CVE-2026-65400, Hacker

macOS-Lücke CVE-2026-65400: Hacker umgehen Passwort und installieren Krypto-Miner

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 22:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aktive Sicherheitslücke in macOS-Bildschirmfreigabe ermöglicht Root-Zugriff. Apple liefert Updates aus, Behörden warnen vor zehntausenden betroffenen Nutzern.

Kritische macOS-Lücke: Angreifer erlangen Root-Rechte und schürfen Monero
Nahaufnahme eines modernen Laptops in einem abgedunkelten Büro, auf dessen Bildschirm abstrakter Programmcode zu sehen ist. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple-Nutzer sehen sich einer schwerwiegenden Bedrohung durch eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle in der macOS-Bildschirmfreigabe (Screen Sharing) gegenüber. Die unter der Kennung CVE-2026-65400 geführte Sicherheitslücke ermöglicht es externen Angreifern, die reguläre Passwortabfrage vollständig zu umgehen.

In der Folge erlangen Unbefugte sogenannten Root-Zugriff, also weitreichende Administratorrechte auf den betroffenen Systemen, um dort heimlich Software zur Generierung der Kryptowährung Monero zu installieren.

Schweregrad und technisches Ausmaß

Die Dringlichkeit der Bedrohung wird durch unterschiedliche Einschätzungen internationaler Sicherheitsbehörden unterstrichen. Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA hat die Schwachstelle mit einem CVSS-Score von 9,8 als kritisch eingestuft. Das niederländische Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC-NL) bewertet das Risiko mit einem Wert von 7,1. Nach Angaben des NCSC-NL sind insbesondere Systeme gefährdet, bei denen der Port 5900 für externe Verbindungen geöffnet ist. In solchen Fällen konnten bereits kompromittierte Computer identifiziert werden, auf denen aktive Monero-Miner im Hintergrund arbeiteten.

Wie schnell die Lücke ausgenutzt werden kann, belegte ein Experiment der Sicherheitsfirma Calif. Einem KI-Agenten des Unternehmens gelang es laut Firmenangaben innerhalb von lediglich vier Stunden, einen funktionsfähigen Exploit für die Schwachstelle CVE-2026-65400 zu entwickeln.

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Experten warnen zudem davor, dass der erlangte Root-Zugriff weit über das Mining von Kryptowährungen hinausgehende Schäden ermöglichen könnte, da Angreifer damit die volle Kontrolle über das Betriebssystem erhalten.

Behörden warnen vor zehntausenden Betroffenen

In Deutschland haben das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie das Computer Emergency Response Team des Bundes (CERT Bund) offizielle Warnungen vor der aktiv ausgenutzten Sicherheitslücke herausgegeben.

Ähnliche Meldungen kommen aus den Niederlanden: Dortige Behörden gehen davon aus, dass bereits zehntausende Mac-Nutzer betroffen sein könnten und ohne ihr Wissen Rechenleistung für das Mining von Monero zugunsten der Hacker bereitstellen.

Sicherheitsupdates und Schutzmaßnahmen

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Apple hat auf die Bedrohung bereits reagiert und Anfang August Sicherheitsupdates veröffentlicht. Die Schwachstelle wurde mit der Verteilung der Versionen macOS Tahoe 26.6.1, Sonoma 14.8.9 und Sequoia 15.7.9 geschlossen. Das Unternehmen empfiehlt allen Anwendern dringend, diese Aktualisierungen umgehend zu installieren, um die kritische Lücke zu schließen.

Zusätzlich zur Installation der Software-Updates raten Experten dazu, die Funktion der Bildschirmfreigabe (Screen Sharing) in den Systemeinstellungen zu deaktivieren, sofern diese nicht zwingend benötigt wird. Darüber hinaus wird empfohlen, den Netzwerk-Port 5900 zu schließen, um den primären Angriffsvektor für externe Zugriffe zu blockieren.

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