M7 Ultra: Apples Chip speichert 1,5 Terabyte für lokale KI
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 21:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Apple treibt seine Chip-Entwicklung mit großen Schritten voran. Der M7 Ultra soll künftig bis zu 1,5 Terabyte Arbeitsspeicher unterstützen. Das geht aus aktuellen Branchenberichten hervor. Damit würde Apples Eigenentwicklung erstmals die Speicherkapazität des Intel-basierten Mac Pro aus dem Jahr 2019 erreichen.
Roadmap-Umstellung: M6 ohne Profi-Varianten
Der M7 Ultra ist für das Jahr 2028 geplant. Zuvor nimmt Apple eine ungewöhnliche Änderung an seiner Roadmap vor: Die leistungsstarken Varianten Pro, Max und Ultra der kommenden M6-Generation werden gestrichen. Grund dafür sind die massiven Investitionen in KI-Funktionen für die M7-Familie.
Ein Basis-M6-Chip soll noch Ende 2026 erscheinen. Die Profi-Varianten folgen dann mit dem M7: Das Basismodell kommt in der ersten Jahreshälfte 2027, die Versionen M7 Pro und Max in der zweiten Jahreshälfte 2027.
M5 Ultra als Zwischenschritt
Noch in diesem Jahr bringt Apple den M5 Ultra auf den Markt. Er unterstützt bis zu 768 Gigabyte Arbeitsspeicher – genau die Hälfte dessen, was der M7 Ultra leisten soll.
KI als Treiber der Entwicklung
Der gigantische Arbeitsspeicher ist kein Selbstzweck. Er ermöglicht es, KI-Modelle mit einer Billion Parametern direkt auf dem Gerät auszuführen – ohne Cloud-Anbindung. Branchenkenner sehen darin einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
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Die Architektur der neuen Chips profitiert offenbar von Apples inzwischen eingestelltem Autonomes-Fahren-Projekt. Dessen Entwicklung hinterließ leistungsstarke Neural-Engine-Designs, die nun in den M7 einfließen. Aktuelle Tape-Outs der M7-Familie zeigen einen deutlichen Schwerpunkt auf NPU-Verbesserungen.
Software bereitet sich vor
Parallel zur Hardware arbeitet Apple an der passenden Software. Das Betriebssystem macOS 27, intern „Golden Gate" genannt, soll im Herbst 2026 erscheinen – pünktlich zum M5 Ultra und Basis-M6.
Preise und Produktionsrisiken
Die endgültige Konfiguration des M7 Ultra hängt von den globalen Lieferketten ab, insbesondere von der anhaltenden Knappheit bei Speicherchips. Sollte die Produktion wie geplant laufen, werden die Kosten für die maximale Speicherkonfiguration enorm sein. Schätzungen zufolge könnte das Upgrade von 128 Gigabyte auf 1,5 Terabyte über 35.000 Euro kosten. Ein voll ausgestattetes Mac Studio mit M7 Ultra läge bei etwa 20.000 Euro.
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Wettbewerb zieht nach
Andere Anbieter fordern Apple bereits heraus. Amazon Web Services (AWS) bietet seit Kurzem M3 Ultra Mac Studios mit 256 Gigabyte Arbeitsspeicher in seinen Cloud-Regionen an – deutlich mehr als die üblichen 96 Gigabyte im Handel. Auch Nvidia hat mit dem RTX Spark SoC einen Prototypen vorgestellt, der 128 Gigabyte Arbeitsspeicher in einem mobilen Format bietet.
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