Leitstelle Buttenheim: Neue Zentrale koordiniert über 100.000 Rettungseinsätze
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 15:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im südlichen Oberfranken hat die neue Integrierte Leitstelle (ILS) in Buttenheim ihren Betrieb aufgenommen. Nach einer Bauzeit von knapp drei Jahren steht den Einsatzkräften damit ein modernes Koordinierungszentrum zur Verfügung. Die Gesamtkosten für das Großprojekt beliefen sich auf rund 28 Millionen Euro, wie aus einem Bericht von heinrichs-verlag.de hervorgeht.
Die Einrichtung übernimmt eine zentrale Steuerungsfunktion für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr in der Region. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst die kreisfreie Stadt Bamberg sowie die beiden Landkreise Bamberg und Forchheim. Jährlich laufen in der Leitstelle über 100.000 Rettungseinsätze zusammen, die von den Disponenten disponiert und begleitet werden müssen.
Deutlicher Anstieg des Einsatzaufkommens seit 2010
Die Notwendigkeit für den Neubau resultierte nicht zuletzt aus der kontinuierlich steigenden Auslastung über die vergangenen anderthalb Jahrzehnte. Beim Start der gemeinsamen Leitstelle im Jahr 2010 lag das jährliche Aufkommen noch bei 57.000 Einsätzen. Bis zum Jahr 2025 kletterte diese Zahl auf 125.000 Einsätze, was mehr als einer Verdopplung des Arbeitsvolumens entspricht.
Aufgrund der steigenden Anforderungen und des gewachsenen Raumbedarfs für Technik und Personal fiel der formelle Beschluss zur Errichtung des Neubaus im Juni 2021. Die Umsetzung erfolgte anschließend innerhalb des knapp dreijährigen Bauzeitraums, um den wachsenden Anforderungen an eine zeitgemäße Notfallversorgung gerecht zu werden.
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Umfassendes Netzwerk an Einsatzorganisationen
Von Buttenheim aus koordiniert das Leitstellenpersonal ein engmaschiges Netzwerk unterschiedlicher Hilfs- und Rettungsorganisationen. Zum Einsatzgebiet gehören 313 Feuerwehren, in denen rund 12.500 Aktive ehrenamtlich und hauptamtlich engagiert sind. Neben der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung werden von der ILS Buttenheim zudem fünf Rettungsdienste sowie zwei Organisationen der Wasserrettung gesteuert.
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Ergänzt wird die Gefahrenabwehr durch drei Einheiten des Technischen Hilfswerks (THW) und vier Bergwachten, die für Einsätze im unwegsamen Gelände zuständig sind. Die Bündelung all dieser Einheiten unter einem gemeinsamen Dach soll schnelle Reaktionszeiten und optimierte Schnittstellen im Ernstfall sicherstellen.
Mit der Inbetriebnahme des Neubaus verfügt die Region über die baulichen und infrastrukturellen Voraussetzungen, um die hohen Einsatzzahlen der Rettungsdienste und Katastrophenschutzkräfte langfristig verlässlich abzuarbeiten.
