macOS 27 Golden Gate: Apple beendet Intel-Mac-Ära im Herbst
16.06.2026 - 11:45:44 | boerse-global.de
Apple zieht einen Schlussstrich unter die Intel-Ära. Mit macOS 27 „Golden Gate“ endet der Support für alle verbliebenen Macs mit Intel-Prozessoren.
Der Schritt ist konsequent, aber radikal: Ab Herbst 2026 erhalten iMacs aus den Jahren 2019 und 2020 sowie alle anderen Intel-basierten Macs keine großen Systemupdates mehr. Die erste Entwickler-Beta von macOS 27, die Anfang Juni veröffentlicht wurde, macht deutlich, wohin die Reise geht – hin zu einem reinen Apple-Silicon-Ökosystem.
Neue Optik und KI-Integration
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Die Beta-Version mit der Build-Nummer 26A5353q bringt einige frische Designelemente mit. Ein sogenannter Liquid-Glass-Schieberegler erlaubt es Nutzern künftig, die Transparenz der Benutzeroberfläche anzupassen. Zudem kehren rahmenlose Seitenleisten und farbige Symbole zurück – eine Reminiszenz an frühere macOS-Zeiten.
Das Herzstück des Updates ist jedoch Apple Intelligence. Die überarbeitete Siri-KI basiert auf einem hauseigenen Foundation Model, das teilweise mit Technologien von Google entwickelt wurde. Die neue Sprachassistentin soll kontextbewusster arbeiten und systemübergreifende Suchfunktionen bieten. Allerdings deuten erste Tests darauf hin, dass die Siri-KI-Funktionen zunächst nur über eine Warteliste zugänglich sein werden – ein ungewöhnlicher Schritt für Apple.
Leistungsdaten mit Licht und Schatten
Erste Benchmark-Ergebnisse der Golden-Gate-Beta zeigen ein gemischtes Bild. Im Geekbench-6-Einzelkerntest erreicht das System 2676 Punkte – ein leichter Anstieg gegenüber den 2634 Punkten der Vorgängerversion Tahoe. Die Multikernleistung liegt mit 9913 Punkten jedoch etwas unter den 10110 Punkten von Tahoe.
Technisch bedeutsam: Apple entfernt mit macOS 27 das veraltete AFP-Protokoll vollständig und setzt ausschließlich auf SMB. Erste Tester berichten allerdings von Bugs bei der iPhone-Spiegelung und Mission Control.
Reparierbarkeit: Ein trauriger Rekord
Ein aktueller Teardown des 21,5-Zoll-iMac 4K Retina durch iFixit fördert erschreckende Details zutage. Die Basisversionen verfügen nicht einmal über einen freien SSD-Steckplatz – stattdessen finden sich nur Lötpunkte auf der Hauptplatine. Das Ergebnis: eine Reparierbarkeitswertung von 1 von 10 Punkten. Ein Negativrekord, der die zunehmende Verlötung und Verklebung der Apple-Geräte dokumentiert.
Zum Vergleich: Noch 2014 setzte Apple bei den iMacs auf vergleichsweise zugängliche Komponenten und brachte mit Thunderbolt 2 einen echten Fortschritt. 2019 folgten dann Modelle mit Intel-Sechskern- und Achtkernprozessoren sowie Radeon-Pro-Vega-Grafik – eine Leistungssteigerung um das bis zu 2,4-Fache.
Fernstart und die Zukunft des iMac Pro
Für Besitzer aktueller Apple-Silicon-iMacs gibt es eine praktische Neuerung: Die Updates auf macOS 26.5 und 26.5.1 ermöglichen einen Fernstart für Desktop-Modelle wie den iMac M4. Schließt man den Rechner an den Strom an, bootet er automatisch – ideal für den Einsatz von Smart-Plugs zur Fernverwaltung. Allerdings: Wer FileVault nutzt, benötigt weiterhin einen SSH-Login, um den Bootvorgang abzuschließen.
Und was ist mit dem lange erwarteten iMac Pro? Gerüchte über ein High-End-Modell halten sich seit Jahren. Ursprünglich für 2023 erwartet, deuten aktuelle Berichte aus dem ersten Halbjahr 2026 auf einen größeren iMac mit 27-Zoll-MiniLED-Display und ProMotion-Technologie hin. Die Bildwiederholrate könnte bis zu 120 Hertz erreichen. Angetrieben werden soll das Gerät von M2-Pro- oder M2-Max-Chips. Ein konkreter Veröffentlichungstermin steht jedoch weiter aus.
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Breite Streichliste: Diese Geräte fallen weg
Der Herbst 2026 wird für viele Apple-Nutzer zum Einschnitt. Insgesamt 16 verschiedene Gerätekategorien verlieren den Support für große Betriebssystem-Updates. Neben den Intel-Macs betrifft das auch mobile Geräte: Das iPad Air der dritten Generation, das iPad der achten Generation sowie die Apple Watch Series 6 bis 8 erhalten kein iPadOS 27 beziehungsweise watchOS 27 mehr.
Auch im Heimkino-Bereich wird aufgeräumt: Der Apple TV HD von 2015 und die erste Generation des Apple TV 4K sind ebenfalls von der Streichliste betroffen. Wer also noch ein älteres Apple-Gerät sein Eigen nennt, sollte sich langsam Gedanken über ein Upgrade machen.
