Long-Covid: Hirnvolumen schrumpft messbar nach Infektion
22.06.2026 - 09:25:00 | boerse-global.de
Aktuelle Studien belegen messbare HirnverĂ€nderungen, hohe Gesundheitskosten und einen ĂŒberraschenden Schutzfaktor.
Hirnvolumen schrumpft nach Infektion
Forscher haben signifikante VerÀnderungen der Hirnstruktur nach einer Covid-Infektion nachgewiesen. Eine Studie im Fachjournal European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience untersuchte 51 Patienten rund 15 Monate nach der akuten Erkrankung. Das Ergebnis: ein verringertes Volumen der grauen Substanz, besonders in sprachrelevanten Arealen. Auch die neuronale AktivitÀt war dort vermindert.
Anzeige: Die aktuellen Studien sind alarmierend: Hirnvolumen schrumpft messbar, Long-Covid kostet das Gesundheitssystem Milliarden. Doch es gibt wirksame SchutzmaĂnahmen â von NĂ€hrstoffen bis Impfung. Dieser Report fasst die 3 wichtigsten Strategien fĂŒr Sie zusammen. Jetzt kostenlosen Schutz-Report anfordern
Die Befunde ergĂ€nzen das bekannte Symptombild. Laut CDC sind ĂŒber 200 Symptome mit Long-Covid assoziiert â von Atembeschwerden ĂŒber MĂŒdigkeit bis zu kognitiven BeeintrĂ€chtigungen wie GedĂ€chtnisproblemen und Brain Fog. Studien in PLOS One deuten zudem darauf hin, dass ein niedriger Vitamin-C-Spiegel ebenfalls mit einer geringeren Dichte der grauen Substanz korrelieren könnte.
BlutwĂ€sche hilft nicht â aber Nebenwirkungen gibt es
Die IAMPOCO-Studie im Lancet Regional Health Europe liefert ernĂŒchternde Ergebnisse zur Immunadsorption. Bei 40 Post-Covid-Patienten entfernte die gezielte BlutwĂ€sche zwar erfolgreich Autoantikörper. Eine signifikante Verbesserung der Symptome blieb jedoch aus. Stattdessen traten vermehrt Nebenwirkungen auf. Das Verfahren ist damit fĂŒr Long-Covid aktuell nicht empfehlenswert.
Parallel dazu zeigen kardiologische Studien systemische Auswirkungen. Bulgarische Kardiologen stellten fest: Ein GroĂteil der Genesenen leidet ĂŒber lĂ€ngere Zeit unter erhöhtem Blutdruck und Puls. In etwa jedem zehnten Fall fĂŒhrt das zu erneuten Krankenhausaufenthalten. Covid-19 gilt inzwischen als relevanter Risikofaktor fĂŒr Lungenembolien.
Long-Covid kostet das Gesundheitssystem Milliarden
Die finanziellen Folgen sind enorm. Eine Studie der UniversitĂ€t Groningen mit knapp 28.000 Teilnehmern beziffert die jĂ€hrlichen Gesundheitskosten fĂŒr Long-Covid-Patienten auf durchschnittlich 1.136 Euro pro Person. Zum Vergleich: Bei Patienten ohne Langzeitfolgen liegen die Kosten bei 616 Euro, bei nie Infizierten bei 678 Euro.
Besonders die PrimĂ€rversorgung ist betroffen. Long-Covid-Patienten beanspruchen Hausarztleistungen mehr als doppelt so hĂ€ufig. Ergotherapie wird 8,7-mal, LogopĂ€die 8-mal hĂ€ufiger genutzt. Hinzu kommt die Belastung fĂŒr Angehörige: Sie investieren durchschnittlich 15 Stunden pro Jahr in die UnterstĂŒtzung Betroffener.
Anzeige: BlutwĂ€sche hilft nicht, aber Impfung senkt Herzrisiko um 38%: Wer Long-Covid vorbeugen will, braucht einen klaren Plan. Dieser Leitfaden liefert die 3 wirksamsten Strategien â von NĂ€hrstoffen bis Impfintervall. Long-Covid-PrĂ€ventionsplan jetzt sichern
Impfung schĂŒtzt auch das Herz
Eine Studie im Journal JAMA Internal Medicine an ĂŒber einer Million US-Veteranen zeigt einen weiteren Vorteil der Impfung. Eine Auffrischungsimpfung senkt das Risiko fĂŒr schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse um 38 Prozent. Besonders ausgeprĂ€gt ist der Effekt bei Menschen ĂŒber 75 Jahren und Patienten mit Vorerkrankungen.
In Deutschland dominieren im Juni 2026 die Varianten XFG Stratus und NB.1.8.1. Die offizielle 7-Tage-Inzidenz liegt bei 0,1 pro 100.000 Einwohner â Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. Die STIKO empfiehlt weiterhin Auffrischungsimpfungen fĂŒr Risikogruppen und medizinisches Personal. Laut Nature kann eine Impfung das Risiko, an Long-Covid zu erkranken, etwa halbieren.
