam antreten. Deutsche Sprinter wie Rebekka Haase oder Kevin Kranz verwiesen im Vorfeld auf die spezifischen Herausforderungen der neuen Disziplin.

Auch die Gehwettbewerbe wurden grundlegend reformiert. Die bisherigen Distanzen über 20 und 50 Kilometer sind Geschichte – ersetzt durch Halbmarathon (21,0975 km) und Marathon (42,195 km). Als Favoritinnen gelten Antonella Palmisano aus Italien und die Spanierin María Pérez.

Duplantis jagt den nächsten Rekord

Die Ausgangslage verspricht Hochspannung. Der schwedische Stabhochspringer Armand Duplantis verbesserte im März seinen eigenen Weltrekord auf 6,31 Meter und strebt in Birmingham seinen vierten EM-Titel an.

Auch die Mehrkämpfer lieferten bereits bemerkenswerte Zahlen. Der deutsche Zehnkämpfer Leo Neugebauer stellte mit 8.961 Punkten einen neuen deutschen Rekord auf. Der Schweizer Simon Ehammer erzielte in Götzis 8.778 Punkte, tritt in Birmingham aber überraschend nur im Weitsprung an – dort führte er die Meldeliste mit 8,51 Metern an.

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Deutsche Sprinter unter besonderer Beobachtung

Im deutschen Sprintlager sorgt Owen Ansah für Gesprächsstoff. Mit 9,98 Sekunden unterbot er als erster Deutscher die magische Zehn-Sekunden-Marke über 100 Meter. Trotz eines laufenden Verfahrens wegen eines verweigerten Dopingtests darf Ansah in den Einzelwettbewerben starten – für die Staffeln wurde er jedoch nicht nominiert.

DLV hofft auf zweistellige Medaillenausbeute

Der Deutsche Leichtathletik-Verband reist mit über 110 Athleten an. Malaika Mihambo gilt im Weitsprung als sichere Medaillenbank. Im Kugelstoßen der Frauen geht Yemisi Mabry mit Saisonbestleistung von 19,93 Metern an den Start – starke Konkurrenz kommt aus den Niederlanden. Jessica Schilder führt das europäische Ranking mit 21,09 Metern an.

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Julian Weber ist im Speerwurf der große Hoffnungsträger, Max Richter führt die Diskus-Meldeliste mit 74,00 Metern an. Auf der Langstrecke peilt Gesa Felicitas Krause ihre fünfte EM-Medaille über 3.000 Meter Hindernis an. Im Marathon gelten Amanal Petros und Samuel Fitwi als aussichtsreiche Starter – Fitwi meldete sich mit 2:04:45 Stunden an der Spitze der Rangliste.

Personell muss das Team jedoch Rückschläge verkraften. Hochspringer Tobias Potye sagte wegen Rückenbeschwerden ab, Läufer Mohamed Abdilaahi fehlt wegen einer Fußfraktur. Russland und Belarus bleiben weiterhin von den Wettbewerben ausgeschlossen.

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