Mac Studio M5: Apple integriert Genlock für Videoproduktion
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 01:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In einer signifikanten Erweiterung für die professionelle Videoproduktion führt Apple eine integrierte Genlock-Unterstützung über USB-C in der neuesten Generation des Mac Studio sowie des Mac mini mit M5-Pro-Chip ein. Die technologische Neuerung ermöglicht die präzise Synchronisation von Displays mit Kameras, wie etwa dem iPhone 17 Pro, ohne dass hierfür wie bisher zusätzliche Hardware von Drittanbietern erforderlich ist.
Präzise Synchronisation für Multi-Kamera-Produktionen
Die am 26. August vorgestellte Implementierung von Genlock sorgt dafür, dass mehrere Kameras und Displays auf demselben Timing-Signal gehalten werden. Dies verhindert einen sogenannten Drift bei Multi-Kamera-Aufnahmen und stellt sicher, dass alle Bildquellen absolut synchron laufen. Während diese Funktion bisher teure Speziallösungen erforderte, ist sie nun direkt in die Hardware integriert.
Branchenberichten zufolge ist Blackmagic Design der erste Drittanbieter, der die entsprechende API nutzt, um die neue Funktionalität in seine Workflows einzubinden. Die Genlock-Funktion wird zusammen mit der Auslieferung der neuen Hardware ab dem 22. September zur Verfügung stehen.
Leistungsdaten des Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra
Die neue Generation des Mac Studio wird mit den leistungsstarken Chips M5 Max und M5 Ultra ausgestattet. Das Modell mit dem M5 Max verfügt über eine 18-Core-CPU und eine GPU mit bis zu 40 Kernen.
Bei einer Speicherbandbreite von 614 GB/s kann das System mit bis zu 128 GB Arbeitsspeicher konfiguriert werden. Im Vergleich zum M4 Max soll die Multi-Core-Leistung um 25,5 % und die Grafikleistung um 15 % gestiegen sein.
Wer das volle Potenzial dieser neuen Hochleistungsrechner von Beginn an ausschöpfen möchte, findet in diesem Ratgeber die wichtigsten Optimierungen. Ein gratis PDF-Starterpaket verrät die cleveren Tricks, mit denen Sie Ihren Apple-Computer von Tag 1 an optimal nutzen. So werden Sie in kürzester Zeit zum Mac-Profi – völlig kostenlos
Der Mac Studio mit M5 Ultra richtet sich an High-End-Anwender und bietet bis zu 36 CPU-Kerne sowie eine 80-Core-GPU. Mit einer Bandbreite von 1,2 TB/s und bis zu 512 GB Speicher ist das System in der Lage, gleichzeitig 33 Streams in 8K ProRes 422 bei 30 Bildern pro Sekunde abzuspielen.
Die Rechenleistung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) liegt beim M5 Ultra laut Herstellerangaben um das 4,3-Fache über dem M3 Ultra und erreicht nahezu das Zehnfache des ursprünglichen M1 Ultra.
Kompakte Leistung im Mac mini und technologische Basis
Auch der Mac mini erhält umfassende Aktualisierungen. Das Modell mit dem M6-Chip bietet eine 12-Core-CPU und eine 12-Core-GPU bei bis zu 32 GB Speicher.
Die KI-Leistung hat sich gegenüber dem M4 vervierfacht, was unter anderem auf eine Dual 16-Core Neural Engine zurückzuführen ist. Der Mac mini mit M5 Pro bietet hingegen bis zu 18 CPU-Kerne, eine 20-Core-GPU und 64 GB Speicher bei einer Bandbreite von 307 GB/s.
Um bei der Arbeit mit solch leistungsstarker Hardware zusätzlich Zeit zu sparen, helfen gezielte Tastenkombinationen für den Workflow. In diesem kostenlosen Sonderreport erfahren Sie, wie Sie am Mac sofort flüssiger und entspannter arbeiten. Die 19 besten Mac-Shortcuts jetzt gratis herunterladen
Beide Modellreihen, sowohl der Mac mini als auch der Mac Studio, nutzen PCIe-Gen-6-SSDs, die eine Verdopplung der Geschwindigkeit versprechen. Zur weiteren Ausstattung gehören Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und die Unterstützung von Bildwiederholraten von bis zu 165 Hz for 4K-Displays.
Eine Besonderheit stellt das Thunderbolt-5-Clustering dar: Durch den Zusammenschluss von vier Mac-Studio-Systemen lässt sich eine dreifach schnellere KI-Inferenz erzielen. Das Training mit Foundry Nuke CopyCat ML soll auf den neuen Systemen bis zu 15,4-mal schneller ablaufen als auf einem M1 Ultra.
Preisgestaltung und Markteinführung
Die neuen Modelle werden mit dem Betriebssystem macOS 27 Golden Gate ausgeliefert. Die Vorbestellungsphase begann bereits am 25. August, die allgemeine Verfügbarkeit ist für den 22. September angekündigt.
In den USA startet der Mac Studio mit M5 Max bei 2.499 US-Dollar, während das Ultra-Modell ab 5.499 US-Dollar erhältlich ist. Für den europäischen Markt wurden Preise von 3.029 Euro für die Max-Variante und 6.649 Euro für die Ultra-Variante genannt.
Der Mac mini mit M6-Chip beginnt preislich bei 899 US-Dollar, das leistungsstärkere Modell mit M5 Pro startet bei 1.699 US-Dollar. Letzteres liegt damit preislich um 100 US-Dollar über seinem Vorgängermodell.
Mehr zum Thema bei Tom's Hardware: „Apple launches new M6 and M5 Ultra Apple silicon chips — debuting in new Mac Mini and Mac Studio“
