Lebenswerter, Alpenraum

Lebenswerter Alpenraum: Digitalisierung als SchlĂŒssel zur nachhaltigen Tourismusentwicklung

02.04.2025 - 12:10:03

Linz / Rosenheim - Der Alpenraum steht vor Herausforderungen durch den Klimawandel und den massiven Tourismusdruck. Ein neues Projekt, gefördert von der EU, untersucht, wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Mit innovativen AnsĂ€tzen wie virtuellen Avataren und interaktiven Erlebnissen wollen Wissenschaftler der UniversitĂ€ten Linz und TH Rosenheim neue Wege fĂŒr eine ausgewogene Erholung entwickeln. Gemeinsam mit der Bevölkerung streben sie ein zukunftsfĂ€higes Tourismusmodell an, das sowohl die Natur als auch die Einheimischen schĂŒtzt.

Der Alpenraum ist unter Druck. Der Klimawandel macht auch hier der Natur zu schaffen und die große Beliebtheit der wunderschönen Landschaft ist ein zweischneidiges Schwert. Denn natĂŒrlich braucht die Region Tourismus, viele Menschen leben von ihm und auch die Einheimischen profitieren durch den Ausbau von Freizeitangeboten und Infrastruktur. Aber zu viele Besucher belasten Natur, Umwelt und Gemeinden gleichermaßen und auch die QualitĂ€t von Erlebnis und Erholung sinkt.

Es ist Zeit, die ausgetretenen Wege zu verlassen und das Angebot zu diversifizieren. Welche Rolle die Digitalisierung dabei spielen kann, wird im Projekt Lebenswerter Alpenraum untersucht. Gefördert von der EU spielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UniversitĂ€ten Linz und TH Rosenheim den Tourismus der Zukunft durch. Gleichzeitig entwickeln sie konkrete Lösungen und Anwendungen. Auf deutscher Seite fĂŒhrt zum Beispiel der virtuelle Avatar Maxi Besucher als FremdenfĂŒhrer ĂŒber das Handy durch die Ausstellung zu der Soleleitung in der Stadt Traunstein. Die Möglichkeiten von Augmented Reality (AR) sind lange noch nicht ausgereizt, werden den gesamten Bereich aber schon bald revolutionieren, freut sich Prof. Dr.-Ing. Andreas Straube, der das Projekt an der TH Rosenheim leitet.

Digitalisierung ist der Weg von den Menschen zu den Menschen, glaubt auch die Projektleiterin an der UniversitĂ€t Linz, Irene Wögerer. Der futuristische Bau am Rande der Stadt lĂ€sst schon von außen erahnen, dass hier am Morgen geforscht wird. Große Versuchsreihen hinter Glas, kleine Thinktanks in Sofaecken und wenig WĂ€nde. Schon die Architektur macht klar, der Blick ist unverstellt und ganzheitlich. Der angestammte Tourismus und seine VerbĂ€nde unterstĂŒtzen die neuen Wege. Dass die Belastung fĂŒr die einheimische Bevölkerung hoch ist, manchmal zu hoch, das haben alle verinnerlicht und so zieht man gemeinsam an einem Strang, erzĂ€hlt Irene Wögerer. Das Ziel: Balanced Tourism. Die Sensibilisierung sei geschafft und jetzt gelte es, die nĂ€chsten Schritte zu machen und die Bevölkerung mitzunehmen.

Ohne die finanziellen Mittel aus der EU wĂ€re das Projekt in dieser Form nicht möglich, betonen alle Beteiligten. Der Geldgeber lĂ€sst zudem neue Formate zur Partizipation der Bevölkerung in dem Projekt zu, so dass an der TH Rosenheim von der Projektmitarbeiterin Dr. Johanna Mahr-Slotawa jetzt eine Forschungswerkstatt mit Jugendlichen begonnen wird und dabei gemeinsam digitale Anwendung fĂŒr den Kulturtourismus in Traunstein entwickelt werden. Nachhaltigkeit wirkt langfristig, aber sie muss auch entsprechend genau und mitunter langwierig vorbereitet werden. Virtuelle Avatare wie Max stehen aber schon jetzt bereit, um bald Einheimischen und Touristen die Geschichte ihrer Umgebung auf unterhaltsame und innovative Art nĂ€her zu bringen.

Weitere Infos zum Projekt finden Sie auch unter https://lebenswerter-alpenraum.com.

Projektbeschreibung:

Die KohĂ€sionspolitik hat klare Ziele fĂŒr den Förderzeitraum 2021-2027 definiert: Ein durch Innovation intelligentes Europa, ein grĂŒneres, CO2-emissionsarmes Europa, ein stĂ€rker vernetztes Europa, ein sozialeres Europa und ein bĂŒrgernĂ€heres Europa. Nachhaltige Herausforderungen rĂŒcken in den Fokus der Gesellschaft, insbesondere in Deutschland und seinen NachbarlĂ€ndern. Im Rahmen des Projekts "EU4regions" werden hochwertige multimediale und journalistische Informationen zur KohĂ€sionspolitik produziert und anschließend breit gestreut. Innerhalb von 12 Monaten wird ĂŒber Interreg-Projekte aus West- und Ostdeutschland und den NachbarlĂ€ndern/-regionen berichtet, um lokale Herausforderungen aufzuzeigen. Die betroffenen LĂ€nder sind Polen, die Tschechische Republik, Österreich, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande und DĂ€nemark. Unser thematischer Schwerpunkt ist die Nachhaltigkeit, wobei wir Nachhaltigkeit als Ganzes verstehen. Obwohl Klimafragen im Mittelpunkt stehen, werden sie durch wirtschaftliche und soziale Aspekte ergĂ€nzt. Ziel ist es, zu zeigen, wie sich die EU-KohĂ€sionspolitik auf Regionen und Menschen auswirkt.

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