Malware, WindRelay

Malware WindRelay: Android-Schadsoftware kappt NFC-Zahlungen

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 16:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CCTV-Aufnahmen zeigen Diebstahl eines Samsung Galaxy A07 in Penang. Weltweit steigen Diebstähle und Sicherheitsrisiken für Mobilgeräte.

Smartphone-Diebstahl in Penang: Videoüberwachung deckt Tat auf
Ein unbesetzter Kassentresen in einem Gastronomiebetrieb mit einer im Hintergrund sichtbaren Überwachungskamera. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In einem Gastronomiebetrieb in Penang ereignete sich Mitte August ein dreister Diebstahl, der die Sicherheitsrisiken für mobile Endgeräte im öffentlichen Raum sowie die Bedeutung von Videoüberwachung unterstreicht. Eine Frau entwendete ein Samsung Galaxy A07 mit einer Speicherkapazität von 256 Gigabyte direkt vom Kassentresen des Betriebs. Der Wert des betroffenen Geräts wird mit RM1.149 beziffert.

Videoüberwachung dokumentiert Tatverlauf

Die gesamte Tat wurde von einer Überwachungskamera (CCTV) aufgezeichnet. Das 14-sekündige Videomaterial zeigt, wie das Smartphone in voller Sichtweite der Kamera vom Tresen entwendet wurde. Nach Angaben der Betroffenen war der Verlust besonders schwerwiegend, da das Mobiltelefon wichtige Geschäftsdaten enthielt.

Die Betreiber des Restaurants warteten zunächst zwei Tage ab, in der Hoffnung, die Frau würde das Gerät eigenständig zurückgeben. Da dies nicht geschah, wurde schließlich Anzeige bei den zuständigen Behörden erstattet.

Weltweite Zunahme von Mobilgerätediebstählen

Der Vorfall in Malaysia steht in einer Reihe mit zahlreichen weiteren Delikten, die eine weltweite Herausforderung für die Sicherheit von Verbrauchern und Unternehmen darstellen.

In Brasilien führte die Polícia Civil do ES am 15. August 2026 die Operation „Última Chamada“ durch. Dabei wurden etwa 500 Personen vorgeladen, um Mobiltelefone vorzulegen, für die eine Diebstahls- oder Verlustregistrierung vorlag.

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Bereits am Vortag konnten im Rahmen derselben Operation in Várzea Grande 24 gestohlene oder geraubte Smartphones im Gesamtwert von über R$ 40.000 sichergestellt werden. Unter den sichergestellten Geräten befand sich ein Smartphone aus einem Raubüberfall im Mai im Wert von R$ 2.000 sowie ein weiteres Gerät aus einem Diebstahl im Juni im Wert von R$ 2.600.

Ähnliche Vorfälle wurden auch aus anderen Regionen gemeldet. In Deutschland registrierte die Polizei in Kamp-Lintfort einen Einbruch zwischen dem 12. und 13. August, bei dem drei Apple iPads im Wert von 700 bis 1.200 Euro entwendet wurden.

In Shanghai gelang es der Polizei am 14. August, einen Verdächtigen innerhalb von drei Stunden festzunehmen, nachdem dieser 300.000 Yuan aus dem Kofferraum eines Tesla gestohlen hatte. In diesem Fall versagte offenbar die Bluetooth-Verriegelung des Fahrzeugs.

Neue Gefahren durch spezialisierte Malware und Schmuggel

Neben dem physischen Diebstahl rücken auch technologische Angriffe auf mobile Endgeräte in den Fokus der Sicherheitsbehörden. Am 13. August wurde die Android-Malware „WindRelay“ entdeckt, die in der Lage ist, NFC-Kommunikation von Zahlungskarten in Echtzeit an Angreifer weiterzuleiten, um Fernzahlungen zu ermöglichen.

Gleichzeitig gehen Sicherheitskräfte massiv gegen den illegalen Handel mit Mobilgeräten vor. In Cascavel stellten Beamte der PRF und der Receita Federal in den Hohlräumen eines Fahrzeugs zahlreiche hochwertige Geräte sicher, darunter 23 iPhones 17 Pro Max und zwei iPhones 17. In einem weiteren Fall in Santa Terezinha de Itaipu wurden 61 Mobiltelefone, darunter 54 Geräte des Herstellers Apple und sieben der Marke Xiaomi, in den Seitenteilen eines Fahrzeugs entdeckt und beschlagnahmt.

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Prävention und behördliche Maßnahmen

Angesichts dieser Entwicklungen setzen Behörden verstärkt auf moderne Überwachungstechnologien und Präventionsmaßnahmen. Während in Penang die Auswertung von CCTV-Material zur Identifizierung beigetragen hat, nutzt die Polizei in Taichung ähnliche Methoden, um verloren gegangene Geräte zügig an ihre Besitzer zurückzugeben.

Im Saarland kündigte Innenminister Reinhold Jost die Einführung sogenannter Handy-Blitzer (Monocams) an, um die unerlaubte Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer zu sanktionieren, was ein Bußgeld von 100 Euro und einen Punkt im Fahreignungsregister nach sich zieht.

Sicherheitsexperten raten Opfern von Diebstählen grundsätzlich zur unverzüglichen Sperrung von SIM-Karten und Bankverbindungen, um Folgeschäden durch den Zugriff auf sensible Geschäfts- oder Privatdaten zu minimieren.

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