MacBook, Touchscreen

MacBook Pro mit Touchscreen: macOS 27 vergrößert Fensterknöpfe automatisch

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 09:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die neuen MacBook-Pro-Modelle kombinieren Touch-Bedienung mit OLED-Display; Verkauf und Auslieferung starten am 6. November.
Ein minimalistischer, moderner Arbeitsbereich in einem Industriedesign-Studio mit natürlichem Licht und weichen Schatten. Illustration mit AI erstellt.

Apple hat auf einer Veranstaltung in Los Angeles ein überarbeitetes MacBook Pro präsentiert. Die neuen Geräte in den Größen 14 und 16 Zoll sind mit M5 Pro oder M5 Max Chips ausgestattet und verfügen erstmals in der Geschichte der Mac-Modellreihe über einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Das verbaute PROLED-XDR-Display basiert auf Tandem-OLED-Technologie. Anpassungen für die Touch-Bedienung im Betriebssystem macOS 27 fallen laut Berichten moderat aus, da die Desktop-Oberfläche im Kern erhalten bleibt.

Preise, Konfigurationen und Verfügbarkeit

Die Preise für das neue Modell beginnen in den USA bei 2.899 US-Dollar für die 14-Zoll-Version und bei 3.399 US-Dollar für die Variante mit 16-Zoll-Bildschirm. Damit liegt der Einstiegspreis für die Ausführung mit Touch-OLED-Panel um 400 US-Dollar über dem eines vergleichbar ausgestatteten MacBook Pro mit M5 Pro.

Ein voll ausgestattetes 16-Zoll-Modell mit M5 Max, 64 GB Arbeitsspeicher und zwei Terabyte Speicherplatz kostet 5.799 US-Dollar. Für eine Erweiterung des Arbeitsspeichers von 64 auf 128 GB verlangt Apple zusätzlich 1.600 US-Dollar.

Auf dem japanischen Markt verzeichnete Apple am 28. Oktober 2026 Einstiegspreise von 499.800 Yen für das 14-Zoll-Gerät sowie 599.800 Yen für die 16-Zoll-Ausführung mit M5 Pro inklusive Steuern. Vorbestellungen wurden unmittelbar nach der Vorstellung freigeschaltet. Der reguläre Verkauf sowie die Auslieferung beginnen am 6. November.

Hardware-Design und Gehäuseänderungen

Der Berührungssensor ist unmittelbar in das Anzeigepanel integriert, was laut Hersteller die Latenz verringern soll. Ein überarbeitetes Displayscharnier soll die notwendige Stabilität bei Fingerberührungen bieten, wenngleich Gehäusetests bei festen Berührungen am oberen Bildschirmrand ein leichtes Nachgeben zeigten.

CEO John Ternus erklärte, die Touch-Funktion ergänze Trackpad und Tastatur, ohne das Notebook dicker oder schwerer zu machen. Hardware-Chef Johny Srouji verwies auf eine angepasste Kühlung, um Wärme beim Wischen abzufangen, sowie auf die Scharnierkonstruktion zur Verringerung von Wackelbewegungen.

Marketing-Chef Greg Joswiak begründete den Schritt damit, dass Touch-Eingaben überfällig gewesen seien, da professionelle Nutzer an Bedienmuster von iPhone und iPad gewöhnt seien. Frühere Vorbehalte gegen Touchscreens am Mac, die Phil Schiller in den Jahren 2015 und 2016 mit Ergonomie- und Schnittstellenargumenten geäußert hatte, wurden damit revidiert.

Erste Hands-on-Eindrücke zeigen ein geringeres Gewicht: Das 14-Zoll-Modell wiegt 3 Pfund im Vergleich zu 3,4 Pfund bei Nicht-Touch-Modellen mit M6-Chip. Die 16-Zoll-Variante bringt 4 Pfund auf die Waage, während die Ausführung mit M5 Pro ohne Touchfunktion 4,7 Pfund wiegt. Die Geräte weisen eine leicht geringere Dicke und kleinere Grundfläche auf.

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Zudem kehrt das beleuchtete Apple-Logo auf dem Gehäusedeckel zurück, dessen Helligkeit an das Display gekoppelt ist und sich abschalten lässt. Anschlüsse, Tastatur und Trackpad bleiben unverändert. Ein Modus zur Nutzung als Tablet oder eine Unterstützung für den Apple Pencil sind nicht vorhanden. Ältere Mac-Rechner erhalten keine Touch-Unterstützung.

Schnittstelle und Systemgesten in macOS

Die Menüleiste behält ihr gewohntes Aussehen. Einzelne Menüpunkte, Dropdown-Menüs sowie die Fensterkontrollknöpfe in den Farben Rot, Gelb und Grün vergrößern sich automatisch bei Annäherung oder Berührung durch einen Finger. In ersten Praxistests wurde bei Neil Cybart hierbei eine leichte Verzögerung festgestellt.

Bestehende Trackpad-Gesten lassen sich direkt auf dem Bildschirm nutzen. Dazu zählen das Wischen vom rechten Rand für das Kontrollzentrum, Bildlauf per Wischgeste, Auf- und Zuziehen zum Zoomen, das Verschieben von Folien, Doppeltippen für den Vollbildmodus sowie Gesten zum Anordnen und Skalieren von Fenstern.

Anstelle der Aussparung am oberen Bildschirmrand setzt Apple nun auf die Dynamic Island. Diese zeigt Musiksteuerungen, Schieberegler für Lautstärke und Helligkeit, Live-Aktivitäten sowie Benachrichtigungen an und integriert Spotlight sowie Siri AI. Siri AI setzt eine aktivierte Funktion in der Beta von macOS 27.2 voraus.

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Per Berührung lassen sich darüber unter anderem AirDrop-Übertragungen annehmen oder die Audiowiedergabe pausieren. In der Betaversion vergrößern sich zudem Safari-Reiter beim Ziehen, Finder-Schlagwörter erhalten größere Abstände und Kalendereinträge runde Anfasser.

Integration für Entwickler und App-Ökosystem

Das Betriebssystem wandelt Berührungen standardmäßig in Klicks um, wodurch bestehende Programme ohne direkte Anpassung bedienbar bleiben. Anpassungsbedarf besteht vor allem bei kleinen Bedienelementen oder mausabhängigen Hover-Funktionen. Neue Programmierschnittstellen erlauben Entwicklern die Einbindung von Multitouch und skalierbaren Reglern.

Beispielcode vergrößert Trefferflächen bei Berührungen auf mindestens 36 Punkte pro Seite. Entwickler können Systemgesten über spezifische Parameter in AppKit, Mac Catalyst und SwiftUI steuern und Touch-Funktionen in den Konfigurationsdateien deklarieren.

Über Sidecar und ein iPad lassen sich Touch-Eingaben in der macOS-Beta auch ohne neue Hardware testen. Zudem lässt sich die Funktion in den Einstellungen für Bedienungshilfen vollständig deaktivieren.

Zur Unterstützung stellt Apple Entwicklervideos bereit und kündigte zwei Online-Gruppen-Workshops für den 18. November 2026 von 9 bis 10 Uhr PT sowie für den 19. November 2026 von 18 bis 19 Uhr PT an. Xcode 27.3 Beta und Dokumentationen sind für die nahe Zukunft angekündigt.

Während hauseigene Programme wie Logic Pro, Final Cut Pro und Pixelmator Pro direkt optimiert werden, sollen Anpassungen von Drittanbieter-Anwendungen wie Notion, Zoom, Microsoft 365, DaVinci Resolve, Blender oder Shapr3D laut Herstellerangaben erst im weiteren Verlauf des Jahres 2026 folgen.

Mehr zum Thema bei The Verge: „Hands-on with Apple’s touchscreen MacBook Pro“

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