Lungenkrebs-Screening, Brandenburg

Lungenkrebs-Screening: Brandenburg und Sachsen starten Früherkennung

26.06.2026 - 21:25:04 | boerse-global.de

Brandenburg und Sachsen führen ein Niedrigdosis-CT-Screening für langjährige Raucher ein, um Lungenkrebs frühzeitig zu erkennen.

Neues Lungenkrebsscreening: Brandenburg und Sachsen starten CT-Früherkennung
Lungenkrebs-Screening - Nahaufnahme eines Niedrigdosis-CT-Scans einer menschlichen Lunge mit sichtbaren frühen Anomalien, im Hintergrund medizinische Geräte. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Programme nutzen Niedrigdosis-CT zur Früherkennung bei langjährigen Rauchern.

So funktioniert das neue Verfahren

In Brandenburg startete das Screening am 26. Juni in den Regionen Potsdam und Bad Belzig. Die Untersuchung erfolgt per Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose-CT) – eine detaillierte Methode mit geringer Strahlenbelastung.

Die Zielgruppe: Menschen zwischen 50 und 75 Jahren mit hohem Risiko, insbesondere langjährige Raucher. Der Weg zur Untersuchung führt zunächst über die Hausarztpraxis. Dort prüfen Ärzte die Voraussetzungen. Erst dann erfolgt die CT in spezialisierten Radiologiepraxen.

Die EvB Gruppe betont die Bedeutung wohnortnaher Angebote. „Niedrige Hürden sind entscheidend für die Inanspruchnahme“, so ein Sprecher.

Sachsen zieht nach

Bereits am 24. Juni begann Sachsen mit der Umsetzung eines Kassenangebots. Auch hier können starke Raucher zwischen 50 und 75 Jahren die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen beantragen – sobald die durchführenden Einrichtungen die nötigen Genehmigungen erhalten haben.

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Die rechtliche Grundlage liefert eine Verordnung des Bundesumweltministeriums. Sie regelt den Einsatz von Röntgenstrahlung zur Früherkennung und ermöglicht die systematische Untersuchung symptomfreier Personen. Deutschland folgt damit internationalen Trends zur Senkung der Lungenkrebs-Sterblichkeit.

Warum die Screenings dringend nötig sind

Die Krankheitslast durch Rauchen ist enorm. In Bielefeld wurden Anfang 2026 rund 9.700 COPD-Patienten registriert – etwa 90 Prozent der Fälle gehen aufs Rauchen zurück. Im Kreis Herford zählten Ärzte im Mai 2026 rund 10.500 COPD-Fälle bei Über-40-Jährigen, rund sieben Prozent der dortigen Bevölkerung.

Bundesweit sterben jährlich etwa 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Neben Lungenkrebs belasten chronische Lungenerkrankungen das Gesundheitssystem massiv.

Prävention als Gesamtstrategie

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Das Lungenkrebsscreening ist Teil einer breiteren Initiative zur Krebsfrüherkennung. Ähnliche Programme laufen bereits: Im Schweizer Kanton Basel-Landschaft etwa wurden seit Jahresbeginn über 1.600 Frauen im Rahmen eines Mammografie-Screenings untersucht.

Ziel ist es, durch regelmäßige Kontrollen und standardisierte Qualität die Entdeckungsrate zu erhöhen und Behandlungserfolge zu sichern. In Brandenburg gilt das neue Screening als ergänzender Baustein der regionalen Gesundheitsvorsorge.

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