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macOS 28: Apple beendet Rosetta 2 und Intel-App-Unterstützung

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 00:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple streicht den Intel-Emulator Rosetta 2 mit macOS 28. Entwickler setzen auf native ARM64-Chips, während Sicherheitsupdates für Bestandsgeräte erscheinen.

Apple beendet Intel-Ära: Rosetta 2 fällt mit macOS 28 endgültig weg
Apple-Silicon-Prozessorchip mit weichem blauen Leuchten, Symbol für den Wechsel zur ARM-Architektur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple zieht endgültig einen Schlussstrich unter die Intel-Ära. Mit dem kommenden macOS-Update verschwindet die Übersetzungsschicht Rosetta 2 – und damit die letzte Brücke für Intel-Apps auf Apple-Silicon-Macs.

Das Aus für die Kompatibilitätsschicht

macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate" wird das letzte Betriebssystem sein, das den Rosetta-2-Emulator enthält. Ab macOS 28, intern als „Dumbarton" bekannt, laufen Intel-basierte Anwendungen nicht mehr auf dem Mac-Betriebssystem. Apple hat bereits in macOS 26.4 Warnhinweise integriert, die Nutzer auf die bevorstehende Änderung aufmerksam machen.

Eine Ausnahme könnte lediglich für bestimmte ältere, nicht mehr gewartete Spiele gelten. Der allgemeine Entfall des Emulators erfolgt jedoch beim Upgrade auf macOS 28. Damit endet eine Übergangsphase, die im August 2020 begann, als Apple den letzten Intel-Mac verkaufte. Die ersten M-Series-Chips kamen im November 2020 auf den Markt, 2023 stellte der Konzern den Verkauf von Intel-Macs komplett ein.

Entwickler stellen um

Softwarehersteller rüsten derzeit massiv auf native ARM64-Unterstützung um. CodeWeavers hat kürzlich eine erste Vorschauversion von CrossOver mit nativer Apple-Silicon-Unterstützung veröffentlicht – die Software ist damit nicht länger auf Rosetta 2 angewiesen. Das für Anfang 2027 geplante CrossOver 27 wird Intel-Macs komplett fallen lassen und sich vollständig auf Apple Silicon konzentrieren.

Die aktuelle Vorschau läuft zwar nativ, unterstützt aber noch kein D3DMetal und hat Probleme mit verschiedenen Spiele-Launchern. Erste Tests auf M5-MacBook-Air-Hardware zeigen deutliche thermische Unterschiede: Die native ARM-Version bestimmter Spiele läuft nachweislich 16 Grad Celsius heißer als die zuvor per Rosetta übersetzten Intel-Versionen.

Nutzer, die ihre Software-Bibliothek prüfen möchten, können auf Drittanbieter-Tools wie Go64, HoudahSpot oder Rosetta Check zurückgreifen, um Apps zu identifizieren, die weiterhin die Übersetzungsschicht benötigen.

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Apples Chip-Offensive

Der Rosetta-2-Ausstieg fällt mit Apples aggressiver Roadmap für eigene Prozessoren zusammen. Der M6-Chip wird für Ende 2026 erwartet, die M7-Serie folgt in der ersten Jahreshälfte 2027. Künftige Versionen wie der M7 Ultra, der 2028 erwartet wird, sollen mit einem 1,4-Nanometer-Fertigungsverfahren KI-Leistung auf dem Niveau hochwertiger dedizierter Industrie-Hardware erreichen.

Im Zuge dieser Entwicklung hat Apple offenbar seine Hardware-Prioritäten neu ausgerichtet. Pläne für M2-Extreme- und M3-Extreme-Chips wurden gestrichen, zwei unveröffentlichte Mac-Pro-Modelle wegen hoher Produktionskosten und geringer Nachfrage verworfen. Branchenbeobachter sehen Apples Fokus bei professionellen Desktop-Rechnern zunehmend beim Mac Studio.

Sicherheitsupdates für Bestandsgeräte

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Während macOS 27 in der Betaphase steckt – die vierte Beta wurde kürzlich ausgeliefert – pflegt Apple weiterhin die aktuellen Betriebssysteme. Jüngste Sicherheitsupdates für macOS 14.8.8, 15.7.8 und 26.6 behoben über 100 Schwachstellen.

Das Update für macOS 26.6 enthielt zudem Optimierungen für den Spotlight-Index, die gezielt auf den Übergang zu macOS 27 vorbereiten. Sicherheitsforscher weisen darauf hin, dass die häufigsten Bedrohungen für Mac-Nutzer derzeit ClickFix-ähnliche Social-Engineering-Angriffe sind – nicht die Ausnutzung der gepatchten Schwachstellen. Diese Updates gehören vermutlich zu den letzten größeren Funktions- und Sicherheitsrevisionen für die verbliebenen Intel-Macs.

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