M2 Extreme: Apples Monster-Chip mit 48 Kernen blieb in der Schublade
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 12:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat den Mac Pro im MĂ€rz 2026 eingestellt â nun werden Details zu den nie veröffentlichten High-End-Modellen bekannt. Interne Unterlagen zeigen, dass der Konzern gleich zwei Nachfolger entwickelte, darunter einen Intel-basierten Rechner und eine extrem leistungsstarke âExtreme"-Chip-Generation.
Zwei Prototypen, die nie das Licht der Welt erblickten
Bevor Apple den Stecker bei seiner teuersten Desktop-Reihe zog, arbeitete das Unternehmen an zwei unterschiedlichen Mac-Pro-Prototypen. Der erste, intern als J170 bezeichnet, sollte weiterhin auf Intel-Technik setzen. Das Besondere: Er war fĂŒr professionelle Anwender gedacht, die auf PCIe-SteckplĂ€tze und KompatibilitĂ€t mit Ă€lterer Software angewiesen sind.
Der zweite Prototyp mit dem Codenamen J190 hingegen sollte den M3 Ultra-Chip erhalten. UrsprĂŒnglich fĂŒr Anfang 2025 geplant, wurde das Modell jedoch nie ausgeliefert. Branchenbeobachter sehen darin eine strategische Entscheidung: Der Mac Studio hat den Mac Pro als Flaggschiff fĂŒr Profi-Anwender lĂ€ngst abgelöst.
Die Extreme-Chips: Monster-Prozessoren fĂŒr die Schublade
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Noch ambitionierter waren die PlĂ€ne fĂŒr Apples Prozessor-Spitze. Die Chips M2 Extreme und M3 Extreme sollten oberhalb der âUltra"-Klasse angesiedelt sein â mit verdoppelter Kernzahl. Konkret waren fĂŒr den M2 Extreme bis zu 48 CPU-Kerne und 152 GPU-Kerne vorgesehen.
Doch die Kosten sprengten jede vernĂŒnftige Kalkulation. Branchenkreisen zufolge hĂ€tte ein fertiger Rechner mit diesem Chip deutlich ĂŒber 10.000 Euro kosten können. Angesichts der hohen FertigungskomplexitĂ€t und einer erwartet schwachen Nachfrage fĂŒr ein derartiges Nischenprodukt entschieden sich Apples FĂŒhrungskrĂ€fte gegen eine MarkteinfĂŒhrung.
Mac Studio als neue Profi-Zentrale
Nach 20 Jahren Mac-Pro-Ăra setzt Apple nun voll auf den Mac Studio. Ein neues Modell mit M5 Ultra-Chip wird fĂŒr Herbst 2026 erwartet. Langfristig ist sogar ein M7 Ultra fĂŒr 2028 im GesprĂ€ch.
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Interessant: WĂ€hrend Apple bei eigenen GerĂ€ten komplett auf Intel verzichtet, verĂ€ndert sich die Beziehung der beiden Unternehmen. Intels neuer 18A-Fertigungsprozess erreicht offenbar eine Ausbeute von 85 Prozent â und konnte damit Apple, AMD und Nvidia als Kunden gewinnen. Auch im VerpackungsgeschĂ€ft punktet Intel: Google und AWS haben die EMIB-T-Technologie geordert.
Die Software-Seite untermauert den Kurswechsel: Bereits Mitte 2024 brachte Final Cut Pro 10.8 zahlreiche KI-Funktionen, die speziell Apples Neural Engine nutzen. Der Konzern setzt langfristig auf sein geschlossenes Ăkosystem aus eigener Hardware und Software â der Mac Pro hatte darin offenbar keinen Platz mehr.
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