macOS 27: Apple beendet Intel-Ära endgültig im Herbst
23.06.2026 - 22:24:00 | boerse-global.de
Das Update, das für Herbst 2026 erwartet wird, läuft ausschließlich auf Macs mit hauseigenen Chips.
Betroffen sind mehrere professionelle Arbeitsmaschinen, die bislang noch breit im Einsatz sind: das 16-Zoll MacBook Pro von 2019, das 13-Zoll MacBook Pro mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen von 2020, der 27-Zoll iMac aus demselben Jahr sowie der 2019er Mac Pro. Für all diese Modelle gibt es keine großen Funktions-Updates mehr.
Drei Jahre Sicherheitspatches als Gnadenfrist
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Ganz ohne Schutz lässt Apple seine Intel-Kunden allerdings nicht zurück. Für macOS 26 „Tahoe“, die letzte Version mit Intel-Kompatibilität, hat der Konzern drei weitere Jahre Sicherheitsupdates zugesagt. Bis Ende 2029 sollen Nutzer älterer Hardware also noch vor Schwachstellen geschützt bleiben.
Auch die Rosetta-2-Kompatibilitätsschicht steht vor dem Aus. macOS 27 wird die letzte Version sein, die die Übersetzung von Intel-Software auf Apple-Silicon-Macs voll unterstützt. Ab macOS 28 im Jahr 2027 soll die Funktion drastisch beschnitten werden.
Die Softwareindustrie reagiert bereits: Adobe verlangt für Premiere Pro 26 mittlerweile mindestens macOS Sonoma 14 – macOS Ventura wird nicht mehr unterstützt. Und Microsofts jüngstes Outlook-Update für Mac (Version 16.110) sorgte wegen Bugs bei der Antwortfunktion für Kritik. Die zunehmende Komplexität der Softwarepflege bei wechselnder Hardware-Architektur wird hier deutlich sichtbar.
KI-Features treiben den Wechsel
Ein entscheidender Grund für den Intel-Rauswurf sind die neuen Systemanforderungen. Die volle Siri-KI-Funktionalität setzt einen M3-Chip oder neuer sowie mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher voraus – Spezifikationen, die kein Intel-Mac erfüllt. Zudem wird für die Installation von macOS 27 voraussichtlich 35 Gigabyte freier Speicherplatz benötigt.
Hinzu kommen thermische Probleme älterer Modelle. MacBook Pros aus den Baujahren 2016 bis 2020 neigen aufgrund der hohen Leistungsaufnahme der Intel-Chips in den dünnen Gehäusen zur Überhitzung. Apple-Silicon-Modelle laufen dagegen unter normaler Last deutlich kühler – auch wenn anspruchsvolle Aufgaben weiterhin zur Drosselung führen können.
Leistungssprung und sinkende Restwerte
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Der Abstand zwischen alter und neuer Hardware hat sich seit Einführung der M3-Familie Ende 2023 massiv vergrößert. Schon damals war der M3 Max bis zu elfmal schneller als das schnellste Intel-basierte MacBook Pro. Für Herbst 2026 werden M6 Pro- und M6 Max-Chips erwartet, möglicherweise im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt – ein weiterer Schlag für die Intel-Ära.
Wer noch auf alter Hardware sitzt, sollte vor allem auf den Akku-Zustand achten. Branchenexperten empfehlen einen Austausch bei etwa 1.000 Ladezyklen oder wenn die Kapazität unter 70 Prozent fällt. Apples offizieller Akku-Service kostet zwischen 199 und 249 US-Dollar (rund 185 bis 230 Euro), unabhängige Werkstätten bieten Alternativen für 119 bis 159 US-Dollar (110 bis 148 Euro).
Der Wiederverkaufswert hochwertiger Intel-Macs ist per 23. Juni 2026 noch spürbar. Spezialisierte Ankaufdienste zahlen für bestimmte MacBook-Pro-Konfigurationen bis zu 4.150 US-Dollar (rund 3.860 Euro), für Mac-Pro-Modelle sogar bis zu 5.400 US-Dollar (rund 5.020 Euro) – vorausgesetzt, die Geräte sind in Top-Zustand. Doch mit dem nahenden Erscheinen von macOS 27 werden diese Preise voraussichtlich einbrechen. Fehlende OS-Updates und der Verzicht auf neue KI-Funktionen machen den Umstieg auf Apple Silicon für viele Anwender zunehmend unausweichlich.
