MacBook Neo: Apples 599-Euro-Notebook kämpft mit Lieferengpässen
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 13:52 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das günstigste Notebook des Konzerns seit Jahren sorgt für Rekordverkäufe, kämpft aber mit Lieferengpässen.
Leistungssprung mit kleinen Abstrichen
Die technischen Tests dieser Woche zeigen: Der A18-Pro-Prozessor macht das MacBook Neo zu einer echten Kampfansage. Mit 6-Core-CPU, 5-Core-GPU und 16-Core-Neural-Engine liefert der Chip beeindruckende Benchmark-Werte. Geekbench-OpenCL-Scores von 19.615 und Metal-Ergebnisse von 30.899 wurden am heutigen Donnerstag veröffentlicht. Internen Daten zufolge ist der A18 Pro rund 50 Prozent schneller als ein Intel Core Ultra 5.
Die SSD-Geschwindigkeiten der 256-GB- und 512-GB-Varianten erreichen Leseraten von 1554,9 MB/s und Schreibraten von 1379,6 MB/s. Allerdings: Die 8 GB Arbeitsspeicher des Basismodells könnten zum Problem werden. Erste Berichte zur macOS-27-Beta deuten darauf hin, dass künftige KI-Funktionen mindestens 12 GB RAM benötigen. Das würde die Nutzungsdauer des günstigsten Modells deutlich einschränken.
Verzicht für den niedrigen Preis
Zum Einstiegspreis von 599 Euro musste Apple sparen – und das an mehreren Stellen. Das 13-Zoll-Display liefert zwar 500 Nits Helligkeit bei einer Auflösung von 2408×1506 Pixeln, verzichtet aber auf die True-Tone-Technologie. Auch das Force-Touch-Trackpad und die Tastatur-Hintergrundbeleuchtung fehlen.
Dafür punktet das Gerät bei der Reparierbarkeit. iFixit bewertete das MacBook Neo am 14. Juli mit 6 von 10 Punkten – die beste Note für ein Apple-Notebook seit einem Jahrzehnt. Zwar bleibt der Arbeitsspeicher fest verlötet, doch Akku und Tastatur sind erstmals wieder mit Schrauben statt Klebstoff befestigt. Das erleichtert Reparaturen erheblich.
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Chip-Krise bremst die Verkäufe
Die Nachfrage ist riesig – doch Apple kann nicht liefern. Branchenanalyst Henry Chang von DigiTimes senkte die Prognose für die Jahresauslieferungen von ursprünglich 10 Millionen auf 6 bis 7 Millionen Einheiten. Grund ist die knappe 3-Nanometer-Fertigungskapazität bei TSMC, die durch die hohe Nachfrage nach KI-Komponenten ausgelastet ist.
Im zweiten Quartal 2026 half das MacBook Neo dennoch, die gesamten Notebook-Auslieferungen um über zehn Prozent im Jahresvergleich zu steigern. Während das Gerät bei Drittanbietern wie Amazon und Saturn noch verfügbar ist, verzeichnet Apples eigener Store Lieferverzögerungen von mehreren Wochen.
Internationale Erfolge und neues Zubehör
Besonders in Schwellenmärkten sorgt der niedrige Preis für Bewegung. In Kenia, wo das MacBook Neo umgerechnet rund 540 Euro kostet, verdrängt es zunehmend gebrauchte M1-Modelle. Die kenianische Statistikbehörde meldete für April 2026 Importe von Datenverarbeitungsgeräten im Wert von umgerechnet 36 Millionen Euro – ein Anstieg von fast 300 Prozent. macOS erreichte dort im Juni einen Marktanteil von 5,1 Prozent, Windows liegt bei 64,2 Prozent.
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Die Zubehörindustrie reagiert auf den Erfolg. Satechi brachte am 14. Juli farblich abgestimmte Accessoires in den Farben Citrus, Blush, Indigo und Silver auf den Markt. Das Sortiment umfasst einen 5-in-1-Multiport-Adapter, einen 6-Port-USB-C-Hub mit 45-Watt-Ladefunktion und eine kabellose Maus mit wechselbarem Akku.
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