macOS 27: Apple kappt Intel-UnterstĂĽtzung komplett
24.06.2026 - 22:54:04 | boerse-global.de
Apple vollendet den Abschied von Intel: Das nächste große Betriebssystem-Update setzt ausschließlich auf hauseigene Prozessoren. Für Millionen Nutzer alter Macs bedeutet das das Ende der Fahnenstange.
Der Schritt war absehbar – nun ist er besiegelt. Mit der für Herbst 2026 geplanten Version macOS 27 (Codename „Golden Gate") kappt Apple endgültig die Verbindung zu Intel. Entwicklerdokumente und Beta-Release-Notes der letzten Tage bestätigen: Das Update benötigt zwingend einen Apple-Silicon-Chip. Native Unterstützung für Intels x86-Architektur gibt es nicht mehr.
Welche Macs noch mitmachen – und welche nicht
Kompatibel sind alle Modelle, die ab 2020 auf den Markt kamen: das MacBook Neo, MacBook Air und MacBook Pro ab Baujahr 2020, der iMac ab 2021, Mac mini ab 2020, Mac Studio ab 2022 und der Mac Pro ab 2023.
Auf der Strecke bleiben dagegen einige prominente Intel-Maschinen. Dazu zählen das 16-Zoll-MacBook Pro von 2019, der Mac Pro von 2019, der 27-Zoll-iMac von 2020 und das 13-Zoll-MacBook Pro mit vier Thunderbolt-Anschlüssen aus demselben Jahr. Für sie ist macOS 26 Tahoe die letzte große Systemversion.
Drei Jahre Sicherheits-Updates – dann ist Schluss
Apple verspricht den Intel-Nutzern immerhin eine Gnadenfrist: Bis 2029 gibt es Sicherheits-Patches fĂĽr macOS 26 Tahoe. Ein reiner Wartungsmodus, der vor allem professionellen Anwendern Zeit fĂĽr den Umstieg verschaffen soll.
Auch die Rosetta 2-Kompatibilitätsschicht, die Intel-Apps auf Apple-Chips laufen lässt, hat keine Zukunft. macOS 27 wird die letzte Version mit vollem Funktionsumfang sein. Ab macOS 28 im Jahr 2027 soll die Übersetzungsumgebung schrittweise zurückgefahren werden – bis zur kompletten Streichung. Die Branche bewegt sich unaufhaltsam in Richtung reiner ARM-nativer Software.
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„Liquid Glass" und KI-Offensive in Beta 2
Erst am Dienstag, dem 23. Juni 2026, veröffentlichte Apple die zweite Entwickler-Beta von macOS 27 (Build 26A5368g). Sie bringt ein optisches Redesign namens „Liquid Glass" mit: anpassbare Transparenz-Effekte, verbesserte Schatten, einheitliche Symbolleisten, randlose Seitenleisten und eine aufgeräumte Menüleiste.
Der eigentliche Star der Beta ist jedoch „Siri AI" – ein KI-gestützter Assistent auf Basis von Gemini-Modellen. Tief in die Spotlight-Suche integriert, kann er persönliche Daten wie E-Mails, Kalendereinträge und Notizen durchsuchen und konkrete Antworten liefern. Dazu kommen Schreibwerkzeuge, visuelle Intelligenz und automatisierte Fotobearbeitung in der Fotos-App.
Ein cleverer Workaround, mit dem Nutzer Anfang der Woche per Terminal-Befehl die Warteliste fĂĽr Siri AI umgehen konnten, ist seit dem Beta-2-Update vom 24. Juni Geschichte. Der Zugriff wird jetzt serverseitig gesteuert.
Abschied von alten Diensten – und steigende Preise
Mit macOS 27 verabschiedet sich Apple auch von einigen Legacy-Diensten. Die AirPort Utility verschwindet aus dem App Store. Zwar können Bestandskunden die App aus ihrer Kaufhistorie erneut herunterladen – ein reibungsloser Betrieb unter macOS 27 oder iOS 27 ist jedoch nicht garantiert. Zudem fällt die Unterstützung für das Apple Filing Protocol (AFP) weg, was vor allem Backups mit älteren Time-Capsule-Geräten beeinträchtigen dürfte.
Bis 2029 gibt es noch Sicherheits-Patches für macOS 26 – aber dann ist Schluss. Wer jetzt nicht plant, zahlt später drauf: Neue Macs werden teurer durch Chip-Knappheit. Unser Report zeigt, wie Sie mit einem 3-Jahres-Plan und Gebrauchtmarkt-Tipps Geld sparen. Umstiegs-Plan jetzt sichern
Und noch eine Hiobsbotschaft für die Geldbörse: CEO Tim Cook verwies zuletzt auf steigende Kosten für Speicher- und Arbeitsspeicherchips aufgrund einer globalen Flash-Knappheit. Die Preise für neue Macs könnten daher weiter anziehen. Branchenkenner raten Interessenten daher, auf dem Gebrauchtmarkt nach Apple-Silicon-Maschinen Ausschau zu halten – die sind derzeit oft deutlich günstiger als die kommenden Modelle.
Eine öffentliche Beta von macOS 27 soll im Juli 2026 erscheinen. Aktuell läuft die Testphase noch exklusiv für Entwickler.
