Lille und Bordeaux: Gestohlene iPhones werden binnen vier Werktagen gesperrt
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 06:45 Uhr | Redaktion boerse-global.deAm Rande landesweiter Demonstrationen sind am 17.10.2026 Apple Stores in Lille und Bordeaux geplĂŒndert worden. Beide Filialen befinden sich in zentralen innerstĂ€dtischen GeschĂ€ftsstraĂen und nicht in geschĂŒtzten Einkaufszentren. Betroffen waren der Standort in der Rue Faidherbe in Lille sowie das GeschĂ€ft in der Rue Sainte-Catherine in Bordeaux.
Apple stellte den Verkauf in beiden betroffenen Niederlassungen vorerst ein. Welche Art von GerĂ€ten und welcher Gesamtwert entwendet wurden, blieb zunĂ€chst ebenso unbekannt wie die genaue Schadenshöhe. Das Unternehmen selbst Ă€uĂerte sich nicht zu den VorfĂ€llen. In Lille bestĂ€tigte BĂŒrgermeister Arnaud Deslandes die PlĂŒnderung des dortigen Apple Store.
Die Filiale in Lille bleibt bis Mittwoch, den 21.10.2026, geschlossen. FĂŒr den Standort in Bordeaux war nach AufrĂ€umarbeiten eine Wiedereröffnung fĂŒr Montag, den 19.10.2026, um 14 Uhr vorgesehen. Berichten zufolge prĂŒfte Apple zuvor einen dritten Store in Lyon in der Rue de la RĂ©publique.
Das Sicherheitsrisiko innerstĂ€dtischer Lagen gilt dabei als Faktor bei kĂŒnftigen Standortentscheidungen. Auf der Plattform X kursierende Videos der PlĂŒnderungen lieĂen sich nicht offiziell verifizieren, wĂ€hrend ein GerĂŒcht ĂŒber einen betroffenen Store bei Paris OpĂ©ra unbestĂ€tigt blieb.
Zahlreiche Handelsunternehmen von Ausschreitungen betroffen
Wer sich mit der Technik der betroffenen GerĂ€te befasst, sollte auch die grundlegenden Begriffe der Apple-Welt sicher beherrschen. Dieses Gratis-Lexikon erklĂ€rt die 53 wichtigsten Fachbegriffe in einfachen Worten â inklusive praktischer Aussprachehilfen. In 10 Minuten die Apple-Sprache verstehen
Die PlĂŒnderungen beschrĂ€nkten sich nicht auf die Filialen des US-Konzerns. In Bordeaux wurden neben dem Apple Store auch GeschĂ€fte von Decathlon, Intersport, NocibĂ©, Snipes und Galeries Lafayette in Mitleidenschaft gezogen. In Lille traf es zusĂ€tzlich Optic 2000, Sephora Grand Place, Carrefour City, die Banque postale sowie eine Boutique des FuĂballvereins LOSC.
Die Proteste fĂŒhrten landesweit zu massiven ZwischenfĂ€llen. Laut Premierminister SĂ©bastien Lecornu gab es im Zusammenhang mit den Ausschreitungen bis zum Samstagabend etwa 1.200 Festnahmen, zudem wurden 150 Polizisten und Gendarmen verletzt.
Nach Angaben des Innenministeriums nahmen rund 550.000 Menschen an den Demonstrationen teil, wÀhrend die Gewerkschaft CGT von 800.000 Teilnehmern sprach, darunter 110.000 in Paris.
Die Verantwortlichen hinter den Ăbergriffen wurden dabei als Gelegenheitskriminelle eingestuft. Premierminister SĂ©bastien Lecornu und Handelsminister Serge Papin sagten den betroffenen EinzelhĂ€ndlern staatliche UnterstĂŒtzung zu.
Gesetzliche Konsequenzen und GerÀtesperren
Der rechtssichere Umgang mit dem eigenen Smartphone beginnt bereits bei der Einrichtung des GerĂ€ts. Ein kostenloser Ratgeber zeigt alle wichtigen Schritte fĂŒr einen erfolgreichen Start und erklĂ€rt die Bedienung verstĂ€ndlich und ohne Fachjargon. iPhone Starterpaket kostenlos herunterladen
Nach den PlĂŒnderungen greifen bestehende gesetzliche Regelungen und MaĂnahmen der Netzbetreiber. GemÀà Artikel L34-3 wird nach einer Diebstahlsanzeige binnen vier Werktagen eine IMEI-Sperre auf allen vier nationalen Mobilfunknetzen wirksam.
Zudem sieht das französische Strafrecht nach Artikel 321-1 fĂŒr Hehlerei Strafen von bis zu fĂŒnf Jahren Haft und 375.000 Euro Geldstrafe vor; bei gewerbsmĂ€Ăiger Hehlerei drohen bis zu zehn Jahre Haft und 750.000 Euro Geldstrafe.
Eine RĂŒckgabe entwendeter Ware an die rechtmĂ€Ăigen EigentĂŒmer ist binnen drei Jahren möglich. Aus einer Senatsanfrage vom April 2026 ging hervor, dass ein Netzbetreiber DiebstĂ€hle von 560.000 bis 850.000 Euro pro Jahr verzeichnete, wobei mehr als 1.200 GerĂ€te nie wieder aufgefunden wurden.
