LibreOffice 26.8: Wahlfreiheit gegen Microsofts Ribbon-Zwang
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 09:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Italo Vignoli, MitbegrĂŒnder der Document Foundation, die hinter LibreOffice steht, hat die Ribbon-OberflĂ€che von Microsoft 365 scharf kritisiert. Im offiziellen LibreOffice-Blog bemĂ€ngelte er, dass die BedienoberflĂ€che nur fĂŒr fortgeschrittene Nutzer geeignet sei, wĂ€hrend sowohl Einsteiger als auch Profis benachteiligt wĂŒrden.
Fehlende Wahlfreiheit als zentraler Kritikpunkt
Die Kritik der Document Foundation richtet sich vor allem gegen die mangelnde FlexibilitÀt des Ribbon-Konzepts. Microsoft biete Nutzern keine echte Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Bedienkonzepten, so der Vorwurf.
Die OberflĂ€che sei zwar auf eine bestimmte Nutzergruppe zugeschnitten, lasse aber jenen, die andere Arbeitsweisen bevorzugen, keinen Spielraum. Damit gehe das Ribbon-Design weder auf die BedĂŒrfnisse von Einsteigern noch auf die von versierten Power-Usern ein, die auf schnelle, effiziente Bedienwege angewiesen seien.
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LibreOffice setzt auf mehrere OberflÀchenvarianten
Als Gegenmodell verweist die Document Foundation auf das eigene Angebot verschiedener BenutzeroberflĂ€chen in LibreOffice. Nutzer können demnach zwischen einem traditionellen MenĂŒ, einer Tabbed-Ansicht, einer kompakten Tabbed-Variante, einer Groupedbar, einer Sidebar sowie einer Single-Toolbar-Ansicht wĂ€hlen.
Diese Vielfalt soll es Anwendern ermöglichen, die fĂŒr ihre Arbeitsweise passende OberflĂ€che selbst auszusuchen, statt sich einem einzigen vorgegebenen Bedienkonzept unterordnen zu mĂŒssen.
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Mit der kommenden Version LibreOffice 26.8 baut die Document Foundation dieses Angebot weiter aus: Die Tabbed-OberflĂ€che, die dem Ribbon-Konzept optisch Ă€hnelt, wird ĂŒberarbeitet und verbessert. Gleichzeitig bleiben alle bisherigen OberflĂ€chenoptionen erhalten, sodass Nutzer weiterhin frei zwischen den verschiedenen Varianten wechseln können.
Die Veröffentlichung der Kritik im LibreOffice-Blog fĂ€llt damit in eine Phase, in der das Projekt seine eigene BedienoberflĂ€che weiterentwickelt und gleichzeitig das Konzept des MarktfĂŒhrers Microsoft grundsĂ€tzlich infrage stellt. Die Document Foundation positioniert die Wahlfreiheit zwischen mehreren OberflĂ€chen als zentrales Unterscheidungsmerkmal gegenĂŒber Microsoft 365.
